Trotz starker Kritik Kinos zeigen umstrittenen Anti-Impf-Film „Vaxxed 2“

Credit: Eric Witsoe / Unsplash

Der Blick des Mädchens ist eindringlich, beinahe vorwurfsvoll. Vor ihr liegt eine Spritze samt eines Impfstoff-Fläschchen. „VaXXed 2 – DAS ENDE DES SCHWEIGENS“ ist das Film-Cover überschrieben – eine Anspielung auf das englische Wort für Impfung, Vaccination. Dazu der Hinweis: Es sei ein „Film, der unter die Haut geht“.

Tatsächlich bewegt der Film, den Verleiher Simon Busch aus Hagen in wenigen Tagen in deutsche Kinos bringt, schon vor seinem Start Impfgegner und -befürworter. Letztere weisen erneut darauf hin, dass die Behauptungen im Film, der als Dokumentation beworben wird, längst wissenschaftlich widerlegt sind. Impfen verursacht nicht Autismus und auch kommt es nicht in unzähligen Fällen zu schweren Nebenwirkungen, wie der Film es suggeriert. So verbreitet auch die Fortsetzung des Anti-Impffilms „Vaxxed“ erneut unbegründete und unwissenschaftliche Behauptungen.

„Meinungen, nicht Evidenz werden balanciert“

Laut offizieller Website werden rund ein Dutzend Kinos in Deutschland den Film zeigen. Doch es gibt Protest – daraufhin nahm etwa die Stadt Köln die Werbung für „Vaxxed 2“ von ihrem Online-Auftritt. Das „Nordkino“ in Quickborn strich den Film wieder aus dem Programm, weil „in diesem Fall so unglaublich viele negative Nachrichten an uns gerichtet worden sind, warum wir diesen Film zeigen“. Man habe sich „im Detail mit dem Film beschäftigt, um zu entscheiden, ob man den Film zeigen will oder nicht“, schreibt Inhaber Kai Bartels auf Anfrage. „Da ich persönlich nicht hinter dem Inhalt des Filmes stehe, kann ich den Einsatz des Films auch nicht rechtfertigen bzw. verteidigen.“

Andere wie die „Movieworld“ in Günzhausen, ein großes Kino in Berlin und viele kleine etwa in Bensheim, Wiesloch-Walldorf, Niederau oder auch in Kornwestheim haben sich anders entschieden. Es habe „vermehrte Kundenanfragen“ gegeben, erklärt etwa Geschäftsführer Johannes Böhm vom Kino „Movieworld“. Auf die Frage, warum durchaus in Kauf genommen wird, dass der Film gefährliche Falschinformationen über das Impfen populär macht, erklärt er, dass „jeder selbst entscheiden muss, was er schauen will“. Ob die Aussage zutreffe, dass der Film zu einer impffeindlichen Einstellung beitrage, könne er nicht beurteilen. Ähnliche Kritik erhielte man auch zu Filmen, in denen „Horror“, „Erotik“ und „Gewalt“ vorkommen.

Der Admiral-Filmpalast in Nürnberg begründet die Ausstrahlung etwas anders. „Da wir in einer Demokratie leben und Befürworter der freien Meinungsäußerung sind, haben wir einer Vorstellung dieses Filmes zugesagt. Dies bedeutet jedoch nicht, dass wir Befürworter der im Film behandelten Themen und Aussagen sind.“ Cornelia Betsch, Professorin für Gesundheitskommunikation in Erfurt widerspricht. „An diesem Punkt werden wieder Meinungen und nicht wissenschaftliche Evidenz balanciert, was Menschen nachweislich verunsichert.“ Es sei eben etwas anderes, wenn etwa Horrorfilme gezeigt werden, denn da handele es sich um Fiktionen. „Anders bei Reportagen oder Dokumentationen, bei denen doch das Ziel sein sollte, wissenschaftlich korrekte Information liefern.”

„Vaxxed 2“: Verleiher prüft nicht

Verleiher Busch setzt gezielt auf die Aufregung um den Film. In Flyern zu „Vaxxed 2“ und auf der Website heißt es:

„Werde aktiv! Seine breite Resonanz hat der Film den vielen Bemühungen von lokalen Elterngruppen, Netzwerken, Institutionen als auch Privatpersonen zu verdanken. Sie sorgen dafür, dass der Film in ihrer Stadt im Kino gezeigt wird. Mit dem Kinostart in Deutschland sind lokale Helfer eingeladen, die öffentliche Diskussion zum Thema Impfen zu unterstützen.“

Auf Anfrage von MedWatch, weshalb er den Film verleiht – er hat schon den ersten Teil von „Vaxxed“ in Deutschland vermarktet – zeigt er sich beinah ahnungslos. „Wir möchten zum konkreten Inhalt des Films als Verleiher keine Stellung beziehen. Wir können die inhaltlichen Aussagen des Films nicht vollständig prüfen. Das ist auch nicht die Aufgabe eines Verleihers.“ Jedoch böte man eine Plattform, im Rahmen derer sich Befürworter und Kritiker sachlich und auf Augenhöhe austauschen könnten. „Das ist unserer Meinung nach die Essenz der Demokratie und das muss diese aushalten. Es darf keine Tabus geben.“ 

Er persönlich sei kein Impfgegner. Seine Kinder seien vollständig geimpft. Allerdings sehe er das Thema nicht schwarz oder weiß. „Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen“, sagt Busch. 

„Vaxxed“-Bus tourte durch USA

Doch worum geht es überhaupt? „Vaxxed 2“ ist laut Klappentext „die langerwartete Fortsetzung der vieldiskutierten Dokumentation Vaxxed“. Produzent ist Tobias Tommey, Sohn der „Vaxxed“-Produzentin Polly Tommey. Andrew Wakefield führte diesmal nicht Regie, bewirbt den Film aber.

Die Macher des Films beschreiben diesen als emotionalen Roadtrip: Als „Vaxxed“ 2016 beim amerikanischen Publikum immer mehr Interesse geweckt habe, habe Polly Tommey den Entschluss gefasst, ein Wohnmobil zu kaufen und mit ihrem Team durch die USA zu den Vorführungen des Films zu reisen. Polley habe „eine immense Zahl von Eltern, Ärzten und Betroffenen“ getroffen, die über ihre eigenen Erfahrungen mit negativen gesundheitlichen Folgen von Impfungen berichteten. Zu Wort kommt in dem Film auch Robert F. Kennedy Jr., Neffe des früheren US-Präsidenten John F. Kennedy. Er wird als Rechtsanwalt, Umweltaktivist und Autor vorgestellt, aber in den letzten Jahren hat sich über seine Organisation Children’s Health Defense verstärkt in Netzwerken engagiert, die der amerikanischen Anti-Impf-Bewegung zugerechnet werden.

„Ich bin kein Impfgegner“, beharrte er im Guardian-Interview. „Ich bin jemand, der Regierung und Pharmaindustrie skeptisch gegenübersteht, aber ich bin kein Impfgegner.“

Der „Vaxxed“-Bus, der 2016 für die Verbreitung des Originalfilms eingesetzt wurde, wurde zu einem wirkungsvollen Propaganda-Instrument der Anti-Impf-Bewegung, berichtet der Guardian. In den USA habe diese Gruppe in einigen Religionsgemeinschaften und bei Eltern, die sich Sorgen über wissenschaftlich nicht nachgewiesene sogenannte „Impfverletzungen“ machen, einen Aufschwung erlebt.

„Vaxxed 2: The People’s Truth“ wurde am 6. November 2019 in 50 Städten in ganz Amerika uraufgeführt. Seine Produzenten, angeführt von Robert F. Kennedy Jr., verheimlichen bis zuletzt die Standorte. Dies alles erfolgte, während in den USA mehrere Bundesstaaten wie Kalifornien und Washington Masernausbrüche verzeichneten. Dem am schlimmsten betroffenen Staat New York ist es erst kürzlich gelungen, die Krankheit wieder unter Kontrolle zu bringen.

Masern galten in den USA als eliminiert

Offizielle Zahlen, die von den Centers for Disease Control and Prevention (CDC) zusammengestellt wurden, zeigen, dass in den ersten neun Monaten dieses Jahres in den USA 1.249 Masernfälle gemeldet wurden – die höchste Inzidenz, also Anzahl neu aufgetretener Krankheitsfälle, der Krankheit seit fast 30 Jahren. Einer von zehn Patienten musste im Krankenhaus behandelt werden.

Die Masern, die einst als in den USA als eliminiert galten, haben viele Mediziner alarmiert, berichtet der Guardian. „Wenn die Zahl der Masernfälle auf 2.000 oder 3.000 pro Jahr ansteigt, werden wir wieder Kinder sehen, die an Masern sterben. Das ist das gefährliche Spiel, das hier gespielt wird“, erklärte Paul Offit, ein Impfstoffexperte am Kinderkrankenhaus in Philadelphia gegenüber des Guardian.

Die aktuelle Werbung für den Film wird bestimmt durch den Slogan: „Den Film, den man nicht sehen darf“ – ein Verweis auf die Ereignisse zum Start von „Vaxxed“ im Jahr 2016. Robert De Niro hatte den Film für sein renommiertes Tribeca-Filmfestival gebucht, nach lautstarken Protesten von Ärzten und Wissenschaftlern nahm er den Film wieder aus dem Wettbewerb. Die Produzenten des Films erklärten später, der Aufruhr sei das Beste, was der Anti-Impf-Bewegung je passiert sei, da sie die Aufmerksamkeit auf die Impfkritik gelenkt und Hunderte von Menschen in den Vaxxed-Bus gelockt habe.

„Vaxxed 2“: Gefährliche Thesen

Die Geschichten der Personen, die damals in dem schwarzen Bus über ihre Erlebnisse berichtet haben, bilden die Basis für „Vaxxed 2“. Der Film weist nicht darauf hin, dass die Erfahrungen der Eltern mit Autismus bei ihren Kindern nichts mit Impfstoffen zu tun haben, schreibt der Guardian. Oder dass Symptome von Autismus häufig im Alter zwischen 12 und 24 Monaten auftreten – genau dann, wenn normalerweise der MMR-Impfstoff gegeben wird. In Ermangelung eines solchen Zusammenhangs seien die im Bus erzählten und in „Vaxxed 2“ ausgestrahlten Geschichten herzzerreißend, erschütternd und zutiefst beunruhigend. Die Erzählungen der Familien werden von verstörenden Filmaufnahmen autistischer Kinder begleitet, berichtet der Guardian. Es gäbe eine Galerie mit Fotografien von Babys, die vor ihrem zweiten Geburtstag gestorben sind – der Film behauptet, dass ihr Tod durch Impfungen verursacht wurden, ohne Beweise dafür zu liefern.

Andrew Wakefield, der verurteilte britische Ex-Arzt, der mit seiner gefälschten Studie den falschen Autismus-Verdacht mit der Masern-Mumpfs-Röteln-Impfung in Verbindung brachte, präsentiert sich weiterhin gern als David, der gegen den Goliath der großen Pharmaindustrie kämpft. In Amerika hat Wakefield es zu einer gewissen Berühmtheit gebracht, von Impfstoff-Skeptikern wird er nahezu verehrt. „Es kann sich etwas ändern und es wird sich ändern, und wir werden diesen Kampf gewinnen“, sagt er gegenüber dem Guardian.

Am 29. Februar  steht der Kinostart für Deutschland bevor. Es ist zu befürchten, dass er Impfgegner in ihrer Ablehnung gegen Impfungen weiter bestärkt – während die Masernimpfpflicht, die Bundesgesundheitsminister Jens Spahn derzeit einführt, sie auch kaum überzeugen wird.

Redaktionsteam

Um unabhängig recherchieren zu können, brauchen wir Ihre Hilfe.

Unterstützen Sie jetzt unser Crowdfunding auf der Plattform Steady.

16 Kommentare zu „Kinos zeigen umstrittenen Anti-Impf-Film „Vaxxed 2“

  1. Busch Media sollte nicht so unschuldig tun. Ich erinnere mich sehr gut daran, wie sie beim ersten Vaxxed-Film auf Social Media die Gegner des Films ziemlich attackiert und Wakefield den Heldenstatus verliehen haben. Und beim zweiten Film hätten sie ja seit 2017 Gelegenheit gehabt, das Thema zu reflektieren.
    Nun ja, unternehmerisches Risiko – oder unternehmerisches Kalkül. Wahrscheinlich hat man die zu erwartende “Welle” gegen Vaxxed 2 als per Saldo positive Werbung einkalkuliert.
    Dass Kinobetreiber nicht schamlose, gemeingefährliche Lügengeschichten, zumal reißerisch dargeboten, vom Unterhaltungsgenre und von faktenbasierten Dokumentarfilmen unterscheiden können, das stellt ihnen ein sehr trauriges Zeugnis aus. Aber diese Erfahrung gab es auch schon beim ersten Film:
    https://blog.gwup.net/2017/04/04/vaxxed-im-kino-fakefield-und-sein-angeblicher-whistleblower/

  2. Wo ist eigentlich wissenschaftlich der nutzen dieser Impfung bewiesen? Ich habe nach eigenen Recherchen keine einzige unabhängige Studie gefunden. Immer waren diese von Herstellern unterstützt. Auch das RKI ist nicht unabhängig davon! Auch das örtliche Gesundheitsamt könnte diese Fakten nicht widerlegen!

    1. Thomas Bauer – so schaut es aus. WARUM die VAXXED Filme mit allen Mitteln verhindert werden sollen liegt auf der Hand. Unser fast vierjähriger Enkelsohn ist komplett ungeimpft – er ist aufgeweckt, fröhlich, intelligent und an “Krankheiten” hat er – außer mal einen Schnupfen oder eine KURZE Erkältung absolut nichts zu verzeichnen. Außerdem werden in “VAXXED II” die Statements von Ärzten, Eltern mit und ohne “Impfkindern” und Betroffene selbst gezeigt. Welche anderen “Beweise” braucht es noch? Zumal die Impf-Mafia und die Pharma-Lobby´isten eine Gesundheitsstudie über Jahre zwischen Geimpften und Ungeimpften Kindern aus “guten Gründen” verhindern. Wohlgemerkt, ich schreibe hier NICHT von einer Doppelblindstudie, denn diese kann es zwischen Impfbefürwortern und Impfgegnern niemals geben, sondern nur eine Begleitungsstudie, die den Gesundheitszustand von geimpften und ungeimpften Kindern über Jahre aufzeichnet und dann einen Vergleich zieht. Das wäre die einzig EHRLICHE Studie, die auch wahrheitsgetreue Ergebnisse aufzeigen könnte … Studiendauer von 0 – 16 Jahren.

      1. Hallo Frau Bätz,

        leider fehlen für Ihre Aussagen (etwa “Studien werden aus Gründen verhindert“) jegliche Belege. Wo sitzt die „Impf-Mafia“ und welches Interesse sollte diese daran haben, Studien zu verhindern? Es ist tatsächlich so, dass aus Sicht der Pharmaindustrie das Geschäft mit Impfstoffen wenig attraktiv ist, weil die Herstellung von Impfstoffen sehr komplex und teurer ist als die von Arzneimitteln.
        Andererseits sollte auch nicht außer Acht gelassen werden, dass durch Impfungen kostenintensive Behandlungen sowie auch Leid von Patienten vermieden werden. Dies wurde in vielen gesundheitsökonomischen Evaluationen errechnet.

        Und Dass ihr Enkelsohn fröhlich ist, ist schön. Aber dass dies daran liegt, dass er „komplett ungeimpft“ ist, ist reine Interpretation. Bisher konnten wissenschaftliche Studien zudem nicht belegen, dass sich nicht geimpfte Kinder geistig oder körperlich besser entwickeln als geimpfte.

        Zudem: Auch die Impfung selbst stellt für das Abwehrsystem einen Stimulus dar und trainiert das Immunsystem. Generell möchte ich noch anfügen, dass Kinder durch Infektionen meist in ihrer Entwicklung zurückgeworfen werden und gesundheitliche Probleme bis hin zu Todesfällen die Folge sein können. Genau diese lassen sich mit der Hilfe von Impfungen vermeiden.

  3. Weiter ist für Kinder diese Erkrankung für die Gesundheit wichtig! Für erwachsene ist es sinnvoll eine titerbestimmung zu machen. Dort kann die Erkrankung gefährlich sein. Hier wäre dann die Impfung sinnvoll

    1. ….das ist so nicht richtig.
      Auch hier finden Sie eine Antwort beim RKI: Frage 5: “Das Durchmachen von Krankheiten ist für eine normale Entwicklung des Kindes wichtig und bewirkt einen besseren Schutz als eine Impfung.”
      Antwort:

      Gelegentlich berichten Eltern, ihr Kind habe nach dem Durchmachen einer Infektionskrankheit einen Entwicklungssprung gemacht. Sie schlussfolgern daraus, dass Infektionskrankheiten wichtig für die normale Entwicklung von Kindern seien und Impfungen diese verzögerten. Richtig ist: Bisher konnten wissenschaftliche Studien nicht belegen, dass sich nicht geimpfte Kinder geistig oder körperlich besser entwickeln als geimpfte. Dies wäre auch nicht plausibel. Die verfügbaren Schutzimpfungen richten sich gegen rund ein Dutzend besonders häufig auftretender oder gefährlicher Erreger – mit hunderten weiteren Erregern muss sich das Immunsystem täglich auseinandersetzen.

      Auch die Impfung selbst stellt für das Abwehrsystem einen Stimulus dar und trainiert das Immunsystem. Dementsprechend wäre es ausgesprochen überraschend, wenn geimpfte Kinder generell eine schwächere Konstitution besäßen oder über dauerhaft weniger Abwehrkräfte verfügten. Hinzu kommt: Selbst wenn man, wie eingangs geschildert, manchen Krankheitserfahrungen einen positiven Wert beimessen mag, steht umgekehrt außer Frage, dass Kinder in der Regel durch Infektionen in ihrer Entwicklung zurückgeworfen werden und gesundheitliche Komplikationen bis hin zu Todesfällen die Folge sein können. Genau diese lassen sich mit der Hilfe von Impfungen vermeiden.

      1. Wenn wir heute schon keine Wahl mehr haben, selbst zu entscheiden, was gut und was schlecht ist, wenn wir nur noch Filme schauen dürfen, die von wem auch immer erlaubt wurde, dann ist die Zensur schon aktuell. Wahlfreiheit wird mit Zensur eingeschränkt und dann können wir nicht mehr verantwortlich wählen, was für uns gut und was für uns schlecht ist. Diese Freiheit zur Entscheidung bleibt unser höchstes Gut und darf gerade in einer Demokratie von keiner Stelle eingeschränkt werden. Daher ist es wichtig, auch umstrittene Filme schauen zu können, um unsere eigene Meinung bilden zu können!

        1. Hallo Frau Lücker, niemand will hier Freiheiten einschränken. Menschen sollen natürlich ins Kino gehen können, um sich zu einem kontroversen Thema eine Meinung zu bilden. Ich finde nur, dass dies auf der Basis, valider, evidenzbasierter Informationen erfolgen sollten und nicht auf Basis von Einzelfallberichten und Behauptungen eines einzelnen Mediziners, dem andere längst die Zulassung entzogen wurde und dessen Thesen schon zigfach durch andere Wissenschaftler widerlegt wurden. Wer also Kinobetreiber diesen Film zeigt, muss sich kritischen Fragen stellen.

          1. Sehr geehrte Frau Kurt, ich bin überzeugter Demokrat, und in einer Demokratie muss man auch nach links, nach rechts und in die Mitte sehen können und anhören, was die jeweilige Gruppierung zu sagen hat, auch, wenn es nicht gefällig ist. Diese Meinungsfreiheit ist es auch, die ich an unserer Demokratie so schätze, wir hören ja ihre Meinung auch an. Doch ob eine Impfung Sinn oder Unsinn ist, möchte ich mir nicht vorschreiben lassen. Schon garnicht mit einer Impfpflicht, vielleicht mit einer Aufklärungspflicht, bei der jeder dann seine Entscheidung selber unter ernsthafter Abwägung für sich selber trifft. Wir hatten schon einmal eine Regierung mit Impfpflicht und da wurden auch behinderte und kranke zwangsbehandelt. MfG Robert Z.

          2. Sehr geehrter Robert Z.,

            danke für Ihren Kommentar. Mir sind Demokratie und Meinungsfreiheit ebenfalls sehr wichtig. Mein Stück zu “Vaxxed2” soll niemand darin beschneiden. Ich finde es allerdings wichtig, dass sich jeder Mensch eine Meinung bilden kann – auf Basis guter, evidenzbasierter Informationen. Und nicht auf Basis von Lügen und Unwahrheiten, wie diese in dem Film zu finden sind.
            Herzlicher Gruß, Nicola Kuhrt

      2. Frau Kuhrt – was erzählen Sie denn? Die Wahrheit? Kaum! – Wenn ein Kind eine Kinderkrankheit “durchlebt”, dann hat es anschließend LEBENSLANGE IMMUNITÄT gegen diese Krankheit, das heißt, auch als Erwachsener – wenn diese Krankheiten einen dramatischeren Verlauf nehmen können – besteht keine Ansteckungsgefahr. Geimpfte Kinder hingegen müssen immer wieder einmal “Auffrischimpfungen” erhalten. Was den Impfmythos betrifft, sollten sich diejenigen, die diesen Ungeheuerlichkeiten leichtfertig zustimmen, einmal überlegen, welche Schuld sie wirklich auf sich laden. Und da bei jeder Diskussion immer wieder einzig der Authismus als “Zankapfel” genannt wird, sage ich Ihnen, auch das ist Lächerlich! Deshalb ist eine Studie – die Pharma u. Impflobby verhindern – über den Gesundheitszustand von geimpften und ungeimpften Kindern zwingend notwendig (und nochmal KEINE Doppelblindstudie – die kann es hier nicht geben) um die Wahrheit über Sinn oder Unsinn von Impfungen realistisch zu beweisen. Nun, diesen Kommentar werden Sie kaum genehmigen.

        1. Hallo Frau Bätz,

          wie in Ihrem ersten Kommentar möchte ich auch hier auf korrekte Informationen verweisen:

          Zum Thema „Kinderkrankheiten durchleben“ erklären Menschen, dass Infektionskrankheiten wichtig für die normale Entwicklung von Kindern seien und Impfungen diese verzögerten. Richtig ist: Genau das konnte nur bisher keine wissenschaftliche Studien belegen. Zudem stellt eine Impfung selbst für das Abwehrsystem einen Stimulus dar und trainiert es. Darum macht es kaum Sinn, zu behaupten, dass geimpfte Kinder generell eine schwächere Konstitution besäßen oder über dauerhaft weniger Abwehrkräfte verfügten.

          Hinzu kommt: Selbst wenn man, wie eingangs geschildert, manchen Krankheitserfahrungen einen positiven Wert beimessen mag, steht umgekehrt außer Frage, dass Kinder in der Regel durch Infektionen in ihrer Entwicklung zurückgeworfen werden und gesundheitliche Komplikationen bis hin zu Todesfällen die Folge sein können. Genau diese lassen sich mit der Hilfe von Impfungen vermeiden.

  4. Hallo Frau Kuhrt. Wieso schreiben Sie, dass Sie evidenzbasierte Informationen wünschen? Als Medizinjournalistin haben Sie sicher auch den ersten Teil “VAXXED” gesehen. Evidenz gibt es nicht, bzw. wird nicht veröffentlicht, solange diese nicht die eigene Sicht von “passender Evidenz” der Pharmakonzerne spiegelt. Studien wurden manipuliert, unterwandert, oder ganz vernichtet, wenn es nicht passte. Das kommt nicht von mir, sondern von einem Mitarbeiter des CDC, der als Hauptverantwortlicher von Studien beschäftigt war und bis heute nicht vor dem Kongress aussagen darf, weil ihn dieser nicht vorladen will. Also wo sollen die Beweise und die Evidenz her, wenn man diese nicht hören will? Gleiches Problem hatten wir bereits, als es um große Studien ging, welche die Schädlichkeit von Strahlung beim Mobilfunk untersuchten. Überall wo milliardenschwere Unternehmen eine Einschränkung befürchten, werden die einflussreichen Akteure “gekauft” und die befürchteten negativen Auswirkungen “beseitigt”. Beweise finden Sie im Falle von MRM-Impfungen im ersten Teil von VAXXED genug.
    Zudem stellt sich immer wieder die Frage: Wieso zur Hölle werden die Einzelimpfstoffe vom Markt genommen, obwohl darunter eben nicht diese schwerwiegend gesundheitlichen Risiken beobachtet wurden? Nein, statt der Dreifach-Impfungen kommen stattdessen noch Fünffach-Impfungen. Na dann Prost Mahlzeit! Sorry, aber wie Sie diesen Film schlecht reden können kann ich nicht nachvollziehen. Habe zwar nur Teil 1 gesehen, aber dieser sagt genug aus. Impfen ist an sich eine Gnade und kann uns vieles Ersparen, aber nicht in der Form, wie wir es aktuell geboten bekommen, bzw. mittlerweile teilweise dazu gezwungen werden.
    Aber wie Robert de Niro schon sagte: “Alles worum ich bitte ist, dass dieser Film gesehen wird. Menschen können dann selber urteilen, aber sie müssen ihn sehen”. Und bereits hier versuchen Sie uns bereits einen Riegel vor zu schieben.

  5. Hallo allerseits,
    ich meine das jeden überlassen sein soll ob sein Kind geimpft werden soll,ABER wen das Kind nicht geimpft erkranken soll ,sollen die Eltern die dagegen waren kosten für Genesung selber tragen.Vernunft geht nur über Geldbeutel .

    1. Hallo, es geht in diesem Text darum, dass sich jeder Mensch eine Meinung zum Thema bilden kann – auf Basis guter, evidenzbasierter Informationen. Und nicht auf Basis von Lügen und Unwahrheiten, wie diese in dem Film zu finden sind.
      Herzlicher Gruß, Nicola Kuhrt

Wir freuen uns über kritische Kommentare, Feedback und Vorschläge. Wir bitten darum, Kommentare sachlich zu halten und auf Beleidigungen zu verzichten – und behalten uns vor, Kommentare ansonsten nicht zu veröffentlichen. Bitte belegen Sie Ihre Aussagen nach Möglichkeit auch mit Links oder anderen Verweisen. Wir prüfen alle Kommentare vorab und schalten sie frei - insbesondere am Abend oder am Wochenende geschieht dies teils zeitverzögert. Besten Dank und schöne Grüße vom MedWatch-Team!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.