Was ist MedWatch?

Falsche Berichterstattung und irreführende Werbung über gesundmachende Therapien und Produkte können lebensbedrohliche Folgen haben:

  • Wenn Meldungen über „Wundermittel“ im Netz gestreut werden, die angeblich gegen Diabetes, Infektionen oder Rheuma helfen, aber die bestellten Ampullen in Wirklichkeit nur Kochsalzlösung enthalten.
  • Wenn Krebs-Therapien ohne Beweise für ihre Wirksamkeit in den sozialen Medien gefeiert werden, und das Vertrauen in tatsächlich hilfreiche Therapien untergraben wird.
  • Wenn Kindern ein ätzendes Chlordioxidgemisch verabreicht wird, weil in einer Elterngruppe stand, dies helfe gegen Autismus – dann sind Fakenews eine Gefahr für die Gesundheit.

Das Team von MedWatch wird das Netz nach gefährlichen und unseriösen Heilsversprechen scannen. Einen Schwerpunkt werden Recherchen aus der Grauzone des Netzes bilden, in der vermeintliche Heiler ihre Wunder anbieten. Wir berichten und klären auf.

In der schieren Masse täglicher Informationen zu Gesundheit, neuen Arzneimitteln und Therapien wird es dabei immer schwerer, verlässliche Inhalte zu erkennen, gesundheitspolitische Entwicklungen zu verstehen oder sich als Patient die richtigen Anregungen und Hilfen zu holen. Das wollen wir ändern. Mit tagesaktuellen Nachrichten, Interviews und Reportagen.

Um finanzielle Interessenskonflikte zu vermeiden, setzen wir auf die Unterstützung von jedermann: Ein Crowdfunding soll den Betrieb von MedWatch ermöglichen. In der Aufbauphase zeigen wir mit einem Blog, wohin es mit MedWatch gehen soll. Anregungen und kritisches Feedback ist jederzeit willkommen.

Das Redaktionsteam

Nicola Kuhrt ist freie Wissenschaftsjournalistin. Sie studierte Germanistik, Soziologe und Neue Literaturgeschichte in Wuppertal. Nach ihrem Volontariat bei der Westdeutschen Zeitung in Düsseldorf schrieb sie dann zunächst für die Süddeutsche Zeitung, Die Welt, den Kölner Stadtanzeiger und die Financial Times Deutschland. In der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und im Magazin Die Zeit schrieb sie dann insbesondere über Themen im Bereich von Gesundheit und Medizin. Von 2012 bis 2014 war sie stellvertretende Leiterin des Ressorts Wissenschaft bei Spiegel Online. Von 2015 bis 2017 war sie Chefredakteurin der Deutschen Apotheker Zeitung Online. 2012 gründete sie den Blog Datenlese und seit 2015 ist sie Vorstandsmitglied der Wissenschafts-Pressekonferenz. Sie lebt mit Mann und ihren drei Kindern in Hamburg.

Hinnerk Feldwisch-Drentrup ist freier Wissenschaftsjournalist in Karlsruhe. Er schreibt insbesondere zu Gesundheitsthemen und verknüpft diese gerne mit politischen, ethischen und sozialen Fragen. Er arbeitet unter anderem für das Pharmazie-Portal DAZ.online, die Deutsche Presse Agentur, Spiegel Online, die taz oder den „Freitag“. Hinnerk Feldwisch-Drentrup erhielt das Recherchestipendium des Otto-Brenner-Preises zum Thema „Psychiatrie unter Finanzierungsdruck“ und das Wissenswerte-Recherchestipendium zum Thema Pharma-Lobbying. 2015 nahm er am Austauschprogramm „Medienbotschafter China-Deutschland“ der Robert-Bosch-Stiftung teil und recherchierte unter anderem zur Digitalisierung im chinesischen Gesundheitswesen.

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