MedWatch-Check Andreas Kalcker behauptet, Chlordioxid helfe gegen Corona. Was sagen seine Studien?

Frau mit Corona-Maske: Chlordioxid hilft nicht gegen das Virus. Foto: Bild: Juraj Varga, Pixabay)
Frau mit Corona-Maske: Chlordioxid hilft nicht gegen das Virus. Foto: Bild: Juraj Varga, Pixabay)

Die Bundesstaatsanwaltschaft Argentiniens hat Anzeige gegen Andreas Kalcker erstattet. Der Deutsche warb und wirbt für den Einsatz von Chlordioxid-Lösungen – auch gegen Corona. Im Land soll es durch die Einnahme aber zu Vergiftungs- und Todesfällen gekommen sein. Wie stichhaltig sind die Studien, die laut Kalcker die heilende Wirkung von Chlordioxid belegen sollen? Wir haben uns seine 32 Quellen angesehen – und nicht nur das.

Die Bundesstaatsanwaltschaft Argentiniens hat Anzeige gegen Andreas Kalcker und 20 weitere Menschen erhoben: Ihnen wird vorgeworfen, für den Vertrieb von Chlordioxid in Argentinien verantwortlich zu sein. Zuvor war in dem Land von Vergiftungen und Todesfällen berichtet worden, nachdem Menschen zum vermeintlichen Schutz vor COVID-19 Chlordioxid eingenommen hatten. Ein fünfjähriger Junge aus der argentinischen Provinz Neuquen soll bereits im August 2020 gestorben sein, nachdem seine Eltern ihm Chlordioxid zu trinken gegeben hatten. Ebenfalls in Argentinien, in der Provinz Jujuy, soll es einen weiteren Toten gegeben haben, einen 50-jährigen Mann.

Die angeklagten argentinischen Staatsangehörigen hatten die Substanzen über das Internet beworben und verkauft – offenbar in Kalckers Namen. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft wären da dadurch „die Botschaften über die ‚Verbesserungen‘, die sich aus dem Konsum einer Substanz mit schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen ergeben und die sogar zum Tod führen können, mit größerem Nachdruck in Umlauf gebracht worden.“ Der Rechtsanwalt, der durch seine Anzeige die Ermittlungen ausgelöst hatte, ist sicher, dass die Eltern des verstorbenen Kindes aufgrund der unter anderem von Kalcker verbreiteten Fehlinformationen glaubten, dass Chlordioxid ihr Kind vor COVID-19 schützen könne.

MedWatch hat Andreas Kalcker mit den Vorwürfen konfrontiert und ihn dazu befragt. Der gebürtige Wuppertaler, der derzeit in der Schweiz leben soll, weist alle Vorwürfe zurück. Er schreibt uns:

„(…) Anbei sind die wissenschaftlichen Studien das Chlordioxid definitiv sicher ist und bei Coronavirus über 99% effektiv ist. Es ist in Bolivien Gesetzlich zugelassen.

Als Faktenchecker sind sie verpfichtet die Wahrheit zu veröffendlichen.

Warum werden die Toten der Pseudo-Impfungen nicht von ihnen gecheckt?

Ich fordere sie auf zuerst die folgende wissenschaftlichen Veröffentlichungen zu studieren und zu Veröffentlichen , ansonsten machen sie sich wegen Falschaussagen strafbar und werden eine entsprechende Abmahnung erhalten.“

Fakten-Check 1: Die Studien Andreas Kalckers

In seiner E-Mail schickte uns Andreas Kalcker 32 Verweise auf Veröffentlichungen. Wir haben uns alle 32 Studie / Arbeiten angeschaut, die Details zu jeder einzelnen Arbeit finden Sie zum Schluss dieses Artikels.

Fazit: Die meisten Studien, die Andreas Kalcker zum Beleg des Nutzens oder der Unbedenklichkeit von Chlordioxid anführt, zeigen Experimente unter Laborbedingungen, also in Zellkulturmodellen oder an isolierten Bakterien und Viren. Zudem beschäftigen sich einige der Texte mit mechanistischen Aussagen, beispielsweise zum Wirkmechanismus von Chlordioxid. Weiterhin wird die Wirkung von – unter anderem – Chlordioxid als Mittel zur Desinfektion von Wasser oder Gerätschaften vorgestellt. Ebenso wurde gezeigt, dass gasförmiges Chlordioxid Viren zerstört und so bei Versuchstieren eine Infektion mit diesen Viren verhinderte. All das ist bereits bekannt.

Keine der Studien lässt hingegen den Schluss zu, dass die Einnahme von Chlordioxid Menschen vor einer Infektion mit SARS-CoV-2 schützen kann oder eine Infektion bekämpft. Chlordioxid ist ein starkes Oxidationsmittel, welches keinen Unterschied macht, ob es Bakterien, Viren oder Zellen etwa der menschlichen Darmschleimhaut vor sich hat. Es wirkt nicht selektiv und ist daher als Medikament nicht geeignet.

Fakten-Check 2: Chlormangel?

Wir hatten Andreas Kalcker gefragt, was er zu dem Vorwurf der Bundesstaatsanwaltschaft Argentiniens sagt, dass der fünfjährige Junge durch das Trinken von Chlordioxid gestorben sei.

Andreas Kalcker erklärt in einem Video, wie man Chlordioxid selbst machen kann. Das Video steht auf seiner Website. (Screenshot: MedWatch.de)
Andreas Kalcker erklärt in einem Video, wie man Chlordioxid selbst machen kann. Das Video steht auf seiner Website. (Screenshot: MedWatch.de)

Andreas Kalcker verwies auf einen Obduktionsbericht und erklärte:

„In der Autopsie welche Dr. med. Damian Pelzari […] in Argentinien vorliegt, wurde in der Blutanayse ein eindeutiger Chlormangel festgestellt !

Wie bitte erklären sie sich als “Facktenchecker” eine angebliche Vergiftung mit Chlordioxid wenn im Blut ein Chlormangel ist ?“

Die große Frage ist, was ein sogenannter Chlormangel sein soll.

Im Körper gibt es Chlor nur in Verbindung mit Wasserstoff als Salzsäure (HCl im Magen) oder als diverse Salze in Verbindung mit etwa Kalium (KCl, Kaliumchlorid) oder Natrium (NaCl, Natriumchlorid). In dieser Form ist Chlor essenziell für jede Körperzelle. „Chlor wird mit der Nahrung überwiegend als Natriumchlorid, also Kochsalz, aufgenommen, und das nicht zu knapp“, sagt Bernd Mühlbauer, Direktor des Instituts für Pharmakologie der Universität Bremen. Er gibt zu bedenken, dass Menschen weltweit eher zu viel als zu wenig Kochsalz aufnähmen. Beispielsweise äßen nach den Daten der Ernährungsgesellschaften Männer über zehn, Frauen über acht Gramm täglich. Die nötige Zufuhr liegt bei unter einem Gramm Salz pro Tag.

Ein Chloridmangel sei extrem selten und nur durch Stoffwechselerkrankungen, Organschäden (wie etwa defekte Nieren) order irrationales Verhalten zu erklären sei, sagt Mühlbauer. Letzteres könne etwa durch eine streng Natriumlchlorid-arme Ernährung erreicht werden, was allerdings aufgrund des NaCl-Gehalts auch unbehandelter Nahrungsmittel so gut wie unmöglich sei. Zudem könne übermäßiges Erbrechen oder stärkster Durchfall zu Chloridmangel führen.

Unklar sei zudem, welche Art von Blutanalyse gemacht wurde. „Derartige Bestimmungen postmortal gelten als unzuverlässig“, sagt Mühlbauer. „Welche Körperflüssigkeit genau wurde untersucht? Wo hat die Blutabnahme stattgefunden, im Herz, in der Schenkelvene oder woanders? Waren Zelluläre Zersetzungsprozesse mit starkem Kaliumanstieg bereits eingetreten? Bestand Hypoxie mit Entgleisung des Säure-Basen-Gleichgewichts vor dem Tod?“ All diese Fragen seien relevant für die Beurteilung einer postmortalen Blutanalyse.

Wissenschaftlich gesehen sei die Feststellung, dass ein „Chlormangel” bestanden hätte und daher die Zufuhr von Chlor-haltigem Bleichmittel eine adäquate Vorgehensweise gewesen sein könnte, kompletter Unsinn, sagt Bernd Mühlbauer. Und selbst wenn es so wäre, spräche dies keineswegs gegen innere Verletzungen oder toxische Mechanismen durch Chlorbleiche als Todesursache.

Fakten-Check: Andreas Kalcker verhaftet?

Zusätzlich hatten wir Andreas Kalcker befragt, ob er tatsächlich zwischenzeitlich verhaftet worden sei, wie die argentinische Tageszeitung „La Nacion“ am 6. September berichtet hatte. Er erklärt:

„Meine Polizeilichen Führungszeugnisse finden sie auf meiner webseite https://andreaskalcker.com/sobre-mi-andreas/biografia-andreas-kalcker.html, sowohl das Deutsche als auch das Spanische zum Download. Es lag und liegt in keinem Land de Welt keinerlei Kriminelle Anzeige vor.

Bitte beanworten sie mir die berechtigte Frage warum sie nicht die Todesfälle der Pseudo- Impfungen recherchieren oder werden sie dafür nicht bezahlt?“

Die Dokumente auf der Website Andreas Kalckers sind allesamt vor September 2021 ausgestellt worden und stellen ebenfalls keinen Beleg für seine eigentliche Aussage dar. Zudem haben wir die Bestätigung der argentinischen Behörden erhalten, dass gegen Andreas Kalcker eine Anzeige vorliegt und bereits am 21. August 2020 ein Ermittlungsverfahren eröffnet wurde. Damit ist zumindest die Aussage zu den Anzeigen widerlegt.

Und eine Anmerkung: MedWatch ist ein gemeinnütziges Online-Magazin für evidenzbasierten Medizinjournalismus. Das sind unsere Ziele, finanziert werden wir durch unsere Leser, alle weiteren Einnahmen über 1000 Euro sind ebenfalls dort veröffentlicht.

Anhang: Chlordioxid – die 32 Studien Kalckers

Hier finden Sie nun die 32 Studien und Texte, die Andreas Kalcker gegenüber MedWatch angegeben hat. Wir haben diese Liste so dem E-Mail-Text entnommen, inklusive möglicher Dopplungen und Copy-und-Paste-Fehler:

1. Die Studie „Determination of the Effectiveness of Chlorine Dioxide in the Treatment of COVID-19”: Untersucht wird, ob und wie der Einsatz der Chlorbleiche bei der Behandlung von COVID-19-Patienten hilfreich sein könnte. Demnach würden Symptome und Beschwerden mit der Einnahme von Chlordioxid schneller abnehmen als bei jenen, die dies nicht zu sich nahmen.

“Chlordioxid-Studie”: Warnhinweis auf ClimicalTrials.gov

Diese Studie ist tatsächlich bereits 2020 auf der Seite ClinicalTrials.gov veröffentlicht worden. Laut dem führenden Register klinischer Studien sollte die Untersuchung aber eigentlich im Juni 2020 abgeschlossen sein. Bisher wurden keine Ergebnisse veröffentlicht.

Auf ClinicalTrials.gov findet sich dafür zudem ein Warnhinweis: „Die Sicherheit und wissenschaftliche Validität dieser Studie liegt in der Verantwortung des Studiensponsors und der Ärzte. Dass eine Studie hier gelistet wird, bedeutet nicht, dass sie von der US-Bundesregierung geprüft wurde.“

Als Sponsor der Studie ist die „Genesis Foundation“ angegeben, eine durch den Ex-Scientologen Jim Humble gegründete neue Kirche. Ein Bezirksgericht im US-Bundesstaat hatte im August 2020 ein dauerhaftes Verbot gegen mehrere Mitglieder der Kirche erlassen. Ihnen ist untersagt, Chlordioxid (MMS) zu vertreiben oder zu verkaufen. Ob die Studie deshalb pausiert?

Als Ansprechpartner für die Studie ist Eduardo Insignares Carrione angegeben. Er ist „Global Research Director“ beim Liechtensteiner „Verein für Wissenschaft und Gesundheit“. Wie das Schweizer Magazin Beobachter berichtete, ist im gleichen Liechtensteiner Verein auch Kalcker selbst tätig – als Managing Director. Wie sich der Verein finanziert, ist unklar.

Zuletzt: Die Studie hat einen entscheidenden Mangel: Es ist keine Doppelblindstudie – bei solchen wissen weder Arzt noch Patient, ob ein Medikament oder ein Placebo verabreicht wird – und nur so können unabhängige Ergebnisse erzielt werden. Daher wäre dies auch kein wissenschaftlicher Standard.


2. Als nächstes gibt Andreas Kalcker folgende Arbeit als Studie an, die die Wirksamkeit von Chlordioxid bei Corona belegen soll: „Chlorine Dioxide in COVID-19: Hypothesis about the Possible Mechanism of Molecular Action in SARS-CoV-2“. Diese „Studie“ ist – wie der Titel schon andeutet – keine Studie, sondern eine Übersichtsarbeit. Ziel sei es, „Hypothesen über den Wirkmechanismus von Chlordioxid in COVID-19 aufzustellen, indem der Wirkmechanismus in der Struktur von SARS-CoV-2 untersucht wird.“ Autoren sind wieder der oben genannte Eduardo Insignares Carrione – und Andreas Kalcker selbst.


3. Die sogenannte Studie „A New Perspective for Prevention and to Cure COVID-19 Patients: Encouraging Medical Teams to Contact Healed People Treated with Chlorine Dioxide in Solution (CDS)” ist überhaupt keine Studie. Es ist ein Artikel, mit dem „medizinische Teams aus aller Welt ermutigt werden, Kontakt mit den Patienten aufzunehmen, die bereits mit diesem löslichen Gas behandelt wurden. Sie sollen auch ihre medizinischen Teams kontaktieren, die die Studienfälle begleiten, um den tatsächlichen Gesundheitszustand der Patienten zu überprüfen.“ Und schließlich wird dazu aufgefordert, sich zu fragen, „ob CDS in ihrem jeweiligen lokalen Gesundheitsumfeld ausprobiert werden sollte.“

Veröffentlicht ist dieser Appell in keinem renommierten wissenschaftlichen Magazin, sondern in einem unbekannten Open Access-Journal: „Integrative Journal of Medical Sciences.“ Es fehlt ein Impressum; als Kontakt sind zwei Adressen angegeben, eine in den USA, die andere in Marokko. Hinter diesem Journal steckt Mediterranean Journals, ein Verlag, der zahlreiche Magazine herausgibt. Über diesen Verlag ist allerdings nichts weiter bekannt; es gibt kein Impressum oder ähnliches. Die Domain wurde erst Anfang 2021 eingerichtet.


4. Die Studie „Ogata N, Miura T. Inhibition of the Binding of Variants of SARS-CoV-2 Coronavirus Spike Protein to a Human Receptor by Chlorine Dioxide zählt zur Grundlagenforschung: In einem Reaktionsgefäß wurde ein Teil des Spike-Proteins von SARS-CoV-2 fünf Minuten lang bei Raumtemperatur mit einer Chlordioxid-Lösung behandelt. Anschließend wurde geschaut, wie gut dieses behandelte Protein an den ebenfalls isoliert vorliegenden Rezeptor ACE2 bindet. Diese Bindung ist erforderlich, damit das Virus eine menschliche Zelle infizieren kann.


In dem Experiment nahm die Bindung beider Proteine in Abhängigkeit von der Chlordioxid-Konzentration ab. Daraus schlussfolgern die Autoren der Studie, dass Chlordioxid eine geeignete Methode sei, eine Infektion mit SARS-CoV-2 zu verhindern. Manko: Es fehlt eine Negativ-Kontrolle. So ist unklar, was genau die Bindung gestört hat. Vielleicht hätte es ein Tropfen Uhu genauso gut getan.


Außerdem: Das Journal „Annals of Pharmacology and Pharmaceutics“ wird von „Remedy Publications LLC“ herausgegeben. Dieser Herausgeber steht auf der Liste der potentiellen „Predatory Journals und Publishers“. Solche Verlage veröffentlichen unter dem Anschein wissenschaftlicher Expertise, verkaufen jedoch Publikationsplatz. Oder anders ausgedrückt: In „Predatory Journals“ kann jeder veröffentlichen, solange er zahlt. Das ist mit seriöser wissenschaftlicher Forschung nicht vereinbar.

Zu guter Letzt: Die Studie wurde von Taiko Pharmaceutical finanziert, das unter anderem Chlordioxid verkauft. Das ist ein deutlicher Interessenkonflikt.


5. In dieser Studie „Efficacy and Safety Evaluation of a Chlorine Dioxide Solution” (Int J Environ Res Public Health) wurde schlicht die grundsätzliche antimikrobielle Aktivität von Chlordioxid untersucht und die Reaktion auf die Lösung an unter anderem Kaninchen getestet. Von Corona ist in der gesamten Untersuchung nicht die Rede.


6. Bei dem Beitrag „Can Chlorine Dioxide Prevent the Spreading of Coronavirus or Other Viral Infections? Medical Hypotheses.” (Physiology International 107(1):1–11., Kály-Kullai, et al.) handelt es sich nicht um eine Studie, sondern um ein sogenanntes Editorial, also eine Art redaktionellem Beitrag. Die Autoren „schlagen […] vor, die Möglichkeit der Entwicklung und Implementierung antiviraler Protokolle durch die Anwendung von hochreinen wässrigen Chlordioxid (ClO2)-Lösungen zu prüfen.“ Auch hier ist kein Beleg enthalten, dass Chlordioxid gegen Corona helfen könnte. Vielmehr sollen Hypothesen aufgestellt werden, um die Ausbreitung von Virusinfektionen mit wässrigen ClO2-Lösungen zu kontrollieren.


7. In der Studie „Effects of the Acute Rising Dose Administration of Chlorine Dioxide, Chlorate and Chlorite to Normal Healthy Adult Male Volunteers” (Journal of Environmental Pathology, Toxicology and Oncology, Lubbers, J. R., and J. R. Bianchine. 1984) wurde untersucht, wie Männer auf die  „akute Verabreichung von Chlordioxid, Chlorat und Chlorit mit steigender Dosis“ reagieren. Dabei ging es nicht um die Wirksamkeit gegen Corona, sondern um die Eignung von Chlordioxid als Wasserdesinfektionsmittel – in der Trinkwasserversorgung in den USA. Diese Arbeit ist aus dem Jahr 1984.


8. Noch zwei Jahre älter ist diese Studie: „Controlled Clinical Evaluations of Chlorine Dioxide, Chlorite and Chlorate in Man” (Lubbers, Judith R., Sudha Chauhan, and Joseph R. Bianchine. 1981, Toxicological Sciences 1(4):334–38.) Es geht – genau wie in der Studie der gleichen Autoren zuvor – um Trinkwasserdesinfektion in den USA. Dazu wurden Menschen über zwölf Wochen täglich Chlorit verabreicht und festgestellt, dass sie es gut vertrugen. Dass Chlordioxid als Desinfektionsmittel und zur Trinkwasseraufbereitung eingesetzt wird, ist bekannt.


Allerdings lag die Chlorit-Konzentration in diesen Humanstudien bei 5 mg/ml und damit etwa einhundert mal niedriger als etwa in MMS (25%).


9. In der Studie „Chlorine Dioxide Is a Size-Selective Antimicrobial Agent ” (Noszticzius Zoltán Maria Wittmann Kristóf Kály-Kullai Zoltán Beregvári István Kiss László Rosivall and János Szegedi.“, PLoS ONE 8(11):e79157.) wurde theoretisch und in der Petrischale untersucht, wie Chlordioxid sich als antimikrobieller Wirkstoff verhält. Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass „die Selektivität von ClO2 zwischen Mensch und Bakterien nicht auf ihrer unterschiedlichen Biochemie beruht, sondern auf ihrer unterschiedlichen Größe.“ Die Autoren „hoffen, dass die klinische Anwendung dieses vielversprechenden lokalen Antiseptikums in Angriff genommen wird.“


Die Studie ist aus dem Jahr 2013 und hat dementsprechend nichts mit SARS-CoV-2 zu tun.


10. Bei der Studie „Inactivation of Influenza Virus Haemagglutinin by Chlorine Dioxide: Oxidation of the Conserved Tryptophan 153 Residue in the Receptor-Binding Site.” (Ogata, Norio. 2012. Journal of General Virology) handelt es sich um eine rein mechanistische Arbeit aus der Grundlagenforschung. Gezeigt wird, wie genau Chlordioxid ein bestimmtes Protein von Influenza-Viren, Hämagglutinin, zerstört und damit die Bindefähigkeit des Virus herabsetzt.
Diese Studie hat nichts mit der Anwendung von Chlordioxid im Menschen oder mit Coronaviren zu tun.


11. Die Studie „Chlorine Dioxide and Hemodialysis” (Regulatory Toxicology and Pharmacology, Smith, Roger P., and Calvin C. Willhite. 1990) stammt aus dem Jahr 1990. Es geht um die Frage, ob Chlordioxid zur Desinfektion von Trinkwasser eingesetzt werden kann und welche Auswirkungen das vor allem auf eine bestimmte Patientengruppe hat. Dabei handelt es sich um Menschen, die sich einer Blutwäsche (Dialyse) unterziehen müssen. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass für diese Patientengruppe Vorsicht angesagt ist, die Verwendung von mit Chlordioxid desinfiziertem Wasser aber wahrscheinlich sicher ist.
Dass Chlordioxid als Desinfektionsmittel und zur Trinkwasseraufbereitung eingesetzt wird, ist bekannt. Das Chlordioxid wird in viel geringerer Konzentration eingesetzt und fortlaufend kontrolliert.

Diese Studie hat nichts mit Coronaviren zu tun.


12. Der Text „Toxicological Review of Chlorine Dioxide and Chlorite” (CAS Nos. 10049-04-4 and 7758-19-2 (September):1–49. U.S. Environmental Protection Agency) aus dem Jahr 2000 ist eine toxikologische Bewertung von Chordioxid und Chlorite als Möglichkeit der Wasseraufbereitung. Eine mögliche Wirkung von Chlordioxid gegen das Coronavirus wird logischerweise nicht behandelt.


13. Die Arbeit „Can chlorine dioxide prevent the spreading of coronavirus or other viral infections? Medical hypotheses”(Kály-Kullai, K., et al., Physiology International Physiol. Int., 2021) wurde bereits unter der Nummer 6 gelistet.


14. In der Studie „Mechanisms of inactivation of poliovirus by chlorine dioxide and iodine” (Appl Environ Microbiol. 1982 Nov) wird die Behandlung des Poliovirus mit Jod oder Chlordioxid analysiert. Das Papier stammt aus dem Jahr 1982. Es ist keine klinische Studie, die die Wirksamkeit von Chlordioxid am Menschen belegt, sondern eine Untersuchung, inwiefern behandelte Viren Zellen in einer Zellkulturschale infizieren können.


15. In der Studie „Comparative study of hyperpure chlorine dioxide with two other irrigants regarding the viability of periodontal ligament stem cells” (Clin Oral Investig. 2021 May) werden verschiedene Chemikalien auf ihre Eignung als Mundspülung untersucht. Eine zahnmedizinische Mundspülung wird nicht heruntergeschluckt, sondern dient der Desinfektion des Mundraums, beispielsweise bei Entzündungen.
Es ist keine klinische Studie , die die Wirksamkeit von Chlordioxid am Menschen belegt, sondern eine Untersuchung von Zellen in Zellkulturschalen. Diese wurden verschiedenen Chemikalien ausgesetzt und dann geschaut, wie die isolierten Zellen auf diese reagieren.


16. In der Studie „Denaturation of protein by chlorine dioxide: oxidative modification of tryptophan and tyrosine residues“ Epub 2007 Mar 31) schaut sich ein Wissenschaftler die antimikrobielle Wirkung von Chlordioxid an isolierten Proteinen an und kommt zu dem Ergebnis, „dass Mikroben durch ClO2 aufgrund der Denaturierung von Proteinen, die für ihre Integrität und/oder Funktion entscheidend sind, inaktiviert werden und dass diese Denaturierung hauptsächlich durch kovalente oxidative Modifikation ihrer Tryptophan- und Tyrosinreste verursacht wird.“
Das bedeutet, dass Chlordioxid Proteine zerstört, indem es sie oxidiert. Das ist bekannt, denn schließlich ist Chlordioxid ein Oxidationsmittel.


Diese Studie hat aber weder etwas mit der Anwendung im Menschen noch mit Coronaviren zu tun.


17. In der Studie „Chlorine dioxide as a possible adjunct to metabolic treatment” ( J of cancer treatment and diagnosis, Schwartz, Laurent. (2017)) wird die Behandlung zweier Krebspatienten mit bisher nicht erprobten Mitteln wie Chlordioxid gegen Krebs besprochen. Neben Chlordioxid veränderten beide Patienten massiv ihre Ernährung und nahmen zudem weitere Chemikalien ein. Dennoch kommt der Autor zu seinem fraglichen Fazit: „Es ist unsere (wenn auch unbewiesene) Hypothese, dass Chlordioxid zu einer Ansäuerung des alkalischen pH-Werts von Krebszellen in Tumorzellen führt.“ Die Wirkung von Chlordioxid gegen das Coronavirus wird nicht thematisiert.


18. In der Studie „MRSA eradication using chlorine dioxide“ (J Bacteriol Mycol Open Access, Georgiou G.) geht es um die Anwendung von verschiedenen Verdünnungen von Chlordioxid (hier MMS, Natriumchlorit-Lösung, 25%, welche mit 4% Salzsäure aktiviert wird) sowie CDSplus auf MRSA (Methicillin-resistente Staphylococcus aureus, also Bakterien). Es ist keine klinische Studie, die die Wirksamkeit von Chlordioxid am Menschen belegt, sondern eine Untersuchung von Zellen in der Petrischale. Weiteres Manko: Für die Tests gab es keine Kontrollexperimente, die Aussage ist daher fragwürdig.


19. In der Untersuchung „Inactivation of Enteric Adenovirus and Feline Calicivirus by Chlorine Dioxide” (Thurston-Enriquez, J.A., Applied and Evironmental Microbiology, June 2005) wird die Anwendung von Chlordioxid auf zwei Virentypen getestet: Einmal das Adenovirus Typ 40 (AD40) und das Katzen-Calicivirus (FCV). Die Viren wurden behandelt und anschließend wurde geschaut, ob und wie gut sie Zellen in Zellkulturschalen infizieren.
Diese Studie wurde durchgeführt, um die Wirkung von Chlordioxid als Desinfektionsmittel für Wasser zu testen. Demnach handelt es sich um keine klinische Studie am Menschen und hat zudem nichts mit Coronaviren zu tun.


20. In dem Bericht „Coronavirus Chlorine Dioxide” (Part 1 A Versatile, High-Value Sterilant for the Biopharmaceutical Industry, Barry Wintner, Anthony Contino, Gary O’Neill. BioProcess International December 2005) geht es um die Anwendung von Chlordioxid als Desinfektionsmittel bei der Herstellung von Biopharmazeutika, also zur Dekontamination von etwa Bioreaktoren. Auch hier: Die Aussagekraft der Untersuchung, ob Chlordioxid für den Gebrauch im Menschen geeignet ist, geht gen null.


21. „Feline Calici Virus Chlorine Dioxide, Part 1 A Versatile, High-Value Sterilant for the Biopharmaceutical Industry” (Barry Wintner, Anthony Contino, Gary O’Neill. BioProcess International December 2005) ist die gleiche Studie wie angegebene Untersuchung unter #20.


22. Bei der Untersuchung „Protective effect of low-concentration chlorine dioxide gas against influenza A virus infection” (Ogata N, Shibata T.,  J Gen Virol. 2008 Jan) handelt es sich um eine Mausstudie, also Grundlagenforschung. Die Tiere wurden Chlordioxid als Gas ausgesetzt, und zwar 15 Minuten lang. Wurden sie gleichzeitig Aerosolen mit Influenza-A-Viren ausgesetzt, infizierten sie sich nicht.
Das ist  keine Studie am Menschen und hat weder etwas mit der Einnahme von Chlordioxid-Lösung noch mit Coronaviren zu tun.


23. „Six-month low level chlorine dioxide gas inhalation toxicity study with two-week recovery period in rats” (J Occup Med Toxicol. 2012;7:2, Akamatsu A, Lee C, Morino H, Miura T, Ogata N, Shibata T.) Wie in Studie 22: Chlordioxid wird als Gas mit antimikrobieller Wirkung verwendet. Die Untersuchungen wurden über sechs Monate an Ratten durchgeführt. Danach kommen die Forscher zu dem Ergebnis, dass diese Behandlung nicht toxisch für die Tiere gewesen sei.

Das ist eine keine Studie am Menschen und hat weder etwas mit der Einnahme einer Chlordioxid-Lösung noch mit Coronaviren zu tun.


24: Bei diesem Beispiel für eine angebliche Wirksamkeit von Chlordioxid gegen Corona: Effect of chlorine dioxide on the prevention of adhesion formation in pelvic surgery”( Doctoral dissertation. UNAM Dr. José Mancera Andrade Mexico 2014) handelt es sich um eine Doktorarbeit aus Mexiko, verfasst im Jahr 2014. Diese ist nicht öffentlich einsehbar und deshalb auch nicht von uns zu bewerten.
Der Titel lautet übersetzt allerdings: „Effekt von Chlordioxid bei der Vermeidung von Verwachsungen in der Beckenchirurgie.“ Coronaviren dürften da keine Rolle spielen.


25. Die „Study on the resistance of severe acute respiratory syndrome-associated coronavirus” (J Virol Methods, Wang XW, Li JS et al., 2005 Jun) widmet sich der Bestimmung der Stabilität des Coronavirus SARS-CoV(-1) in Fäkalien, Urin und Wasser. Natriumhypochlorit und Chlordioxid wurden als Möglichkeit der Inaktivierung von SARS-CoV in Abwasser getestet und zeigten sich effizient.
Es geht hier also um die Desinfektion von Wasser und wässrigen Lösungen. Über eine Anwendung im Menschen steht in diesem Beitrag nichts.


26. In der Studie „Investigation on virucidal activity of chlorine dioxide. experimental data on feline calicivirus, HAV and Coxsackie B5.” (J Prev Med Hyg., Zoni R, Zanelli R, Riboldi E, Bigliardi L, Sansebastiano G. , 2007 Sep;48(3)) wurden erneut Tests mit Viren und Chlordioxid durchgeführt, in Reaktionsgefäßen und in Flüssigkeiten – aber ohne lebende Zellen. Es gibt demnach weder eine Aussage zur Anwendung im Menschen noch in der Kombination mit SARS-CoV-2.


27. In der Studie „Host-virus interaction: The antiviral defense function of small interfering RNAs can be enhanced host microRNA-7 in vitro“, (Zhang, Xiaoying & Liu et al.. (2015). Scientific Reports. 5. 9722. 10.1038/srep09722) handelt es sich ebenfalls um Grundlagenforschung in Zellkulturen. Die Studie hat nichts mit Chlordioxid zu tun, sondern mit siRNAs (kleine interferierende RNAs), die die virale Replikation hemmen.


28. In der Studie „As a Non-Toxic Antimicrobial Agent for Virus, Bacteria and Yeast“ (Candida Albicans)”. Int J Vaccines Vaccin 2(6): 00052, Young RO (2016) Chlorine Dioxide (CLO2)) gibt es eine Übersicht über aktive Sauerstoffspezies, unter anderem Chlordioxid, aber auch Ozon, Hypochlorit, Periodate. Solche Verbindungen spielen bei der zellulären Abwehr von infektiösen Mikroorganismen eine Rolle. In genau diesem Kontext werden sie auch in dieser Übersichtsarbeit vorgestellt, also als Teil der Immunabwehr des Körpers. Dort werden jedoch alle aktiven Sauerstoffspezies punktgenau und in passenden Konzentrationen eingesetzt, da ein systemisches Freisetzen unweigerlich zum Tod des Menschen führen würde.
Dazu schreiben die Autoren etwa „Der Nachweis, dass CLO2 für Bakterien, Pilze und Viren zytotoxisch ist, wird durch Daten erbracht, die seine Wirksamkeit als Desinfektionsmittel (außerhalb des Körpers) belegen.“

Außerdem wird angesprochen, an welchen Organismen die Wirkung von Chlordixoid bereits erforscht wurde, beispielsweise am Epstein-Barr-Virus (EBV). Es wird auch eine klinische Studie vorgestellt, an der 1207 Patienten teilnahmen und mit Dioxychlor behandelt wurden (Referenz #46 der Studie: Bradford RW (1996) Clinical Management of Epstein-Barr Virus/CFIDS.). Auf die Ursprungsstudie wird auch verwiesen, sie ist aber nicht öffentlich auffindbar. So ist die detaillierte Durchführung unklar. Die Studie ist nicht im renommierten Register Pubmed gelistet.


29. Die Studie „Kinetics and mechanism of bacterial disinfection by chlorine dioxide“ (Appl Microbiol. 1967, Benarde MA, Snow WB, Olivieri VP, Davidson B.,Mar;15(2)) stammt aus dem Jahr 1967. Die Autoren schreiben: „Es werden Überlebensdaten für einen fäkalen Stamm von Escherichia coli vorgelegt, der drei Konzentrationen von Chlordioxid bei vier Temperaturen ausgesetzt war.“ Damals ging es um die Kinetik,– also den zeitlichen Ablauf von chemischen Reaktionen – auf  molekularer Ebene und den Mechanismus, wie Chlordioxid E. coli tötet. Hier werden ausschließlich Bakterien Chlordioxid ausgesetzt – SARS-CoV-2 ist bekanntermaßen ein Virus. Außerdem handelt es sich nicht um eine klinische Studie, bei der Menschen Chlordioxid trinken.


30. Es ist kein Zugriff auf die eigentlichen Inhalte der Studie „Chlorine dioxide inhibits the replication of porcine reproductive and respiratory syndrome virus by blocking viral attachment“ (Infect Genet Evol. 2019 Jan.) möglich.

Getestet wird laut Zusammenfassung Chlordioxid als Desinfektionsmittel bei dem sogenannten „Porcine reproductive and respiratory syndrome virus“ (PRRSV), also einem Schweinevirus. Analysiert wurde, wie Chlordioxid in Zellkulturen die Infektionen der Zellen mit dem Virus hemmt. Der Versuch lief in vitro ab, also in der Zellkulturschale. Die Wirkung von Chlordioxid gegen das Coronavirus wird nicht behandelt.


31. In der Studie „Chlorine Dioxide Gas Sterilization under Square-Wave Conditions” (Jeng, D. K. and A. Woodworth Applied and Environmental Microbiology 56 (1990): 514 – 519.) geht es um die Sterilisation von Umweltproben mit Chlordioxid-Gas. Vor allem die Wirkung auf Sporen wird getestet; die Tests laufen in Klimakammern ab. Die Wirkung von Chlordioxid gegen das Coronavirus wird nicht behandelt.


32. In der Studie „Effects of Chlorine Dioxide on Oral Hygiene – A Systematic Review and Meta-analysis”( Curr Pharm Des. 2020; Kerémi B et al. ) werden – wie in Studie Nr. 15 – Chlordioxid-haltige Mundspülungen in der Zahnhygiene und Zahnmedizin getestet.


Es handelt sich um eine sogenannte Meta-Studie; das heißt, dass nach Studien zum Thema gesucht wurde, um diese zu analysieren. Insgesamt 364 Artikel fanden die Autoren  in Datenbanken, für die Erstellung der Meta-Analyse berücksichtigten sie aber nur fünf, diese waren vom Goldstandard für Studien: sogenannte RCTS, also randomisierte kontrollierte Studien. Ergebnis: „Chlordioxid reduziert sowohl die Plaque- und Gingiva-Indizes als auch die Bakterienzahl in der Mundhöhle ähnlich wie andere routinemäßig verwendete Mundspülungen, allerdings sind die Belege für dieses Ergebnis sehr begrenzt.“
Coronaviren kommen in dieser Analyse nicht vor.

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5 Kommentare zu „Andreas Kalcker behauptet, Chlordioxid helfe gegen Corona. Was sagen seine Studien?

  1. Guten Morgen, vielen Dank für den Fact-Check Andreas Kalcker. Eine Bitte für mein Verständnis: als in Trinkwasser in niedriger Konzentration aufgelöstes CDL ist es demnach harmlos für den Menschen. Ist es richtig, dass CDL bei der Reinigung von Blutkonserven zwingend vorgeschrieben ist ? Wenn ja: welche Studien liegen dieser Vorgehensweise zugrunde ?
    Herzlichen Dank !
    Henryk

    1. Guten Morgen Herr Egetemayer,

      vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gern beantworte.

      Chlordioxid ist ein Oxidationsmittel, welches für die Trinkwasserzubereitung zugelassen ist. Dafür gibt es gültige Grenzwerte, die je nach Ausgangsstoff variieren.

      Wir planen, demnächst einen detaillierten Text zu (zugelassenen) Anwendungsmöglichkeiten von Chlordioxid zu erstellen, inkl. gesetzlicher Grenzwerte, möglicher Konzentrationen für eine Anwendung und mögliche Ausgangsstoffe. Die Frage nach der Verwendung in Blutkonserven nehme ich gern in die Recherche auf.

      Viele Grüße
      Sigrid März

  2. In Eurem Update unter dem Artikel vom 9.9. wird behauptet, Kalcker sei in Argentinien “verhaftet” worden. Jetzt soll er plötzlich wieder “in der Schweiz” leben und er beantwortet sogar Anfragen?

Wir freuen uns über kritische Kommentare, Feedback und Vorschläge. Wir bitten darum, Kommentare sachlich zu halten und auf Beleidigungen zu verzichten – und behalten uns vor, Kommentare ansonsten nicht zu veröffentlichen. Bitte belegen Sie Ihre Aussagen nach Möglichkeit auch mit Links oder anderen Verweisen. Wir prüfen alle Kommentare vorab und schalten sie frei - insbesondere am Abend oder am Wochenende geschieht dies teils zeitverzögert. Besten Dank und schöne Grüße vom MedWatch-Team!

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