Mangelernährung in Kliniken Krankenhausessen beeinflusst Heilungschancen – oftmals zum Schlechten

Ein abgedeckter Teller auf einem Tablett einer Station eines Krankenhauses. Foto: dpa
Ein abgedeckter Teller auf einem Tablett einer Station eines Krankenhauses. (Foto: dpa) Ein abgedeckter Teller auf einem Tablett einer Station eines Krankenhauses. (Foto: dpa)

Jeder vierte Krankenhauspatient ist von Mangelernährung betroffen. Die Folgen – mehr Komplikationen, schlechtere Heilungsverläufe, höhere Sterblichkeitsraten – sind wissenschaftlich gut beschrieben. Politisch wird das Problem hingegen weitgehend ignoriert. Dabei gibt auch die Corona-Pandemie Anlass, dies zu ändern.

Als die US-amerikanische Agentur für Forschung und Qualität im Gesundheitswesen (AHRQ) im Oktober vergangenen Jahres ihre große systematische Review zum Thema Mangelernährung in Kliniken vorlegte, sah sie vieles klar belegt: Dass mangelernährte Patient:innen, die aufgrund einer schwerwiegenden Erkrankung ins Krankenhaus müssen, mit schlechteren Heilungsverläufen rechnen müssen. Dass es bei ihnen häufiger zu Komplikationen kommt. Dass sie länger in der Klinik bleiben müssen und die Sterblichkeitsquote unter ihnen im Vergleich zu gut Genährten größer ist, auch dafür fand die US-Behörde deutliche Hinweise. Studien aus 20 Jahren hatte sie dafür ausgewertet.

Mangelernährung im Krankenhaus: Jeder vierte betroffen

In Deutschland hatte die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) 2019 versucht, das Thema Mangelernährung bei Patient:innen in Krankenhäusern in die öffentliche Diskussion zu bringen. Dies sei ein „relevantes Gesundheitsproblem“ mit „gravierenden Folgen“, warnte sie. Auch deshalb, weil es sich keineswegs um ein Randphänomen handelt. Am „Nutrition Day“ 2018 der gleichnamigen Initiative zur Untersuchung der Ernährungssituation in Kliniken hatte die DGE für einen Stichtag Informationen über 767 Patient:innen in 48 deutschen Krankenhausstationen ausgewertet. Mehr als 35 Prozent der Patient:innen stufte sie anhand internationaler Kriterien als mangelernährt ein. Immer wieder taxieren Studien den Anteil der Patient:innen mit einem erheblichen Risiko für Mangelernährung auf ein Viertel aller Klinikpatient:innen oder sogar mehr.

Zu den Folgen einer Mangelernährung – dazu zählen erhöhte Infektanfälligkeit, gestörte Wundheilung, längere Genesungsprozesse, erhöhte Sterblichkeit – gibt es eindeutige Befunde. Die österreichische Ernährungswissenschaftlerin Angelika Beirer wertete für eine 2021 veröffentlichte Übersichtsarbeit die weltweite Forschung zum Thema Mangelernährung und Krebs aus. Sie kommt auf dieser Basis zu dem Schluss, dass bei bis zu 20 Prozent der verstorbenen Krebspatient:innen nicht ihre Erkrankung, sondern Mangelernährung die Todesursache ist. Andere Studien kamen teilweise zu noch höheren Anteilen.

Krankenhausessen: Der „Elefant im Raum“

Für den US-amerikanischen Onkologen Declan Walsh ist dieses Thema in der Krebsmedizin der „Elefant im Raum“: Alle wissen, dass er da ist – doch niemand kümmert sich so richtig um ihn. Die Beobachtung lässt sich auf viele andere medizinische Bereiche übertragen. Neben Tumorerkrankten sind besonders Menschen mit Magen-Darm-Erkrankungen und Patient:innen der Geriatrie (Altersmedizin) von Mangelernährung betroffen. Bei Älteren, denen es oft an ausreichend Eiweiß fehlt, kommt es häufiger zu Stürzen und funktionellen Einschränkungen, auch sie sterben unabhängig vom Alter häufiger im Krankenhaus als Normalgenährte, wie eine vor wenigen Monaten veröffentlichte Auswertung der Hochschule Esslingen nahelegt.

Essen im Krankenhaus: Kartoffeln, Schnitzel, fertig. (Foto: dpa)

Kurzum: Das Thema Mangelernährung in der Klinik sei „essenziell für Millionen Patient:innen“, komentiert Martin Smollich, Professor für Pharmakonutrition am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein – „und trotzdem bei keiner Partei auf der politischen Agenda.“

Das war keineswegs immer so. Im Jahr 2003 verabschiedete der Europarat eine Resolution, in der er die Zahl mangelernährter Krankenhauspatient:innen als „inakzeptabel“ bezeichnete. Im Anhang: eine lange Liste dringender Empfehlungen, was gegen das Problem zu tun sei. Was wurde daraus, bald 20 Jahre danach?

Das Bundesgesundheitsministerium hat dazu „keine Erkenntnisse“, teilt es auf Anfrage mit. Politischen Handlungsbedarf sah es bisher ohnehin nicht: „Für die Verpflegung im Krankenhaus sind die Kliniken im Rahmen ihrer Organisationshoheit selbst verantwortlich. Eine gesunde und patientenorientierte Verpflegung erscheint insoweit als Aspekt, bei dem sich die Krankenhäuser im Wettbewerb um die Patientinnen und Patienten in eigenem Interesse engagieren“, hieß es Mitte 2020, noch unter Leitung des CDU-Politikers Jens Spahn, in einer Antwort des Ministeriums auf eine parlamentarische Anfrage. Den Positionen habe es „heute nichts hinzufügen“, erklärt eine Sprecherin auf MedWatch-Anfrage im Januar 2022, verwies dabei aber auch auf die noch kurze Amtszeit der neuen Regierung und darauf, dass die Priorität bei der Pandemiebekämpfung liege.

Mangelernährt: Ein Risikofaktor bei COVID-19

Doch gerade für die Pandemiebekämpfung ist das Thema von Bedeutung: Erste Studien deuten darauf hin, dass Mangelernährung ein Risikofaktor für schwere COVID-19-Verläufe ist. Aus Sicht der Europäischen Gesellschaft für klinische Ernährung und Stoffwechsel (ESPEN) gehören mangelernährte Menschen zu den Personengruppen mit der höchsten Sterblichkeit an COVID-19, weshalb sich die Gesellschaft für ein konsequentes Screening und eine Integration von Ernährungstherapie in die Behandlung ausspricht. Zur Rolle von Mangelernährung in der Pandemie erklärt das Bundesgesundheitsministerium abermals: „Dazu haben wir keine Erkenntnisse.“

Die Verbände verlangen Veränderungen vom Medizinstudium bis hin zur klinischen Praxis. So sollen Hochschulen Lehrstühle für Ernährungsmedizin einrichten und die bisher nur rudimentär vorkommenden Ernährungsinhalte stärker in die Curricula bringen – die Bundesvertretung der Medizinstudierenden sekundierte jüngst in einem Positionspapier. Bis hin zu den Ärzt:innen fehlt in vielen Gesundheitsberufen die Kompetenz für Ernährungsbelange.

Fachgesellschaften sind da weiter. Nicht nur aktuell bei COVID-19-Erkrankten fordern sie ein konsequentes Ernährungsmanagement an den Kliniken, sondern seit Langem grundsätzlich. „70-80 Prozent aller Krankheiten haben eine Ernährungsursache, einen Ernährungshintergrund oder eine ernährungstherapeutische Konsequenz“, heißt es in einem Papier des Bundesverbandes Deutscher Ernährungsmediziner (BDEM), der Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM) und der Deutschen Akademie für Ernährungsmedizin (DAEM). (Lesen Sie auch unser Interview mit Johann Ockenga. Er ist Direktor der Medizinischen Klinik II am Klinikum Bremen-Mitte, Kongresspräsident der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM) und Mit-Verfasser mehrerer Leitlinien zur klinischen Ernährung)


Milliardenkosten im Gesundheitssystem: Schaffte es das Thema Mangelernährung im Krankenhaus einmal prominent auf die politische Agenda, gaben vor allem ökonomische Gründe den Anlass. Wie 2009, als eine internationale Konferenz auf Einladung der tschechischen EU-Ratspräsidentschaft das Ziel ausgab, Mangelernährung zu „stoppen“.

Zuvor hatte Olle Ljungqvist, damaliger Präsident der Europäischen Gesellschaft für klinische Ernährung und Stoffwechsel (ESPEN), eine Schätzung veröffentlicht, der zufolge Mangelernährung in den europäischen Gesundheitssystemen jährliche Kosten von mindestens 170 Milliarden Euro verursache. Für diese Angabe hatte der Chirurg britische Daten hochgerechnet. Exakte Daten gibt es bis heute nicht. 2007 schätzte die Unternehmensberatung Cepton in einer industrienahen Studie die im deutschen Gesundheitssystem anfallenden Kosten mit neun Milliarden Euro. Der größte Teil – fünf Milliarden Euro – entstehe demnach in den Kliniken infolge höherer Behandlungskosten und längerer Aufenthalte. Weshalb es für die Krankenhäuser sogar betriebswirtschaftlich vorteilhaft sein dürfte, in Ernährungstherapie zu investieren: Mit vergleichsweise überschaubarem Ressourceneinsatz ließen sich Aufenthaltsdauern verkürzen und die Kosten für die aufwändigere Behandlung mangelernährter Menschen senken.


Für eine Verankerung der Ernährungstherapie im zur Krankenhausfinanzierung angewandten Fallpauschalensystem (DRG) und verbindliche Leistungsbeschreibungen spricht sich gegenüber MedWatch auch der Verband der Diätassistenten (VDD) aus. Patient:innen müssten auf Mangelernährung gescreent, die Verpflegung auf die individuellen Bedarfe angepasst werden: Darin sind sich viele Verbände einig.

Aus Sicht des VDD müsste in jeder Klinik eine eigene Abteilung für das Ernährungsmanagement zuständig sein – nach dem Vorbild der Physiotherapie. Wie dort sollen Ärzt:innen zudem auch im ambulanten Bereich bei Bedarf Verordnungen für Ernährungstherapie ausstellen können, so dass diese zur Kassenleistung würde: „Nur so kann die Mangelernährung dort, wo sie meist entsteht – nämlich im häuslichen Umfeld – nachhaltig bekämpft werden“, so VDD-Präsidentin Uta Köpcke.

Fünf Euro für Lebensmittel am Tag

Die Tendenz ist eher gegenläufig. An den Kliniken heißt es Kosten sparen: Einer Befragung des Deutschen Krankenhausinstituts zufolge gaben sie 2018 rund fünf Euro pro Tag und Person für Lebensmittel aus – preisbereinigt 14 Prozent weniger als noch 2006. Verbindliche Qualitätsvorgaben für die Verpflegung fehlen. Auch die Stellen für Diätassistent:innen gehen deutlich zurück. Bei der von der DGE ausgewerteten Stichtagsuntersuchung von 2018 meldeten gerade einmal fünf der 48 teilnehmenden Stationen, dass sie entsprechende Stellen vorhielten.

Am Nachweis des medizinischen Nutzens fehlt es dabei nicht. Kompetente Ernährungsteams können mit einer auf die individuellen Bedürfnisse der Patient:innen eingestellten Ernährung das Wohlbefinden und die Heilungschancen der Erkrankten verbessern, ihre Leidenszeiten verkürzen und die Überlebenschancen erhöhen. Das belegt eine Schweizer Studie. Für die im Fachjournal The Lancet publizierte Untersuchung hatte die Forschergruppe zwischen 2014 und 2018 mit rund 2.000 Patient:innen an acht Kliniken in der Schweiz eine Interventionsstudie durchgeführt. Die Patient:innen waren mit unterschiedlichen Diagnosen – Infektionen, Krebs, Herz-Kreislauf-, Magen-Darm-, Lungen-, Nieren- oder Stoffwechselerkrankungen – in die Klinik gekommen und zeigten zudem Anzeichen von Mangelernährung.

In der Studie erhielt eine Hälfte der Erkrankten die übliche Krankenhauskost. Bei der anderen Hälfte stimmten Diätassistenzen die Verpflegung gezielt auf die individuellen Bedürfnisse ab, insbesondere bei der Kalorienmenge, dem Eiweißanteil und Nährstoffgehalt, und sie berieten die Menschen. Das zeigte Wirkung: In der Gruppe mit Ernährungstherapie hatten die Menschen nach 30 Tagen ein um 21 Prozent niedrigeres Risiko für schwerwiegende Komplikationen oder eine deutliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes als jene Patient:innen, die die übliche Krankenhauskost erhielten.

Ernährungstherapie senkt Sterblichkeit

Trotz des kurzen Zeitraums der Intervention konnte eine Umstellung der Ernährung bereits in den wenigen Tagen des Klinikaufenthaltes einen Unterschied ausmachen – im Zweifel einen entscheidenden: In der Schweizer Studie waren nach 30 Tagen zehn Prozent der Menschen, die mit üblicher Krankenhauskost versorgt wurden, verstorben. Aus der Interventionsgruppe traf dies „nur“ auf sieben Prozent zu. Das Risiko, in diesem Zeitraum zu sterben, war mit Ernährungstherapie also um 35 Prozent verringert. Im Zweifelsfall könnte eine konsequente Intervention also über Leben oder Tod entscheiden.

Ein Schluss, den die US-Agentur für Forschung und Qualität im Gesundheitswesen teilt. In ihrer Review bestätigt sie die „Hinweise darauf, dass auf Mangelernährung ausgerichtete, vom Krankenhaus initiierte Maßnahmen die Sterblichkeit wahrscheinlich verringern und die Lebensqualität im Vergleich zu herkömmlich versorgten Patienten verbessern könnten.“

Dennoch adressiert der Koalitionsvertrag des Ampelbündnisses die Problematik der Mangelernährung in Kliniken nicht. „Die Umsetzung und die entsprechende Finanzierung der Verbesserung von Ernährung im Krankenhaus und in Pflegeeinrichtungen wurden nicht konkret vereinbart“, teilt die stellvertretende Fraktionschefin der Grünen im Bundestag, Maria Klein-Schmeink, auf Anfrage mit. „Diese Fragen werden im Zuge der Ernährungsstrategie behandelt werden.“ Eine solche ist bis 2023 angekündigt.

Im Vertrag gibt es noch einen weiteren Anknüpfungspunkt: In der Gemeinschaftsverpflegung will die Koalition die Qualitätsstandards der DGE als Standard „etablieren“. Was damit gemeint ist, ob die Ampel die Empfehlungen für eine ausgewogene Kost in Kliniken zur gesetzlichen Pflicht erklären möchte, bleibt offen – auch nach Anfrage bei allen Koalitionsparteien.

„Ja, die DGE-Standards sollen verbindlich eingeführt werden“, sagt zwar Katja Pähle, SPD-Fraktionschefin im Landtag von Sachsen-Anhalt und federführende Unterhändlerin ihrer Partei für die Gesundheitspolitik im Koalitionsvertrag. Zwischen den Ampelpartnern gebe es jedoch „nur im Grundsatz“ eine Verständigung darauf – welche Einrichtungen gemeint sind, „ist im Detail noch zu klären“. Aus Sicht von Pähle sollten Krankenhäuser und Pflegeheime dazu gehören: Sie wolle sich „gerne dafür einsetzen“.

Redaktion: Nicola Kuhrt, Angela Bechtold


Hinweis: Martin Rücker ist Autor des Buchs „Ihr macht uns krank“, das im ECON-Verlag erscheint.


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    50 Kommentare zu „Krankenhausessen beeinflusst Heilungschancen – oftmals zum Schlechten

    1. Vielen Dank für diesen super interessanten Artikel. Sehr gut wäre es, wenn insgesamt umfassender dieser Bereich unter die Lupe genommen würde. Der Aspekt von vernünftiger und gesunder Ernährung für einen Menschen mit einer Erkrankung war wahrscheinlich bei der älteren Generation ganz natürlicher Weise eher im Blick! So unter dem Motto: “Junge/Mädchen, iß noch einen Happen, damit du wieder schnell zu Kräften kommst!”

      Dass solche Grundwahrheiten und Grundsätzlichkeiten offenbar im Zuge des Sparwahnsinns im Gesundheitswesen und im Zuge von akademischer Arroganz so negiert wird, lässt tief blicken, wie sehr sich dieses System sich vom Menschen entfernt hat.

      Jeder von uns erinnert sich gewiss nur zu gut, wie typischer Weise das “Zeugs unter dem grauen Deckel” ausschaut, so dass einem grauen kann, überhaupt den Deckel hochzunehmen. – Ach ja, zum Schluss: Es müsste auch Mal untersucht werden, wie es sich zudem auswirken würde, wenn mehr Freundlichkeit und Herzlichkeit einziehen würde! Mit einem Wort: Wenn es zu einem Ende damit käme, dass der Patient nur eine Abrechungsposition im Kliniks-Alltag ist. Da kann man dem deutschen Gesundheitswesen und besonders den Krankenhäusern nur eines wünschen: Gute Besserung!

    2. Das erlebt mein Mann gerade. Er hatte ein Leber- und Nierenversagen und bekam nach der
      künstlichen Flüssignahrung sofort volle Kost vorgesetzt. Wie soll sich da die Leber wieder erholen!! Wenn ich den Zugang hätte, würde ich täglich das Essen zu den Mahlzeiten bringen,
      damit er wieder zu Kräften kommt. Traurige Tatsache, der Bericht bestätigt das.

    3. Man müsste den Vorschlag unterbreiten, künftig alle Krankenhauspatienten nur mehr vegan zu ernähren. Dann würden sich mit einem Schlag ganz viele Menschen mit und ohne Halbwissen für das Thema Ernährung in Krankenhäusern interessieren und “Mangelernährung” schreien. Vielleicht könnte dann eine Diskussion entstehen, die auch bei der Politik ankommt, und es gäbe endlich besseres Essen für Leute, die es dringend brauchen. Frisches Gemüse, vitaminreiche Hülsenfrüchte. (Aber ich mach mir nicht zu viele Hoffnungen.)

        1. Bei Hülsenfrüchten kommt es auf die Zubereitung an …. die Blähstoffe gehen schon beim Einweichen ins Wasser und beim Kochen ins Kochwasser …

      1. Es ist schon schwierig veganes Essen in manchen Kliniken zu bekommen. Bei m einen letzten Austhalt bestand das vegane Essen aus fettigem Brotaufstrich (Palmfett zum größten Teil) Morgens und Abends. Das Mittagessen war einfallslos und lieblos.
        Zudem wurde immer wieder Laktoser freier Joghurt oder ander Milch Produkte dazu gestellt.
        Mit dem Thema vegane Ernährung kommen die Kliniken nicht zurecht.
        Demnächst steht ein Reha Aufenhalt an bin gespannt wie es sich dort verhält.
        Eine gesunde ausgewogene Ernährung zum genensen ist wicht , das haben die Chinesen schon vor hunderten von Jahren erkannt.

    4. Vielen Dank für diesen Artikel, weil er die Wahrheit aufzeigt. Armes Deutschland. Kranke Menschen, Menschen mit Behinderung, alte Menschen werden in diesem Land mit dem absolut nur Nötigsten verorgt, es sei denn, der Patient ist ein Mensch erster Klasse. Und natürlich wird am Essen fleissig gespart. Wenn man diese Pampe überhaupt Essen nennen kann. Jedes Zootier bekommt gesündere Nahrung. Essen hält Leib und Seele zusammen, wird von jedem Arzt bestätigt. Gilt allerdings nicht für deutsche Krankenhäuser. Frische und gesunde Ernährung, wie sie heute täglich uns um die Ohren und Augen geworfen wird, gilt nicht für Krankenhausnahrung. Wir sollten uns schämen, in einem so reichen Land so eine arme Versorgung den Menschen zuzumuten, die eh schon gebeutelt sind durch das Schicksal Krankheit. Ich arbeite mit kranken und schwerbehinderten Menschen und kenne das Leid über unerträgliche Krankenhauserfahrungen.

    5. Mein Eindruck ist, dass leider das Thema Ernährung generell bei den Ärzten nicht besonders gut geschult ist und sich hier gravierende Wissenslücken auftun. In meinem Umfeld habe ich viele Menschen mit Krankheiten beobachtet die teilweise oder vollständig durch eine bessere Ernährung zu heilen wären oder wenigstens doch die Heilungschancen leicht bis stark erhöhen könnten. Ohne Studien sind solche Aussagen leider kaum zu belegen aber ich bin fest davon überzeugt und stelle bei mir selbst fest, dass ich nach einer Ernährungsumstellung kaum noch an Erkältungskrankheiten leide, selbst wenn das eigene Kind eine Erkältung mitbringt. Darüber hinaus fühle ich mich insgesamt gesünder, wacher und geistig fitter als vor der Umstellung auf eine stark pflanzlich geprägte Ernährung.

      Statt ständigen Berichten über Corona Schwurblern oder High-Society escapaden sollten solche Themen wesentlich öfter beleuchtet werden, da dies vielen Menschen ein besseres Leben ermöglichen könnte.

      Für die Zukunft würde ich mir wünschen, dass gesunde Ernährung zum Pflichtfach in der Schule wird über mehrere Jahre und das gerade Hausärzte verpflichtend auch immer auf das Thema Ernährung hinweisen müssen um die Menschen auf ein riesieges Heilungspotenzial aufmerksam zu machen. Stattdessen subventionieren Krankenkassen Zuckerpillen die zum Erdkern hin geschüttelt werden müssen um Heilenergie zu erhalten….

    6. Ich bin noch nicht in dem Alter wo ich an das Sterben denke. Aber man sollte sich schon überlegen, ob man den letzten weg in so einer Einrichtung gehen möchte. Es ist doch nicht nur die Ernährung, die Bedingungen sind insgesamt Menschenverachtend. Es muß endlichen ein verbindlicher Personalschlüssel in Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen festgelegt werden. Die Versorgung der Alten mit so wenig Personal funktioniert nur Mangelhaft. Es nützt auch nichts wenn es gutes Essen gibt, aber kein Pflegepersonal Zeit hat, den Pflegebedürftigen mit Ruhe und Aufmerksamkeit beim Essen zu unterstützen.
      Was versteht man unter Verwahrlosung?
      „Verwahrlosung” bezeichnet einen Zustand, in dem die Mindesterwartungen, die die Gesellschaft an eine Person, ein Tier oder eine Sache stellt, nicht erfüllt sind. (Google)

    7. Die verpflichtende Implementierung von Ernährungsteams in Krankenhäusern und Senioreneinrichtungen sowie eine adäquate ambulante Ernährungsversorgung müssen endlich auf den Weg gebracht werden. Die Fortführung von Ernährungstherapie (Zusatznahrung, enterale und parenterale Ernährung) nach der Entlassung aus dem Krankenhaus ist unterfinanziert. Auch hierüber muss gesprochen werden.
      Ernährungsexperten gibt es – Oecotropholg*innen, Ernährungswissenschaftler*innen und Diätassistent*innen. Ärzte müssen wissen, dass sie diese Unterstützung benötigen und Ernährungstherapie mehr als die Verordnung von Nahrung und das Auftischen von Essen ist. Hier sind strukturierte Beratungsprozesse erforderlich, da auch das Verhalten der Patienten geändert werden muss. – Es ist immer zu bedenken: Ernährung ist ein Grundbedürfnis jedes Lebewesens.

    8. Hallo liebes MedWatch-Team!
      Oh ja, da legt Ihr den Finger in die Wunde. Aber nicht nur die Qualität des Essens, auch die Art der Zubereitung und der “Verabreichung” spielen eine große Rolle. Ich habe mehrere Jahre lang in der Hauswirtschaft eines großen Klinikums gearbeitet. Dort ging der Trend hin zur Essensvorbereitung am Morgen oder Mittag, das Abendessen z. B. wurde dann in Kühlwagen bis zum Abend gekühlt um dann nur noch von natürlich zahlenmäßig reduziertem Personal husch husch verteilt werden zu müssen…Folge: das Brot war kalt und viele Patienten, gerade ältere, essen es nicht. Oder fühlen sich dann gehetzt, weil die Essensdame nach 25 min schon wieder abräumen will (was diese ja muss um den Zeitplan einhalten zu können) und lassen es dann zurückgehen…Es gibt Isolierzimmer mit schwerkranken Patienten, wo wir das Essen nur vor die Tür stellen durften, reinbringen sollten es die Pflegekräfte…das funktionierte nicht immer gut…In punkto Krebspatienten hätte hier meiner Meinung nach eine Extra-Küche Extra-Essen für die sehr speziellen Ansprüche kochen müssen, mit flexiblen Angeboten, wo man sofort auf den heutigen Appetit und den Zustand reagieren könnte und nicht drei Tage im Voraus das Essen vorbestimmen. Aber je größer der Dings, desto schwerer zu organisieren der Bums. Da zählt das Bedürfnis des Einzelnen nix mehr. Und diese Kühlwagen sind halt wirtschaftlicher als 2 oder 3 zusätzliche Küchenfeen, die oh Gott womöglich noch lächeln.
      Ich wills hier gut sein lassen, armes Deutschland….

    9. Joah, und es geht ja nicht nur um die Mangelernährung. Ich war mit einem Colitis ulcerosa Schub im Krankenhaus. Ich vertrage dabei nur recht wenige Lebensmittel so halbwegs und viele machen es nur noch sehr viel schlimmer.
      Ich habe im KKH trotz Menüauswahl fast nichts gefunden das ich hätte essen können. Eine Magen-Darm Schonkost glutenfrei, hülsenfrüchtefrei und ohne Fertigprodukte wie Fertigsaucen mit Grossküchenhilfsstoffen gab es nicht. Dabei ist es total einfach. Frisch gedünstetes Gemüse wie Kürbis, Kartoffeln, Karotten, Zuccini mit Rapsöl, etwas frisches Kartoffelpüree und ein Stück Fisch oder Geflügel. Oder ein deftiger Gemüseeintopf frisch gekocht. Frisch zu bereitet und OHNE Fertigprodukte mit potentiell unverträglichen E Inhaltsstoffen . Ich mach mir sowas zuhause jeden Tag, das ist jetzt auch nicht teuer.
      Ich hab mir da dann so Flüssignahrung geben lassen weil das Essen so ein Desaster war. Ich meine, man kommt da mit einer Durchfallerkrankung hin und soll diesen ungesunden Frass essen? Soll das ein Witz sein?
      Und übrigens habe ich auch kein Problem wenn ich für jeden Tag da einen Verpflegungspauschale zuzahlen muss. Ich brauche im KKH kein komplett kostenloses Essen.

    10. Ich bin aus religiösen Gründen Vegetarierin. Da sieht es nochmal schlechter aus, denn oft wird der Fleischanteil einfach weggelassen. Man hat nicht nur noch weniger Qualität auf dem Teller, sondern auch noch weniger Quantität.

    11. Als meine Mutti pflegebedürftig wurde, habe ich das wahre Gesicht der “Pflege” kennengelernt. Nach einem leichten Schlaganfall haben ihr die Sparmassnahmen den Rest gegeben. Es gab in der Klinik trotz ihrer Diabetes fast ausschliesslich Kartoffeln, Schweinefleisch und Fertigsossen. In der unterbesetzten Geriatrie haben sie meine Mutti solange alleine auf der Toilette sitzengelassen, bis sie gestürzt ist. Natürlich war sie noch geschwächt, hatte ausserdem arthritische Finger und noch Schwindelanfälle nach dem Schlaganfall. Dadurch also der Oberschenkelhalsbruch mit über 80, ein Geschenk der Imlandklinik Rendsburg. Danach sass sie dann die letzten Jahre im Rollstuhl und war kaum noch ansprechbar. Die Imlandklinik wurde auf meine Anfragen noch patzig, aber da musste meine Mutter ins Pflegeheim und da gabs nur noch Kartoffeln, Schweinefleisch und Süssspeisen. Für eine Diabetikerin im Rollstuhl mit Arthrose. Die Herren Investoren wollen ja verdienen, da verfüttert man dann den letzten Billigdreck und wenn zwei Pflegende oder weniger für 30 Senioren verantwortlich sind, sind NICHT die Pflegekräfte verantwortlich. Die können sich nur zerreissen und schaffen es nicht…. So geht Deutschland mit seinen Alten um…… aber Gier schliesst eine menschenwürdige Betreuung leider aus…

    12. Vielen Dank für diesen Artikel! Er bringt viele sehr wichtige Themen auf den Punkt.
      Leider ist Ernährungstherapie und die Verpflegung schwerkranker Menschen immer noch ein sehr unterschätztes Thema – auch unter uns Ernährungsberatern gibt es leider immer noch zu wenige, die sich mit den einzelnen Krankheiten und mit der Ernährungstherapie einer Mangelernährung befassen. Schwerpunkt liegt meistens immer noch auf Übergewicht und Abnehmen.
      Während Menschen mit einem Wochenendkurs in Ernährung reich mit ihrem Halbwissen werden, hoffen wir studierten und zertifizierten Fachkräfte immer noch auf die vollständige Kostenübernahme der Krankenkassen.
      Denn: “[…] Verordnungen für Ernährungstherapie ausstellen können, so dass diese zur Kassenleistung würde […]” ist schlichtweg falsch! Ernährungstherapie wird, wenn überhaupt, von den Krankenkassen nur bezuschusst! Jeder meiner Patienten muss meine Rechnungen selbst zahlen und bekommt höchtens einen Anteil erstattet. Dies hindert viele daran eine qualifizierte Fachkraft auszusuchen… Auch mit Erkrankungen bei deinen es ohne eine adäquate Ernährungsberatung gar nicht geht (z. B. nach einer Gastrektomie). Es ist traurig, dass Ernährung zwar überall im Fokus steht, aber der Therapienutzen sichtlich immer noch nicht erkannt und annerkannt wird!
      Das muss sich ändern!
      Aber so lange ich im Klinikalltag zu hören bekomme “Der Patient hat gut gegessen!” wobei er/sie nur ein viertel Brötchen mit Marmelade zum Frühstück geschafft hat, sind wir noch seeehr weit von einem Bewusstsein für Mangelernährung entfernt.
      Hier hilft nur Aufklärung, Aufklärung, Aufklärung!

    13. Hallo,

      ja das kann ich nur bestätigen. Ich ging 2017 zweimal ins Krankenhaus und nach einem 4-tägigen Aufenthalt hatte ich schon 3 Kg abgenommen.
      Wenn es eine Tütensuppe und Pudding gibt, kann das nicht nahrhaft sein.
      Ich wollte einen Apfel, weil ich die täglich zu Hause esse. War kein Apfel aufzutreiben!
      Einmal gaben Sie mir 3 Tage hintereinander nur Kartoffelpüree mit Soße.

    14. Interessant in diesem Zusammenhang und selbst erlebt: Die Beihilfe für Beamte zahlt nicht für Ernährungsberatung durch Ernährungswissenschaftler(innen) sondern nur durch Diätassistent(inn)en. Das gilt auch dann, wenn es medizinisch angezeigt ist, aber diese Einschränkung ist erst einmal billiger. Langfristige Folgen werden ausgeblendet.

    15. Da wäre es eventuell eine Untersuchung wert, ob Adipositas dann gar kein Risikofaktor bei Covid ist, sondern dies nur so scheint, weil adipöse Menschen häufiger eine (schlechte) Diät (=zeitweilige Mangelernährung) machen als nicht adipöse Menschen?

      Oder weil Mangelernährung im Krankenhaus durch entsprechend “normalisierte” Kost, ähnlich wie auch die bereits angesprochene (schlechte) Diät, das Risiko hospitalisierter adipöser Patienten erhöht?

    16. Als im Gesundheitswesen Beschäftigte seit 1985 bin ich so fassungslos und ärgerlich, dass dieses Thema so konsequent ignoriert wird bei fast allen Beteiligten. ..auch Ärzten. Das Thema Ernährung als Basis für gesundes Leben und als eigentlich “Basismedikament” kommt auch im Studium nur marginal vor. Angeblich gute Ernährung wird “scheinbar” ? von den Interessen der sogenannten Lebensmittelindustrie diktiert…anzunehmen auch von denen der Pharmaindustrie. Aber wer würde da Nachforschungen und Beweiserbringung finanzieren können/ wollen ? In den Stationsküchen der ländlichen Psychiatrischen Kliniken konnte gekocht werden-als Teil der lebenspraktischen Behandlungen- das bewahrte die Beteiligten (meist türkische Pat.) vor dem Klinikessen. Kommentar eines der wenigen Kollegen, die Klinikessen aßen: “Meine Frau kann auch nicht kochen…” Berechtigter Kommentar der Küche: “was sollen wir mit knapp 5 Euro am Tag anstellen?… ” Nach aussen durch den zuständigen kommunalen Klinikverbund : Hier wird vollwertig gekocht-wir wurden ausgezeichnet ! Man könnte darüber lachen, wenn es nicht so erst wäre.

    17. Ich war wegen offener Wunden am Bein ein Monat im Winterbergkrankenhaus Saarbrücken ,ein Monat in der Reha Sonnenbergkliniken ,ein Monat Geriatrische Rehaklinik St.Ingbert und habe während dieser Zeit 12 kg abgenommen ,vorher 62 jetzt 50kg. Ich bin nur noch ein Gerippe ,das den ganzen Tag Hunger hat und zu Hause jetzt wieder auf die
      Beine kommen und laufen lernen will.

    18. Absolut wichtig dieser Artikel: Seit langem vermisse ich in der Schulmedizin die Prävention. Und Ernährung, das meiner Meinung nach wichtigste Element wird bisher mit Füßen getreten. Verdient die Pharmalobby von gesunden Menschen vielleicht zu wenig? Es wird Zeit, diesen Missstand zu beenden!

    19. Der Artikel bestätigt die Situation der letzten 30 Jahre in deutschen Krankenhäusern
      Das Essen spielt im deutschen Krankenhaus nur eine untergeordnete Rolle . Es wird nicht zum Kerngeschäft gezählt. Meistens wird die Patientenverpflegung über den Preis an den billigsten Dienstleister vergeben. Ernährungsberatung findet meistens nicht mehr statt. Das Verhalten wird durch Abrechnungssystem mit den Krankenkassen und steuerlich durch den Staat noch gefördert. Durch fehlendes Fachwissen der Krankenhausleitungen reduziert sich die Patientenversorgung auf den Preis. Der verantwortliche Arzt wird von den Verantwortlichen nicht mehr gehört. Es finden zu wenig Kontrollen statt.Es sind zu viele die vom schlechten Essen profitieren.

    20. Ist leider immer noch so, dass die Ärtze dies nicht als ihre Aufgabe ansehen. Oft haben sie auch schlicht keine Ahnung von der Materie. Es wird viel Geld für immer mehr Technik in den Krankenhäusern ausgegeben aber ein paar Euro für gute und vor allem richtige Ernährung sind nicht drin. Bei einem Aufenthalt von 5 Tagen sind das verschwindend geringe Mehrkosten. Und für 15 Euro pro Tag könnte schon viel Schaden verhindert werden. Aber solange sich die Ärtze von der Verwaltung diesen wichtigen Behandlungsbereich abnehmen lassen wird sich daran sicher nichts ändern.

    21. Als Kassenpatientin mit der Erfahrung mehrfacher Krankenhausaufenthalte in den letzten Jahren kann ich das Problem nur bestätigen. Dabei ist nicht nur Sonderkost wie notwendige Diäten ein Problem. Das ganz normale Essen, das einem in den meisten Kliniken vorgesetzt wird, hat oft nichts mit Lebensmitteln zu tun.
      Beispiel: In einem städtischen Krankenhaus hatte eine Zimmernachbarin, die schon ein paar Tage da war, das Glück, dass ihre Tochter um die Ecke wohnte. Diese kam jeden Abend mit einem Henkelmann und versorgte so ihre Mutter. Das kannte ich bis dahin nur aus Erzählungen afrikanischer Freunde aus ihrer Heimat. Ich selber ernährte mich zwei Tage lang von Bananen vom Kiosk und drang auf schnellste Entlastung. Ich bin nicht heikel, achte aber bei meiner Ernährung auf Ausgewogenheit und Qualität.
      Als Patientin eines Belegarztes in einer Privatklinik erging es mir sehr viel besser. Das Essen war solide Catering-Kost. Dieselbe Erfahrung machte ich in der Reha-Klinik. Es geht also!
      Das Thema “Ernährung Wehrloser in Krankenhäusern” muss lauter vertreten werden. Und wenn es nicht anders geht: Benutzen wir das Kostenargument. Die Leute werden schneller gesund, die Verweildauern werden kürzer.
      Aber klar, das erreicht man natürlich auch, wenn Leute wie ich die Flucht antreten und auf eigene Verantwortung ihre Entlassung unterschreiben.

    22. Die Qualität der Speisen bemisst sich nicht nur an der Qalität des Wareneinsatzes, sonder auch immens am Personal, die die Gerichte hoch qualitativ herstellen sollen. Die Löhne in dem Bereich für Fachkräft und Helfer sind unterirdisch und stehen nicht für Qualität.

    23. Zufällig stieß ich auf diesen Artikel, der mir aus dem Herzen spricht. Als Mund-, Kiefer- Gesichtschirurg war ich viele Jahre an einer Uni- Klinik in Mitteldeutschland angestellt, auch schon zu DDR-Zeiten.

      Man kann den Wert der Krankenhauskost garnicht hoch genug einschätzen. In den “guten, alten Zeiten ” gab es auf “unserer” Station eine Küchenfrau, die für die Zubereitung der verschiedenen Diätessen verantwortlich war. Sie spielte eine zentrale Rolle in der Krankenbetreuung und unser ehemaliger Chefarzt war klug genug, Montags vor der Visite bei ihr anzufragen, welcher Patientin es gut und Welchem schlecht ginge.

      Gerade die zurückgeworfene Situation in einem Krankenhaus fördert die soziale Isolation und das Gefühl, ausgeliefert zu sein. Die Nahrungsaufnahme spielt in diesem Prozess eine zentrale Rolle. Ich wage zu behaupten, dass ein “Rührei ausser der Reihe” oder ein “Löffel Sahne an den Pudding ” heilungsfördernde Eigenschaften haben, auch das gute Wort der Köchin am Krankenbett, die einfache Zuwendung, das Umsorgen, die Erinnerung an Oma und Kindsein…

      Alle diese Dingen haben wir hinter uns gelassen, der Krankenhausbetrieb ist zur Maschinerie geworden und gehorcht den Gesetzen der Marktwirtschaft. Dass es darin eigentlich um Menschen geht, die unsere Liebe, Hingabe und Fürsorge brauchen, wurde vergessen. Sicher sind die jetzigen Bedingungen nicht überall gleich schlecht. Aber, das wirkliche Interesse am kranken Individuum und die grundsätzliche Bereitschaft, die Betroffenen zu heilen, aufzurichten und ihnen beizustehen, kann man nicht verordnen. Daher wäre die Umgestaltung der Krankenhauslandschaft eine Aufgabe für alle Menschen unseres Landes.

      1. Sehr richtig und gut kommentiert. Wir müssen zurück zu den “kleinen” Kliniken, zu “unseren” Stationen und Küchendamen, nicht zu einer Fließbandmaschinerie im großen Stil.
        Aber die Privatisierung und der Zwang zur Wirtschaftlichkeit verhindert hier eine so nötige Rückkehr der Menschlichkeit

      2. Ich habe die “Umgestaltung “in Krankenhäusern in meiner frühen Berufszeit wehrlos miterlebt, von der caritativen Einrichtung hin zum anonymen , gewinnbringenden Wirtschaftsunternehmen, incl.”Drehtür Medizin Richtung Entmenschlichung” der ICE codierten “Fälle”. Wo Patienten zu Kunden und Ärzte zu Dienstleistern mutierten. auch unsere Küchen- Nana wurde aus Kostengründen vom Fließband Tablettsystem ersetzt wurde, schluss mit einem Löffel Sahne oder Rotwein mit Ei und Traubenzucker plus Streicheleinheiten. Ökonomie und Effizienzsteigerung statt Empathie, Es war natürlich nicht alles besser, aber jetzt selber öfters Patientin, erlebe ich die Defizite hautnah, weshalb ich dieser eklatanten Fehlentwicklung gerade einen Roman nachspüre.Hajo

    24. Interessant. Auch ich habe da so meine Erfahrungen machen können. Vorallem wenn man länger im Krankenhaus ist, macht sich das in der Tat schnell auch körperlich bemerkbar. Glücklich jene Patienten, die regelmäßig Besuch bekommen können und dann mit frischer Kost versorgt werden. Oft ist dann aber nichteinmal ein Patientenkühlschrank vorhanden. Richtig arg wird es gar, wenn man bestimmte Nahrungsmittel auch noch meiden muss oder schlichtweg einfach nicht mag. Aber das gute Ernährung in unserem Land nicht wertgeschätzt wird, liegt ja leider nicht nur im Gesundheitssystem offen da und ist der eigentliche Skandal. Man schaue sich nur die Sätze bei Grundsicherung und Harz IV an. Dort werden auch nur 4,85€ pro Tag für Lebensmittel eingeplant. Und wenn der Monat mal 31 Tage hat, sind es eben nur 4,69€. Ich hatte in meiner REHA mal eine Diätberatung und anhand aktueller Preise von 2017 schon ausgerechnet, dass ich dafür mindestens 8€ benötigen würde. Jetzt würde das wahrscheinlich eher bei 10€ liegen, wenn man von einer “normalen” gesunden Ernährung ausgeht. Und auch bei den unteren Lohnstufen ist es wohl kaum möglich, da heißt es oft Miete zahlen oder Essen. Allgemein zieht es sich eben so durch. Auch haben die Menschen oft überhaupt keinen Plan, wie man sich ausgewogen ernährt, selbst wenn das Geld dafür da wäre. Aber um auf das Thema Krankenhausessen zurück zu kommen, ich habe selbst schon erlebt, wie Patienten einfach nur noch einen Brechreiz bekamen, wenn der Deckel hoch ging. Oft lag das allerding nicht nur an den Zutaten, sondern eher daran wie es verarbeitet wurde und auch das lange warm halten, bei bestimmten Lebensmitteln zu einem Geruch führt, der das Frühstück auch gleich wieder hoch treibt. Da kann man nicht gesund werden.

    25. Ich, tätiger Küchenmeister und Selbstständig im Gastgewerbe und außer Haus Service, mit den steten Anspruch die Zubereitung so schonend als möglich und Jahreszeitlich zu liefern.
      Wenn eine Krankenhausverpflegung mit Tagessätzen von 5 -7,00 €/ Wareneinsatz fürFrühstück Mittagessen und Abendessen in der Kalkulation als überbordender Kostenpunkt gesehen wird könnte der Gedanke auftauchen bei Tagessätzen für den Tagesaufenthalt von ca. 450,00 € und mehr was dabei falsch läuft.
      Eine sorgfältige bereitete Kost, attraktiv mit Wahlmöglichkeiten dient der schnelleren Gesundung und spart richtig da die Verweildauer gesenkt werden kann.
      Dieses Thema haben sehr häufig mit Köchen, die in KH beschäftigt sind, in unserem Kochverein diskutiert. Dort wurden dann Wahlmenüs mit unterschiedlichen Berücksichtungen auf die Krankheiten bzw. den Betroffenen eingeführt und sehr positiv aufgenommen.
      Übrigens hat mich einer der größten Einzelhändler 2010 gebeten eine Angebot abzuliefern die Mittagsverpflegung seiner Mitarbeitenden für 1,90 € zuzubereiten. Ich hab mit der Begründung abgelehnt das ich diesen Wunsch als Körperverletzung betrachte.
      Leider habe ich keine Antwort auf mein “Angebot” erhalten.

    26. Ich bin Diabetiker Typ II und war zwei Tage im Krankenhaus weg einer OP. Da ich nur Flüssignahrung zu mir nehmen durfte, konnte ich mir Suppen aussuchen, die ich dann nicht bekommen haben. Ich bekam morgens, mittags und abend widerlich süße Puddingsuppen, Schoko oder Vanille und Gries…Auf die Bemerkkung das ich doch aber Diabetiker sei, bekam ich die Antwort…”Wir haben nichts anderes, dann essen sie dann zu Hause wieder gesund.” Unfassbar. Aber was nützt der Artikel, wenn sich nicht ändert.
      Auch in den Seniorenheimen das Essen…nicht in allen, aber das wo meine Mutter ist…Mangelernährung zu 150 % und teilweise ungenießbar. Die Bewohner müssen ja essen was sie kriegen. Aber das kann es nicht sein, wenn ein Heimplatz bei Pflegestufe 3 4.200 € kostet.

    27. Im Jahr 2000 war ich zur Behandlung in einem deutschen Krankenhaus: das Essen dort war eine Katastrophe.
      2009 / 2010 hatte ich mehrere Aufenthalte in 2 Krankenhäusern in Wien: das Essen jeweils wie vom Chefkoch eines Sternerestaurants (ich esse eigentlich nicht Alles, aber bei den Österreichern hat’s im Krankenhaus echt geschmeckt).
      Wenn ambulante Nachuntersuchungen im Krankenhaus anstanden bekam ich jedesmal, wenn die Wartezeit in die Mittagszeit hineinreichte ein komplettes Menü im Wartebereich serviert, obwohl ich nur Kassen- und nicht Privatpatient war.
      Nicht nur medizinisch, hygienisch (die putzen im Krankenhaus wie die Weltmeister), sondern auch kulinarisch verdienen diese Krankenhäuser in Wien mindestens *****!

    28. Liebes “Medwatch-Team”! Alle inhaltlich wahren Kommentare sind seit Jahren
      bekannt!! Einmal mehr ist klar erkennbar, dass sich viele ihren Frust von der
      Seele schreiben. Nur: Wen “juckt” das? Aber: “Steter Tropfen höhlt den Stein.”
      Wie wäre es, wenn die Kommentare regelmäßig an die mächtigen Entscheider aus Politik, Krankenkassen und Krankenhäuser gemailt würden?
      Jedenfalls werde ich die Kommentare – ohne jede weitere Kritik – meiner KK vorlegen.

    29. Wie sagte ein leitender Arzt im Karl Olga Krankenhaus Stuttgart zu mir als ich meinen schwerkranken Lebensgefährten besuchte: ” Bringen Sie ihm bitte täglich Essen mit, mit dem was es hier gibt kann man nicht gesund werden !” Im Bett nebenan lag ein Mann der so sediert war daß er nicht mal wirklich mitbekam daß es Essen gibt. Nachdem ihm einen ganzen Tag das Essen hingestellt wurde und wieder abgeräumt ohne, daß er einen Bissen gegessen hatte haben mein Lebensgefährte und ich ihn beim Essen unterstützt. Als wir die Klinikleitung darauf aufmerksam machten hieß es, daß für die Essenausgabe 1 Euro-Jobber über einen externen Dienstleister eingesetzt würden die nur die Tabletts austeilen und abräumen aber sonst mit der Station und den Ärzten und Schwestern sonst keinen Kontakt haben und aus der Küche bekäme man auch keine Rückmeldungen. Sprich niemand bekommt mit ob und wieviel ein Patient überhaupt isst.

    30. Ich war ein halbes Jahr in Spital und Reha. Wenn man da nicht in einer gewissenZeit das Essen einnimmt, holen sie es unverrichteter Dinge wieder ab, ohne Kommentar. Ich habe da 26 Kilo verloren. Auf die Reklamationen meinerseits reagierte keiner, bis ich den Küchenchef ans Bett befahl. Dann ging es plötzlich. Hat man aber dafür keine Kraft mehr, ist das anscheinend egal, was du zur dir nimmst. Ich bin – obschon recht teuer – gottseidank privat versichert.

    31. Ich war wegen eines Arbeitsunfalls im vergangen Jahr ein paar Tage in einer Essener Klinik. Die Verpflegung dort war sehr gut. Schon am ersten Tag kam eine Ernährungsberaterin die mit mir die Essenspläne für die nächsten Tage besprochen hat und dabei auch auf meine Nahrzungsmittelintolenz Rücksicht genommen hat. (Ich war keine Privatpatientin mit Vorzugsbehandlung)
      Das Essen war frisch und lecker. Da kann ich mich wirklich nicht beschweren. Mit mir auf den Zimmer jedoch lag eine hochbetagte alte Dame, die eingeliefert worden ist, weil sie in ihrer Wohnung umgefallen ist. Die bekam auch immer ihr Essen gebracht, hat dann zweimal drin rumgepickt und dann wurde der Rest wieder mitgenommen.
      Ich konnte sie durch gutes Zureden dazu bewegen wenigstens immer eine halbe Schnitte Brot und mal einen Pudding zu essen, aber eigentlich hätte da vom Pflegepersonal immer jemand aufpassen müssen, dass sie auch ausreichend isst.
      Wenn so jemand dann “eingeht wie eine Primel” ist das kein Wunder. Die Schwestern waren sehr bemüht, aber ein normaler Klinikalltag lässt leider keine Zeit, um einen Patienten in der Hinsicht ordnungsgemäß zu versorgen. Wenn man dann ohne Angehörige oder mitfühlende Mitpatienten ist, ist es traurig bestellt…..

    32. Ehrlich gesagt wundert es mich nicht,dass die Ernährung im Krankenhauszu Mangelerscheinungen führt.
      Meine eigene Erfahrung zeigt, das das Essen – vor allem Abends in Sachen Auswahl, Qualität – und wichtiger noch – Geschmack sehr zu wünschen übrig lässt.
      vieles davon lässt sich mit Kompromissen hinsichtlich der Essgewohnheiten der Patienten und wirtschaftlichen Zwängen erklären. Wenn aber selbst die Krankenpfleger*innen sagen, dass sie das Essen nicht gut finden und sich, statt überzälige Mahlzeiten zu essen, lieber Pizza liefern lassen, ist das schon deutlich. Leider hat ein*e Patient*in, diese Möglichkeit nur bedingt und muss sich nach dem Krankenhausaufenthalt zuhause erst einmal wieder stärken – oder im Vorfeld genug eigenes Essen mitbringen bzw. den Besuch – so dieser denn zulässig ist- darum bitten, etwas “vernünftiges” mitzubringen.

    33. Ich war erst vor Kurzem in der ortsansässigen Uniklinik zur Hirn-OP. Ich fragte vorab, mit welcher Art Salz das Essen gekocht würde, da ich kein Jodsalz zu mir nehmen darf. Es wurde jedenfalls mit Jodsalz gekocht, obwohl doch gewisse Schilddrüsenerkrankungen, bei denen Jodsalz eher nicht angesagt sind, heutzutage relativ häufig sind. Es bleibt einem aber einfach nichts anderes übrig. Das schlimmere jedoch: Mir wurde einmal der Kaumuskel komplett durchschnitten während der OP. Ich konnte also nicht kauen, geschweige denn überhaupt den Mund weiter als einen Millimeter öffnen. Es gab für mich also 6 Tage lang nichts zu essen, die Tabletts gingen genauso wieder wie sie kamen. Zusätzlich habe ich mich 6 Nächte lang – vermutlich u.a. weil ich täglich jede Menge Schmerzmittel auf leeren Magen genommen habe. So toll ich die Gesundheitsversorgung Deutschlands im Vergleich zu anderen Ländern finde – im Krankenhaus heilt man nicht. Ich bin so unendlich froh, dass ich diese OP mit 29 Jahren hinter mich bringen musste. Ich habe in der einen Woche knappe 10kg abgenommen. Man mag sich nicht vorstellenwie es älteren/gebrechlicheren Menschen geht, die nicht so schnell wieder auf die Beine kommen.

    34. Als ich wegen einer schweren Lungenembolie acht Tage im Krankenhaus war, wurde mir im Durchschnitt jeden Tag eine Mahzeit aufgrund von organisatorischen Problemen verweigert, weil ich irgendwo auf dem Gang stand oder es irgendwie verschlampt wurde. Wegen der Coronasituation durfte ich auch keinen Besuch empfangen. Selber aufstehen konnte ich am Anfang lange nicht. Ich musste mir regelrecht Essen von Freunden über den Empfang ins Zimmer schmuggeln lassen, um mich ausreichend verpflegen zu können.

    35. Schafft endlich die DRG ab und gestaltet Krankenhäuser als reine non-Profit-Organisationen mit Kostendeckungsprinzip! Wenn Bundeswehr, Polizei und Feuerwehr non-Profit-Organisationen sein können, dann muss das für Krankenhäuser auch gelten!

    36. Also, das liest sich alles wie Folterkammer-Berichte.
      Aber es scheint auch anders zu gehen, auch auf einer geriatrischen Abteilung in Berlin.
      Ich hatte mir das Krankenhaus mit einem Uni-Internetanschluß ausgewählt und meine Niere nicht dabei gefragt, ich blieb auch jetzt über Weihnachten dort.
      Das Essen bei B. Franklin war immer o. k., auch abwechslungsreich. Ja und weil ich gerne noch ‘ne Joghurt esse habe ich die täglichen RationEN des Nachts manchmal noch vergrößern dürfen. I ch war ein “stinknormaler” Kassenpatient.
      Klar ist alles auch immer ein Echo-Prinzip. Natürlich gab es eine große Verwunderung, weil ich als Achtzigjähriger eines Tages verlangte zwei Stunden nicht gestört werden zu wollen, weil ich eine Vorlesung an der nahen Universität hatte – als Uralter.
      Aber ich habe auch gehört, daß Patienten nicht mehr wüßten, daß man “bitte” und “danke” sagen könnte. Auch mein langsames essen, das wurde immer respektiert.
      Wahrscheinlich sind immer “beide Seiten” schuld.
      Ich hätte mich jedenfalls deutlich bemerkbar gemacht ! ! !
      Aber ich bin ja auch ein alter Mann, der noch immer wie selbstverständlich den Damen in die Mäntel hilft und die Türen aufhält und ähnliches a u c h andererseits erwartet !

      1. Lieber K-P Baumann,
        Leider nein, es sind nicht immer beide Seiten schuld. Und es ist auch keine Frage der Höflichkeit der Patienten. Wir haben alle den gleichen Fraß bekommen, egal ob wir uns gut oder schlecht benommen haben.
        Ich bat im Kreiskrankenhaus in RT, nachdem es immer nur Schwammbrot mit Billig-Wurst oder Billig-Käse zum Frühstück und zum Abendessen gab, mal um etwas “Frisches”. Die Schwester hat bedauert, dass es für mich weder Obst, noch Gemüse oder Salat gab. Aber es sei leider nicht zu ändern, denn ich hätte keinen Diabetes.
        Einmal bekam ich mein Mittagessen (Kartoffeleintopf, wieder mit Wurst) gefroren serviert. Zum Glück war ich nur 3 Tage dort, denn früher oder später wäre ich dort vom Essen krank geworden.

    37. Mein Vater hatte einen Darm OP . Ihm wurde nach einer Darmkrebsdiagnose ein Stück Darm entfernt am darauffolgenden Tag bekam er Wurstsalat zum Abendbrot.. Für mich war das unbegreiflich… Wurst, Zwiebeln Essig… unglaublich

    38. Als eines Tage zwei „Hübsche“ mit einem „Fahrrad“ im Krankenzimmer ankamen, um mich zu „trainieren“, ergab es sich, daß die Damen das französische Display nicht auf Deutsch umstellen konnten. Ich mußte ja nicht mit meinem Französisch prahlen und hatte aber beim nächsten Mal den Zusatzfilm aus „Jour de fête“ auf meinem Mac parat, um zu zeigen, wie in den 40-igern radelnde Postboten in Frankreich geschult wurden. Den Streifen habe ich auch anderen auf der Station gezeigt; denn Lachen erleichtert vieles auf beiden Seiten. Das war immer mein Grundsatz gewesen und am vergangenen Dienstag mußte ich selbst darunter „leiden“, weil mein Prof für Niederländisch uns an einem „Heiratsantrag“ zeigte, wie schwierig die Findung einer richtigen Verbform wäre.
      Ich schrieb in den Chat nur „Ich hätte mich vor Lachen weggeschmissen“.
      „Braten briet, ‘gebruzzelt’“.

      Und so war es auch bei Tati, radelnd
      Nur wenn ich Verständnis für die andere Seite habe, dann kann ich bei Bedarf auch gut antreiben !

      Kurzfassung des Films zum Fahrradtraining, 3:30 Minuten

      Das filmische Radel-Original, 16 Minuten

    39. Ich habe in den letzten 3 Jahren insgesamt fast 12 Monate im Krankenhaus verbracht (Lebertransplantation + Komplikationen). Es gibt mehr Gründe für Mangelernährung als ihnen bewusst ist. Klar ist die Essensqualität ein Faktor, wenn jedoch keine Pflegekraft darauf achtet, ob überhaupt gegessen wird, dann ist dies ein Problem. Auch tägliche Untersuchungen, weswegen man immer wieder Nüchtern bleiben muss ist eine Ursache. Ich kenne noch viele weitere Gründe. Sie können mich gerne kontaktieren.

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