Falsche Berichterstattung und irreführende Werbung über gesundmachende Therapien und Produkte können lebensbedrohliche Folgen haben:

  • Wenn Meldungen über „Wundermittel“ im Netz gestreut werden, die angeblich gegen Diabetes, Infektionen oder Rheuma helfen, aber die bestellten Ampullen in Wirklichkeit nur Kochsalzlösung enthalten.
  • Wenn Krebs-Therapien ohne Beweise für ihre Wirksamkeit in den sozialen Medien gefeiert werden, und das Vertrauen in tatsächlich hilfreiche Therapien untergraben wird.
  • Wenn Kindern ein ätzendes Chlordioxidgemisch verabreicht wird, weil in einer Elterngruppe stand, dies helfe gegen Autismus – dann sind Fakenews eine Gefahr für die Gesundheit.

Das Team von MedWatch wird das Netz nach gefährlichen und unseriösen Heilungsversprechen scannen. Einen Schwerpunkt werden Recherchen aus der Grauzone des Netzes bilden, in der vermeintliche Heiler ihre Wunder anbieten. Wir berichten und klären auf.

In der schieren Masse täglicher Informationen zu Gesundheit, neuen Arzneimitteln und Therapien wird es dabei immer schwerer, verlässliche Inhalte zu erkennen, gesundheitspolitische Entwicklungen zu verstehen oder sich als Patient die richtigen Anregungen und Hilfen zu holen. Das wollen wir ändern. Mit tagesaktuellen Nachrichten, Interviews und Reportagen.

Um finanzielle Interessenskonflikte zu vermeiden, setzen wir auf die Unterstützung von jedermann: Ein Crowdfunding soll den Betrieb von MedWatch ermöglichen. In der Aufbauphase zeigen wir mit einem Blog, wohin es mit MedWatch gehen soll. Anregungen und kritisches Feedback sind jederzeit willkommen.

Das Team von MedWatch

Hinnerk Feldwisch-Drentrup ist freier Wissenschaftsjournalist in Berlin. Er schreibt insbesondere zu Gesundheitsthemen und verknüpft diese gerne mit politischen, ethischen und sozialen Fragen. Hinnerk Feldwisch-Drentrup erhielt das Recherchestipendium des Otto-Brenner-Preises und das Wissenswerte-Recherchestipendium zum Thema Pharma-Lobbying. 2015 nahm er am Austauschprogramm „Medienbotschafter China-Deutschland“ der Robert-Bosch-Stiftung teil.

Nicola Kuhrt ist freie Wissenschaftsjournalistin. Sie schreibt für den Stern, die Zeit, Brand eins, Spiegel Wissen und GPSP. Von 2012 bis 2015 war sie Redakteurin im Ressort Wissenschaft bei Spiegel Online. 2015 war sie Wissenschaftsjournalistin des Jahres. Sie ist Vorstandsmitglied der Wissenschafts-Pressekonferenz, im Beirat von Pro Exzellenzia und Jury-Vorsitzende des Memento-Preises. Sie lebt mit ihrer Familie in Hamburg.

Auszeichnungen

Die Journalistenvereinigung Netzwerk recherche hat uns im Jahr 2017 mit ihrem „Grow“-Stipendium für gemeinnützigen Journalismus unterstützt.

Im Jahr 2018 haben wir den Netzwende-Award erhalten, den der Thinktank Vocer zusammen mit der August Schwingenstein Stiftung, der Rudolf Augstein Stiftung und der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius verleiht:

Auszug Medium-Magazin Platz 3 Wissenschaftsjournalist des Jahres 2018 für Nicola Kuhrt und Hinnerk Feldwisch-Drentrup

Das Medium-Magazin zeichnet jedes Jahr die Journalisten des Jahres aus. 2018 kamen wir in der Kategorie Wissenschaft auf Platz drei – und danken herzlich für die schöne Auszeichnung!

Schriftzug Carl-Sagan-Preis

Die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften hat uns im Jahr 2019 mit ihrem Carl-Sagan-Preis ausgezeichnet. Er erinnert an den Biologen, Astrophysiker und Sachbuchautor Carl Sagan.

Logo des Himmel- und Höllepreises von Freischreiber

Sehr gefreut haben wir uns 2019 über die Nominierung zum „Himmelpreis“ der Journalistenvereinigung Freischreiber. „Durch beharrliche Berichterstattung verhindert MedWatch, dass skrupellose Praktiken und Skandale im Gesundheitswesen in Vergessenheit geraten“, schreibt Freischreiber.

Initiativen

Wir haben uns der Initiative Transparente Zivilgesellschaft angeschlossen und veröffentlichen die wichtigsten Informationen über MedWatch auf unserer Transparenz-Seite.

Logo des Presserats

MedWatch hat sich dem Presserat angeschlossen und verpflichtet sich, den Pressekodex einzuhalten.