<

Verbraucherschützer erfolgreich Liebscher und Bracht für Werbeaussagen abgemahnt

Liebscher und Bracht: Arthrose-Autoren erfolgreich abgemahnt. (Screenshot MedWatch)
Liebscher und Bracht: Arthrose-Autoren erfolgreich abgemahnt. (Screenshot MedWatch)

Roland Liebscher-Bracht und die Ärztin Petra Bracht sind als die Arthrose-Behandler berühmt geworden. Nach Begutachtung ihrer Methoden durch Verbraucherschützer dürften sie einige Aussagen nicht mehr treffen. Bracht darf sich auch nicht mehr „Schmerzspezialist Nummer 1“ nennen. Er ist Maschinenbauer. 

Das Autoren-Duo Liebscher & Bracht wurde mit eigenen Therapien und Methoden in der Behandlung von Arthrose bekannt. „Die Arthrose-Lüge“ heißt etwa das Buch von Roland Liebscher-Bracht und der Ärztin Petra Bracht. Der Titel suggeriert einen Skandal: Werden wir über die wahren Ursachen der Arthrose belogen? Beruhen gängige Therapien auf einer absichtlichen Täuschung der Medizinindustrie?

Erfolgreich werben die beiden vor allem im Netz für ihre Art der Behandlung. Zu Videos mit kostenlosen Übungen bieten sie teure Hilfsmittel und Nahrungsergänzungsmittel gegen Arthrose an. Das Problem: Irreführende Aussagen schüren Misstrauen in die Medizin. Die Verantwortung für eine Genesung wird subtil auf die Patienten geschoben. Wir berichteten über die Versprechen zur Arthrose-Heilung ohne Operation.

Die Arthrose-Behandler unterzeichnen Unterlassungserklärung

Mitarbeiter des Projekts „Faktencheck Gesundheitswerbung“ der Verbraucherzentralen NRW und Rheinland-Pfalz haben die Aussagen und Angebote der Beiden geprüft und einige Dinge angemahnt. Erfolgreich. Die abgemahnten Werbeaussagen verstießen gegen die Nahrungsergänzungsmittel- und die EU-Lebensmittelinformationsverordnung und das Heilmittelwerbegesetz, berichtet Gesa Schölgens von der Gruppe Gesundheits- und Pflegemarkt gegenüber MedWatch.

Die „Liebscher & Bracht Schmerzfrei GmbH“ mit Sitz in Bad Homburg habe eine Unterlassungserklärung unterzeichnet und darf die Werbung so nicht wiederholen.

Foto: Röntgenaufnahme der Knie
Im Mai 2021 berichteten wir über Liebscher & Bracht: Das große Versprechen von der Heilung ohne Operation. Foto: Pixabay

Angriffspunkte waren vor allem unzulässige Gesundheitsversprechen bei Nahrungsergänzungsmitteln, auch gingen die Verbraucherschützer gegen den Claim „Schmerzspezialist Nr. 1“ vor.

Bei den Nahrungsergänzungsmitteln ging es unter anderem um die Produkte „Arthro Forte+ Premium“, „Basen+ Premium“, „Vital+ Premium“ , und „Vitamin B12+“. Liebscher & Bracht bewarben sie mit dem Hinweis: „Da der Verlust nicht anders kompensierbar ist, raten wir zur zusätzlichen Aufnahme von Mikronährstoffen durch Nahrungsergänzungsmittel.“

Gemäß Nahrungsergänzungsmittelverordnung dürfen solche Produkte nicht mit der Behauptung beworben werden, dass bei einer ausgewogenen, abwechslungsreichen Ernährung die Zufuhr angemessener Nährstoffmengen nicht möglich sei.

Testkäufe bei Liebscher & Bracht

Beim Nahrungsergänzungsmittel „Vitamin B12+“ war die Angabe von ausschließlich positiven Kundenbewertungen aufgefallen. Das Team der Verbraucherzentrale führte daraufhin Testkäufe und -bewertungen durch. Die Bewertungen, die „nur“ drei von fünf Sternen abgaben, wurden auf der Internetseite von Liebscher & Bracht nicht freigegeben.

In der Zwischenzeit veröffentlichte das Duo stattdessen auf der Shop-Seite mehrere 5-Sterne-Bewertungen für das Produkt. „Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund irreführend”, sagt Gesa Schölgens, dass viele Verbraucher:innen Kundenmeinungen bei ihrer Kaufentscheidung ein hohes Gewicht zumessen“.

Ebenfalls mahnte die Verbraucherzentrale ein Werbeversprechen für das Produkt „Schmerzfrei-Drücker-Set (Basis)“ erfolgreich ab. Die Aussage „Hilft dir sofort gegen Schmerzen: Mit dem Schmerzfrei-Drücker kannst du deine akuten Schmerzen sofort herunterfahren ohne Medikamente“ vermittelte Verbraucher:innen unzulässigerweise den Eindruck einer Erfolgsgarantie.

Mehrere vertriebene Produkte bewarben Liebscher & Bracht daneben mit der Werbeaussage „Entwickelt von Nr.1 Schmerzspezialist Roland Liebscher-Bracht“ (oder in leicht abgewandelter Form). Roland Liebscher-Bracht ist gelernter Maschinenbauer.

Ist er der „beste Experte“ auf dem Gebiet der Schmerzbehandlung? Aufgrund seiner fehlenden fachlichen Qualifikation und der Kritik der Fachwelt an seinen Behandlungsmethoden ist das unzutreffend, sagt Gesa Schölgens.


Anmerk. der Red. (14. Mai 2022): In einer führeren Version dieses Artikels hieß es, Roland Bracht sei Wirtschaftsingenieur. Er ist aber Maschinenbauer. Wir haben dies korrigiert.


Redaktion: Nicole Hagen

19 comments
  1. Ich habe mich persönlich in die Hände eines “Liebscher/Bracht”Therapeuten begeben und war mehr als positiv überrascht, wie gut dies war. .
    Kann es nur empfehlen 👍👍👍
    Auch der “Knieretter”ist super toll. .
    Ich für meine Person, habe keine Sekunde bereut, einen Termin bei
    “einem Liebscher u Bracht” Therapeuten
    wahrgenommen zu haben 🍀🍀🍀
    Danke nochmal auf “diesem Wege”
    für diese sehr gute Hilfe 👏👏👏
    Liebe Grüße :Gisela Schmitz 🙋

    1. Ihre persönliche Erfahrung in allen Ehren, wenn auch Ihr Beitrag eher wie eine Werbeanzeige herüberkommt – nichts für ungut.

      Aber erstens gehört Ihr Lobpreis überhaupt nicht zum Thema des obigen MedWatch-Beitrages, der klar und eindeutig aufzeigt, wo sich L&B außerhalb dessen bewegen, was man redlicherweise zu beachten hat, wenn man den Anspruch erhebt, ehrlich mit hilfesuchenden Menschen umzugehen.

      Und zweitens ist auch, was die Gesamtbeurteilung von L&B bzw. ihrer Methode angeht, Ihr persönlicher Erfahrungsbericht .- wie gesagt, der für Sie persönlich hst nicht abwerten will – bedeutungslos. L&B verkaufen als “Methode” ein Konglomerat aus in der Physiotherapie völlig geläufigen Methoden und eigenen Ideen, denen es aber an der validen wissenschaftlichen Grundlage fehlt – also ebenso an Plausibilität, was die Vereinbarkeit mit anatomisch-physiologischen Grundlagen angeht, als auch an einem validen, über Anekdoten hinausgehenden Wirkungsnachweis. Was L&B selbst als “Studien” und “Belege” auf ihren Seiten angeben, hält keinerlei wissenschaftlichen Maßstäben stand. Und das ist nun einmal der Anspruch an alles, was heute als eigene “Methode” eine Existenzberechtigung bei der Behandlung kranker Menschen haben will. Kernsatz: Anekdoten sind keine Daten.

      Anmerken möchte ich noch, dass sich L&B – vor allem in ihrem Buch – als konträr zur “Schulmedizin” positionieren, was trotz aller Beteuerungen, man wolle “zusammenarbeiten”, überdeutlich ist. So diskreditieren sie die wissenschaftliche Medizin wahrheitswidrig damit, dass sie angeblich “Operationen und Medikamente” bei Beschwerden des Bewegungssystems bevorzuge. Das ist nachweislich Unsinn und kann nur damit erklärt werden, das L&B sich in Wirklichkeit von der auch von Patienten vielfach als “technisch” wahrgenommenen wissenschaftlichen Medizin abgrenzen wollen. Indem sie dieses nicht ganz unwahre Vorurteil für sich ausnutzen. Alle medizinischen Leitlinien zu muskel-skelettalen Schmerzen stellen Bewegungstherapien in den Vordergrund multimodaler Behandlungen, das ist auch weltweiter Standard. Medikationen werden nur nachrangig und kurzfristig empfohlen und Operationen setzen stets eine ganz klare und präzise Diagnosestellung im Einzelfall voraus und werden ganz sicher nicht bei eher allgemeinen Beschwerden angewendet, auch nicht, wenn diese länger anhalten.

      Runden wir das Bild noch ab mit dem Hinweis, dass ein Heilungsversprechen, das “sofortige” Schmerzfreiheit bei der überwiegenden Mehrzahl der PatientInnen verspricht, schlicht unglaubwürdig ist. Und siehe da, außer “eigenen Aufzeichnungen” bieten L&B dazu auch keine validen nachvollziehbaren Belege …

      Ich will Ihnen Ihre positive Erfahrung ja gar nicht ausreden – aber vielleicht denken Sie über den Stellenwert ihres Erfahrungsberichtes noch einmal unter den genannten Aspekten nach. Gute Besserung!

      PS Ich bin selbst seit Jahren Polyarthrose- und Wirbelsäulenpatient. Ich käme im Traum nicht auf die Idee, die Methoden von L&B auszuprobieren … weil ich ihnen mit guten Gründen kritisch gegenüberstehe.

      1. Also ich würde es an ihrer Stelle ausprobieren. Or einigen Jahren bekam ich sehr starke Schmerzen im rechten Gesässmuskel mit Ausstrahlungen bis zum Schienenbein. Ich konnte nicht mehr auftreten und nach einiger Zeit kaum ein paar Meter laufen. Im MRI sah man eine Spinalkanalstenose zwischen L4 und L5, dazu kommt eine Skoliose über 3 Wirbel. I h habe immer sehr viel Spirt gemacht und diese Bewegungseinschränkung und Schmerzen waren für mich unerträglich. Ich war bei besten Sportphysiotherapeuten, habe fleissig deren Übungen gemacht aber es hat nichts geholfen. Nach mehreren Monaten legte man mir eine OP nahe um die Stenose umd gleich auch die Skoliose zu korrigieren. Glücklicherweise kenne ich medizinisch etwas aus und trotz starker Schmerzen und Schmerzmittel wollte ich nicht unters Messer. Ich hab dann zufällig im Internet die Übungen von L&B gefunden, sie schienen mir recht abwegig aber ich habe die ausprobiert, vorsichtig und täglich. Man knapp einer Woche war ich schmerzfrei, ich konnte nach 6 Monaten Qual wieder spazieren gehen und nach 2 Wochen mein Krafttraining wieder aufnehmen. Das ist jetzt 5 Jahre her, ich trainiere 5 mal die Woche, mache täglich meine L&B Übungen und bin schmerzfrei.
        Ich bin selbst Wissenschaftler und stimme ihnen zu, dass die Datenlage sehr dünn ist. Auch ich bin ein anekdotischer Fall und auch die an denen ich es erfolgreich weitergegeben habe. Es funktioniert einfach. Und wir alle haben schon erlebt, das Medikamente trotz erfolgreicher kontrollierter, randomisierter Studien später vom Markt genommen werden mussten. Hätte ich nicht durchgehalten, hätte ich eine schwere OP hinter mir ( der einzige Ausweg der Schulmedizin) mit ungewissem Ausgang. Ich habe nichts gegen die Schulmedizin, nur hat sich diese zu einem Wirtschaftsunternehmen gewandelt, in dem nicht mehr der Mensch sondern der Profit im Vordergrund steht. Und ich weiss, wovon ich rede. Nehmen wir die überzogenen Werbeaussagen von L&B weg so bleibt eine in sich logische Methodik, die anekdotisch schon vielen geholfen hat. Wer heilt hat recht. Und nein, ich bin nicht von L&B gespisort.

        1. Hallo Herr Knaub,

          ich als Physiotherapeut möchte mich sehr gerne zu Ihren Diagnosen und dem Erfolg, den Sie laut eigenen Aussagen (die ich nicht infrage stellen möchte) haben. Erstmal zu der im MRT “diagnostizierten” Pathologie: Ja, Sie hatten Ausstrahlungen über das Gesäß bis zum Schienbein, das steht so erstmal außer Frage. Auf dem MRT wurde im Durchmesser des Spinalkanals auf Höhe L4/L5 eine Abweichung der hypothetischen Norm festgestellt. Die Frage, die man sich hier jedoch stellen muss: War die Spinalkanalstenose vielleicht schon seit vielen Jahren vorhanden? Und wenn dem so ist, kann sie unmöglich der Auslöser der Symptome sein. Auch die Skoliose kann als Auslöser der Symptome absolut ausgeschlossen werden, denn wenn eine Skoliose eines nicht tut, dann ist es das Symptom Schmerz. Zumal eine Skoliose sich wohlgemerkt bei weitem nicht nur über drei Wirbel erstreckt, sondern immer über die gesamte Wirbelsäule. Jetzt kommen wir aber zu einer vermeintlich leichten Hypothese: Sie geben ausstrahlende Schmerzen im Verlauf des N. ischiadicus (Ischiasnerv) an. Passt erstmal nicht wirklich zum Segment L4/L5. Was man allerdings mit Sicherheit sagen kann, dass Ihr N. ischiadicus hypersensibilisiert war. Nun haben Sie ganz typische Dehnübungen gemacht. Dehnungen können nicht nur die Bewegungsamplitude erweitern, nein, indirekt sorgen sie auch für eine verbesserte Gleitfähigkeit der Nerven bzw. auch zu einer erhöhten Dehntoleranz der Nerven bei regelmäßiger Durchführung. Das schonmal zu dem rein mechanischem. Dann spielen aber auch noch Faktoren eine Rolle wie Glaubensgrundsätze, Placebo usw. Mit anderen Worten: Sie hatten Diagnose XY, die mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht der Symptomauslöser war und die Übungen haben einfach nur per Zufall eine Linderung herbeigeführt.

          Was noch dazu gesagt sei: Wie definieren Sie die “besten” Sportphysiotherapeuten? Ich kenne Therapeuten, die teilweise Profi Fussballer behandeln und auch recht bekannt sind, aber nur Blödsinn mit denen machen und am Ende (auf Lange Zeit gesehen) nicht wirklich helfen. Mich kennt mit sicherheit kein Mensch und das muss auch nicht so sein, aber meine Patienten verlassen die Therapie immer mit guten Ergebnissen. Bei dem einen dauert es auch mal länger, bei anderen geht es auch mal schneller. Wichtig ist es immer, dem Patienten wirklich genau zuzuhören und herauszufiltern, was wirklich die Probleme sind und sich von Diagnosen zu lösen.

          Zur logischen Methodik von LuB möchte ich aber auch noch eines sagen: Plausibilität ist nicht gleich Kausalität! War es damals logisch für die Menschheit, die Erde sei eine flache Scheibe? Ja, war es. War sie flach? Nein! Nur weil etwas für einen logisch klingen magt, ist es nicht gleich eine Tatsache. Und wenn eines definitiv nicht stimmt ist es der Satz: “Wer heilt hat recht.” Hinter diesem Satz steckt weitaus mehr, als sich ein Patient vorstellen mag und dieser Satz ist schlichtweg falscher als falsch.

          Ich bin übrigens ebenso nicht von LuB gesponsert und es ist eine Schande für die deutsche Physiotherapie, dass dieser Mann, der absolut kein Fachwissen aufweist, auch nur irgendein Video oder Artikel überhaupt hochladen darf, wofür andere unter hohen Kosten studieren mussten oder die kostenpflichte Ausbildung absolviert haben.

          1. Ich kann dazu beitragen, dass ich seit Jahrzehnten eine Spinalkanalstenose diagnostiziert habe, die mit dem Zeitpunkt des Auftretens meiner Schmerzzustände nicht zusammengebracht werden kann. Möchte auch nochmals betonen, dass der Rückschluss vom vorherigen Ereigenis (Aufnahme von Übungen) mit einem nachfolgenden (Besserung) nicht im Mindesten zwingend ist. Die tatsächlichen Möglichkeiten sind zahlreich. Und alles, was in die Nähe von “sofort” oder “beinahe sofort besser” geht, dem begegne ich mit Skepsis. Ich befasse mich seit Jahren mit pseudomedizinischen Methoden und weiß, welche immens starken Mechanismen der Selbst- und Fremdtäuschung den “Erfolgen” dieses Sektors zugrunde liegen. Leider wird der Hinweis auf diese Mechanismen immer wieder als Angriff auf die eigenen persönlichen Erfahrungen missverstanden – was er nicht ist, und jedem sei sein positives Erleben von Herzen gegönnt.
            Aus dieser Selbst- und Fremdtäuschung stammt eben auch das “Wer heilt hat Recht” – laut Professor Edzard Ernst, em. Professor für komplementäre Medizin an der Uni Exeter, “der dümmste Spruch in der Medizin”. Denn nur, wer eine hohe Wahrscheinlichkeit dafür belegen kann, dass seine Intervention ursächlich für eine Heilung / Besserung war, hat Recht.
            Noch ein Gedanke: eine mechanistische Auffassung von Medizin, also die Erwartung, es könne immer und stets nach dem Prinzip bekannter Ursache-Wirkungs-Beziehungen für alles und jedes eine Lösung gefunden werden, ist falsch. Gerade diese mechanistische Betrachtungsweise pflegen aber die meisten “ganzheitlich-alternativen” Methoden und ihre TherapeutInnen. Man schaue sich die inkriminierten Werbeaussagen von L&B doch nur mal an. Die wissenschaftliche Medizin ist da viel, viel bescheidener, denn sie weiß um ihre Grenzen und ein guter Arzt wird diese im Bedarfsfall auch den PatientInnen vermitteln und sie auch dazu anleiten können, damit umzugehen. Es ist allerdings menschlich, in solchen Fällen nach Heilsversprechen auf einer anderen Ebene zu suchen und dies ist den PatientInnen nicht zum Vorwurf zu machen – aber denen, die dann Heilungsversprechen propagieren und dabei gleich noch die “böse Schulmedizin” schlecht machen und sich der als überlegen darstellen. Immerhin haben L&B ja offen ausgesprochen, dass sie das wissenschaftliche Lehrgebäude zur Arthrose schlicht für falsch halten …

          2. …Mich regt es auch maximal auf!!!
            Bin über 20 Jahre Physio und absolut empört, das sich jemand mit als etwas ausgibt, was er nicht ist!!
            Augen auf Leute & bitte lasst Euch die staatlichen Abschlussexamen / Berufsurkunde zeigen!!

        2. Hier istzumerken, dass die Datenlage nicht dünn, sondern schlichtweg nicht existent ist. Die Behauptungen sind weder valide noch reliabel. Weiterhin ist die Aussagen “Wer heilt, hat recht” einfach nur als eine Farce zu werten. Diese Aussage ist durch und durch falsch und als negativ zu sehen. Weiterhin ist Ihre Einzelerfahrung kein Beleg. Wie lang waren Sie bei der Physio? Was genau wurde gemacht? Wie qualifiziert waren die TherapeutInnen? Wurde eine andere Einrichtung nach ausbleibender Besserung aufgesucht? usw. usw.
          Das Konzept von L&B ist einfach nur Nonsens und zu großen Teilen wissenschaftlich wiederlegt!!! Sämtliche Ausführungen zum Thema Schmerz hinken der Wissenschaft Jahrzehnte hinterher. Diese Gaukler sind mitschuldig daran, dass die Health Literacy der Deutschen unterirdisch ist. Wenn diese Methode wirken würde, hätten wir ja konstant weniger Schmerzpatienten, da L&B ja seit 30 Jahren angeblich Patient um Patient von Schmerzen befreien. Statista spricht da jedoch eine ganz andere Sprache – von daher: Warum werden es immer mehr Schmerzpatienten, obwohl L&B doch soooooo viele Menschen vom Schmerz befreien? Passt wohl hinten und vorne nicht zusammen.
          Studien zum Konzept gibt es auch nicht . Lediglich eine selbst angelegte, die den Namen nicht verdient, da keinerlei Gütekriterien erfüllt werden.
          Weiterhin werden dauerhaft Heilversprechen gemacht, die im Impressum der Website widerrufen werden – seltsame Konstellation!

          Es handelt sich hierbei ausschließlich um ein Marketingimperium mit sehr guten Storytelling und Persuasion auf hohem Niveau.

  2. Einerseits ist es ja gut,dass es medwatch u.ä.gibt,andererseits sollte man aber auch nicht alles außerhalb der Schulmedizin gleich immer so abqualifizieren. Mir haben viele der Übungen gut geholfen da sie nachvollziehbar erklärt wurden. Ich habe dort nie etwas käuflich erworben. Und nebenbei-ich bin auch in meinem langen Leben großartig mit der Homöopathie zurechtgekommen sowie auch mit der sogn. Schulmedizin. Vielfalt ist doch doch besser als Einfalt!

    1. Ja klar, das ist mit allem Esogedöns so. Episoden über angebliche Heilerfolge gibt es zu Hauf, egal ob was mit Faszien oder mit dem Mond und den Sternen. Das hat nichts mit evidenzbasierter Wissenschaft zu tun. Es heißt ja, dass der Glaube Berge versetzen kann bzw. der Placeboeffekt durchaus ernst zu nehmen ist. Nur das ganze Geschwurbel drumherum der Wichtigtuer und Abzocker ist ein allgemeines Ärgernis.

  3. Meine Schmerzen in der Schulter durch Arthrose und teilruptur der supraspinatussehne haben sich durch die anscheinend passenden Übungen massivst verschlechtert. Meine physiotherapeutin hat mit mir geschimpft dass ich solche unpassenden und schädlichen Übungen mache.
    Nie wieder liebscher und bracht!

  4. Wer noch verunsichert ist und dann die Kommentare von “Gisela” und “Sigurd” liest, der kann den Artikel schnell vergessen haben, da die emotionale, persönliche Erfahrung dieser beiden Esoterik-Zugeneigten angenehmer ist.
    “Wer heilt hat recht.”—> so ein Blödsinn! Wenn du wüsstest was dich geheilt hat ja, aber das weißt du nicht. Das wissen z.B. die Homöopathiefreaks auch nicht.
    Finger weg von pseudomedizinischer Scharlatanerie wie L&B

  5. Ich bin Schmerzpatient und hatte eine lange Odyssee von Ärzten, MRTs, Schallwellentherapie, Faszientherapie, Osteopathen, Physiotherapeuten mit unterschiedlichen Ausrichtungen, bin selbst Yogalehrer und Tai Chi Lehrer und dachte schon ich muss das an den Nagel hängen, weil mir niemand wirklich helfen konnte. Ich war tatsächlich auch bei 2 Liebscher- Bracht Therapeuten und leider hat auch das nur temporär für sehr kurze Zeit geholfen. Vieles erschien mir jedoch schlüssig (ich habe auch eine medizinische Ausbildung). Deshalb beschloss ich, quasi als letzten Versuch, bevor ich in die Erwerbsunfähigkeit gehe, eine Ausbildung bei Liebscher- Bracht zu machen.

    Ich absolvierte das Modell 6 Monate online Ausbildung und danach 4 Tage Praxis. Ich fand die online Ausbildung sehr fundiert und nach meinem vor Jahren gelernten Wissen, fand ich keine gravierenden Fehler in diesem Konzept. Es gab mal eine Verwechslung , was ich jedoch als Versprecher einordne. Diese Ausbildung war klar und verständlich und sehr informativ.

    Und dann kam die Praxis. Und das war gut so. Nur die online Ausbildung zu machen und dann zu glauben, man weiss jetzt wie es geht, ist fatal, weil in meinen Augen essentielles fehlt. Videos können niemals das rüber bringen was die praktischen Tage in einer Luxusgruppe von 20 Personen mit 7 Therapeuten vermitteln konnten (Corona seiDank, denn sonst sind es wohl um die 100 Teilnehmer mindestens).

    Also wir hatten 4 Tage mit 7 Therapeuten die uns auch behandelten. Die meisten Teilnehmer wollten sich wohl keine Blöße geben, wenn es um die eigenen Schmerzen ging. Gut für mich. Ich konnte deshalb aus dem Vollen schöpfen und hatte so in den 4 Tagen etwa 6 Kurzbehandlungen von langjährigen Therapeuten, zu den Übungen aneinander und dem korrekten erlernen der Engpassdehnungen.

    Schon nach dem 1. Tag konnte ich nachts einige Stunden durchschlafen. Das steigerte sich soweit, dass ich in der letzten Nacht vollkommen schmerzfrei schlafen konnte. Ich habe in Folge meine Übungen gemacht und bin heute wieder richtig fit. Ich weiß mir mittlerweile selbst zu helfen und meine Tochter habe ich damit von ihrer langjährigen Migräne befreit. Auch viele Freunde durfte ich mittlerweile beglücken und es war sehr erstaunlich wie effektiv das funktioniert.

    Rückblickend kann ich nur sagen: ich denke, es ist wie bei allem im Leben. Wer “ein Händchen” und das richtige feeling hat fürs “heilen”, der wird erfolgreich sein und Menschen die nur eine Theorie versuchen umzusetzen ohne das essentielle zu verstehen und erfüllen, können wohl 100 Jahre praktizieren und werden niemals wirklich erfolgreich sein. Ich habe den Unterschied ja schon gesehen zwischen den beiden Therapeuten die ich aufgesucht hatte und auch ordentlich bezahlt hatte und dem, wie die Therapeuten in der Ausbildungsgruppe gearbeitet haben. Da lagen Welten dazwischen. Und hier kann ich nur sagen, Quantität ist keine Qualität.

    Das was Herr Bracht hier lehrt hilft in der Tat sehr gut, wenn nicht sogar phänomenal. Aber nicht jeder ist dafür geboren dieses System auch so anzuwenden, dass es hilft. Aber das gibt es auch bei Ärzten. Vielleicht sollte Medwatch sich dem auch mal zuwenden. In den letzten 2 Jahren hat die Quantifikation und die Medizinethik unserer Ärzte gravierend gelitten. Da würde es sich doch mal richtig lohnen.

    Ich persönlich sehe die Abmahnungen eher als “peanuts” an die groß ausgeschlachtet werden. Zu Unrecht wie ich finde.

    1. Auch hier handelt es sich um einen Erfahrungsbericht. Mehr hat L&B einfach nicht vorzuweisen. Fundiert ist bei L&B schlichtweg nichts. Dazu folgender Link: https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly93d3cxLndkci5kZS9tZWRpYXRoZWsvYXVkaW8vcXVhcmtzLXNjaWVuY2UtY29wcy9zY2llbmNlLWNvcHMtMTAwLnBvZGNhc3Q/episode/L3F1YXJrc19zY2llbmNlX2NvcHNfMjAyMjAzMjZfNjllYWMyNGYubXAz?ep=14

      Und hier sogar die fundierte Widerlegung:

      https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC8831037/pdf/10-1055-a-1716-2274.pdf

      Wenn die Abmahnung Peanuts sind, sollte das nun vllt etwas mehr sein.

      Eine medizinische Ausbildung, die Jahre zurückliegt, befähigt einen ebenfalls nicht diese Fake-News von Roland Bracht zu bewerten, denn in der Medizin ändert sich dank Studien der Erkenntniszuwachs innerhalb weniger Jahre enorm.
      Ihr Einzelfalldarstellung ähnelt leider in Gänze den übrigen L&B-Erfahrungsberichten. Es bleibt zu vermuten, dass auch hier die Marketingmaschine von Bracht nicht anhält und fleißig selbst mitschreibt.

  6. Ich bin wirklich froh, dass sich allmählich mehr und mehr mit den seit Jahren fragwürdigen Methoden, Falschbehauptungen und unhaltbaren Versprechen beschäftigt und auch dagegen vorgegangen wird. Zeit wird es.
    Ich beschäftige mich auch schon seit einigen Jahren mit L&B und finde die Tatsache, dass sog. Therapeuten ohne jede medizinische Ausbildung Patienten behandeln dürfen, sehr bedenklich.
    https://endoprothese-und-sport.de/2022/02/14/liebscher-bracht-wer-heilt-hat-immer-recht/

  7. Ich bin selbst Migräne-Schmerzpatient; die ärztliche Therapie besteht aus den L&B-Faszienübungen plus Akupunktur (erst 2x wöchentlich; Erhaltungsdosis 2-mal monatlich). Die Häufigkeit ist in ca. 6 Monaten von mehrfach wöchentlich auf monatlich gesunken. Also eine deutliche Besserung, wenngleich man sich noch mehr wünschen würde. Bedenklich finde ich nicht die “Nr. 1” (wie will man das objektivieren?), wohl aber die Zensur kritischer Kommentare. Wobei L&B nicht allein sind; z.B. die Deutsche Bahn zensiert blitzschnell jede Kritik an fehlenden WLAN-freien Räumen z.B. im ICE.