Інформація для українців Mit Tieren auf der Flucht

Hauptbahnhof Berlin: Helfer waren auf Tiere, die Menschen auf der Flucht mitbringen. (Foto: Karin E. Lason)
Hauptbahnhof Berlin: Helfer warten auf Tiere, die Menschen auf der Flucht mitbringen. (Foto: Karin E. Lason)

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Fürsorglich in einen kleinen Rucksack, Transportkäfig oder einfach in die Jackentasche gesteckt, kommen Haustiere derzeit mit ihren Besitzer:innen aus der Ukraine nach Deutschland. Für Mensch und Tier gelten zwar erleichterte Einreisebedingungen und auch Deutschland hat die Empfehlung der EU-Kommission umgesetzt, bestimmte Regeln hinsichtlich der Tollwut vorübergehend ruhen zu lassen. Dennoch gibt es ein paar Vorsichtsmaßnahmen gegen die in weiten Teilen Europas bereits getilgte Krankheit.

Tollwutschutz für Hunde, Katzen und Frettchen

Wer mit Heimtieren aus der Ukraine in Kontakt kommt, sollte besonders auf Hygiene achten. Äußere Anzeichen und Symptome lassen nicht erkennen, ob Tollwut im Spiel ist oder die traumatische Flucht neurologische Störungen verursacht. Therapieversuche nach Tollwutverdacht sind bei Tieren übrigens verboten. Wenn die Krankheit einmal ausgebrochen ist, führt sie unweigerlich zum Tode.

Es gilt nun auch hier: Testen und Impfen, baldmöglichst.

  • Falls das Haustier bei seiner Ankunft aus der Ukraine noch nicht gegen Tollwut geimpft ist, soll es zunächst per Mikrochip gekennzeichnet werden und anschließend eine Impfung mit einem zugelassenen Tollwutimpfstoff erhalten. Die StIKo Vet empfiehlt die Impfung gegen Tollwut für Hunde, Katzen und Frettchen.
  • Ist ein Haustier nicht eindeutig gekennzeichnet, gilt es als ungeimpft.
  • Zur Dokumentation der Tollwutimpfung wird idealerweise ein europaweit gültiger Heimtierausweis ausgestellt – besonders sinnvoll für Flüchtende auf der Durchreise.
  • Bei eindeutig gegen Tollwut geimpften Haustieren, soll per Antikörpertiter der Immunstatus bestimmt werden. Ist der Titer ausreichend hoch, muss nicht nachgeimpft werden.
  • Geimpfte Haustiere sind bei den zuständigen Veterinärämtern anzumelden.

Demnächst sollen die wichtigsten Informationen auch auf Ukrainisch vorliegen.

Tollwutimport unwahrscheinlich  

Im letzten Jahr gab es in Deutschland genau einen diagnostizierten Fall von Tollwut bei Haustieren. Ein Hund aus illegalem Welpenhandel, der ungeimpft aus Südosteuropa nach Bremen gebracht wurde. Im selben Jahr registrierten die ukrainischen Behörden 109 Hunde und 130 Katzen mit Tollwut. Dennoch ist es extrem unwahrscheinlich, dass ein ungeimpftes Haustier die Krankheit mit sich bringt, wie das für Lyssaviren zuständige Nationale Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut aktuell berechnete. Für geimpfte Hunde sei die Gefahr demzufolge weitestgehend zu vernachlässigen.

Käme ein ansteckendes Tier dennoch hier an, könnte es auf nicht mehr ausreichend geschützte Haustiere treffen, wie die Tierärztekammer Berlin in einer aktuellen Mitteilung vermutet. Denn: Aufgrund der Covid-19-Pandemie wurde weniger gereist; ein wichtiger Grund, seine Tiere gegen Tollwut impfen zu lassen, fiel somit weg.  

Hilfe für Tiere allenthalben

Tierärzt:innen kümmern sich europaweit auch um Nutz-, Zoo- und Wildtiere, die in den Kriegsgebieten der Ukraine zurückgelassen werden mussten. Oft werden sie dabei von freiwillig Helfenden maßgeblich unterstützt. Am 4. März ging eine Webseite des Europäischen Tierärzteverbands FVE online, die Hilfe von und für Tierärzte und deren Tiere koordinieren soll.

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    3 Kommentare zu „Mit Tieren auf der Flucht

    1. Ich bin erstaunt darüber wie gut die freiwilligen Mitarbeiter organisiert sind. Es ist toll, dass jedes Haustier, dass nicht geimpft ist eine Tollwutimpfung bekommt. Gibt es an den Empfangsstellen dahingehend auch eine Beratung über die Impfung der Tiere?

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