In eigener Sache Wie Verbraucher vor gefährlichen Gesundheitsinformationen geschützt werden können

(Foto: Hannah Wei / Unsplash)

MedWatch will nicht nur gefährliche Einzelfälle recherchieren, bei denen Geschäftemacher Patienten täuschen und an ihrer Hoffnung verdienen – sondern diese auch in einen größeren Zusammenhang stellen. So wollen wir systemische Probleme beim Schutz der Gesundheit von Patienten aufzeigen und aufzeigen, wo der Verbraucherschutz in Deutschland bislang seiner Aufgabe nicht gerecht wird. Auch die Bertelsmann-Stiftung ist an diesem Thema interessiert – und hat uns beauftragt, eine Übersicht hierzu zu schreiben, die am heutigen Dienstag veröffentlicht wird.

Eine ‚schlechte‘ Gesundheitsinformation informiert inkorrekt, einseitig, verkürzt und unsachlich.

Im Rahmen des Projektes haben wir zwei Workshops durchgeführt, in denen wir mit Experten einerseits eine Definition für schlechte Gesundheitsinformationen sowie ein Kriterienraster entwickelt haben, mit dem das Schadenspotenzial gefährlicher Gesundheitsinformationen bewertet werden kann. Außerdem wurden Handlungsempfehlungen zusammengestellt, um den gesundheitlichen Verbraucherschutz zu verbessern.

‚Gefährlich‘ sind Gesundheitsinformationen, wenn sie vermutlich ein Verhalten auslösen werden, das einen erheblichen körperlichen, seelischen oder finanziellen Schaden – für den Einzelnen oder die Gesellschaft – und / oder einen Vertrauensverlust in die wissenschaftsbasierte Medizin hervorruft.

Beteiligte Experten:

  • Dr. Martin Becker, Datenwissenschaftler Stanford University, zuvor DMIR Research Group, Universität Würzburg
  • Prof. Dr. Cornelia Betsch, Professorin für Gesundheitskommunikation, Universität Erfurt
  • Guido Bockamp, Jurist
  • Prof. Dr. Jutta Hübner, Professorin für Integrative Onkologie, Universitätsklinikum Jena
  • Dr. Dr. Saskia Jünger, Gesundheitswissenschaftlerin am CERES, Universität zu Köln
  • Dr. Klaus Koch, Chefredakteur gesundheitsinformation.de, IQWiG
  • Dr. Claudia Lampert, Senior Postdoc, Leibniz-Institut für Medienforschung, Hans-Bredow-Institut Hamburg
  • Juliane Leopold, Leiterin tagesschau.de, Medienjournalistin
  • Lena Isabell Löber, Rechtswissenschaftlerin, Institut für Wirtschaftsrecht, Universität Kassel
  • Stefan Palmowski, Geschäftsführer des Interprofessionellen Gesundheitszentrums an der Hochschule für Gesundheit, Bochum; zuvor Project Manager der Bertelsmann Stiftung
  • Prof. Dr. Constanze Rossmann, Professorin für Kommunikationswissenschaft, Universität Erfurt
  • Prof. Dr. Alexander Roßnagel, Direktor des Wissenschaftlichen Zentrums für Informationstechnik-Gestaltung an der Universität Kassel
  • Kai Helge Vogel, Leiter Gesundheit und Pflege, Verbraucherzentrale Bundesverband e. V.
  • Dr. Christian Weymayr, Medizinjournalist, Projektleiter IGeL-Monitor

Hier lesen Sie ganze Analyse und hier können Sie sich das Kriterienraster herunterladen.

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