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Ukraine Impfungen gegen Corona (Щеплення від Корони)

Impfstoff-Ampullen
Impfung gegen Corona-Virus.

Bisher hat die STIKO – die in Deutschland zuständige Impfkommission – empfohlen, dass alle Personen, die im Ausland mit nicht in der EU zugelassenen Impfstoffen geimpft worden sind, eine erneute Impfserie mit einem in der EU zugelassenen Impfstoff erhalten sollen (wobei zu beachten ist, dass Covishield Vaxzevria und Covovax Nuvaxovid entspricht).

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Update (11. April 2022) zu Impfungen gegen Corona:

Inzwischen liegen jedoch Daten zur guten Wirksamkeit einer Auffrischimpfung mit einem mRNAImpfstoff nach Grundimmunisierung mit einigen anderen Impfstoffen vor. Die STIKO empfiehlt daher Personen, die eine vollständige Grundimmunisierung oder eine Grundimmunisierung plus eine Auffrischimpfung mit einem inaktivierten Ganzvirusimpfstoff (Covaxin/BBV152 [Bharat Biotech, Indien], Covilo/BIBP-CorV [Sinopharm, China], CoronaVac [Sinovac, China]) oder dem Vektor-basierten Impfstoff Sputnik V (Gamelaya, Russland) erhalten haben, eine einmalige mRNA-Impfstoffdosis im Abstand von ≥3 Monaten zur vorangegangenen Impfstoffdosis. Hierbei ist der altersabhängige Einsatz von Comirnaty und Spikevax zu beachten.

Ist nach abgeschlossener Grundimmunisierung mit einem der oben genannten nicht in der EU zugelassenen Impfstoffe eine labordiagnostisch gesicherte Corona-Infektion aufgetreten, soll die mRNA-Impfung frühestens 3 Monate nach der Infektion verabreicht werden.

Um auch nach nur einmaliger Impfung mit einem der oben genanten nicht in der EU zugelassenen Impfstoffe einen guten Impfschutz sicher zu stellen, soll diesen Menschen eine neue Impfserie mit Grundimmunisierung plus Auffrischimpfung gemäß den STIKO-Empfehlungen angeboten werden.

Die neue Impfserie soll in einem Mindestabstand von ≥ 28 Tagen zur vorangegangenen COVID-19Covid-19 Die durch Sars-CoV-2 ausgelöste Atemwegskrankheit wird "Covid-19" (Coronavirus-Disease-2019) genannt.- Impfung begonnen werden. Für Menschen, die andere nicht in der EU zugelassene Impfstoffe als die oben genannten erhalten haben, gilt weiterhin die STIKO-Empfehlung einer erneuten Impfserie mit einem in der EU zugelassenen Impfstoff. Hierbei sind die altersentsprechenden COVID-19-Empfehlungen der STIKO zu beachten.

UPDATE (8.3.2022) zu Impfungen gegen Corona:

Menschen, die in der Ukraine bereits einmal oder auch mehrfach mit CoronaVac gegen Covid-19 geimpft wurden, müssen in Deutschland noch einmal damit beginnen, den Impfschutz gegen die Krankheit aufzubauen. Warum?
In der EU ist CoronaVac nicht als Impfstoff zugelassen. Die erneute Impfserie soll in einem Mindestabstand von mehr als 28 Tagen zur letzten Impfstoffdosis begonnen werden. Nach zwei Impfungen gilt man dann wieder als „Geimpft“.
Es kann zu den genannten Nebenwirkungen kommen – siehe unsere Liste weiter unten.
Genutzt werden alle in der EU zugelassenen Impfstoffe – siehe Liste weiter unten im Text.

Quelle:  COVID-19-Impfempfehlungen der STIKO, Robert Koch-InstitutRKI Das Robert Koch-Institut ist eine selbstständige deutsche Bundesoberbehörde für Infektionskrankheiten und nicht übertragbare Krankheiten. Als Einrichtung der öffentlichen Gesundheitspflege hat es die Gesundheit der Gesamtbevölkerung im Blick und ist eine zentrale Forschungseinrichtung der Bundesrepublik Deutschland.: Epidemiologisches Bulletin 7/22, Robert Koch-Institut: Flucht und Gesundheit

Das CoronavirusCoronavirus Name der Virusfamilie, zu der auch das Virus Sars-CoV-2 gehört. SARS-CoV-2Sars-CoV-2 Die WHO gab dem neuartigen Coronavirus den Namen "Sars-CoV-2" ("Severe Acute Respiratory Syndrome"-Coronavirus-2). Mit der Bezeichnung ist das Virus gemeint, das Symptome verursachen kann, aber nicht muss.  Da es zunächst keinen Namen hatte, sprach man in den ersten Wochen vom "neuartigen Coronavirus" ist auch in Deutschland immer noch nicht verschwunden.

Die Impfung gegen Corona ist ein wirksamer Schutz vor COVID-19 und einer Ausbreitung des Virus.

Sie können sich kostenfrei impfen lassen. Etwa in einer der zentralen Ankunftsstellen, in offenen Angeboten in jeder Stadt und bei vielen Ärzten oder in Apotheken. Eine Anmeldung ist auch unter der Telefonnummer 116 117 möglich.


In Deutschland wird nicht mit Coronavac geimpft.

Hier sind folgende Impfstoffe zugelassen und im Einsatz:

mRNA-Impfstoffe

Comirnaty von BioNTech/Pfizer

Dieser Impfstoff ist für Erwachsene und für Kinder ab 5 Jahren zulassen.

Comirnaty (Biontech / Pfizer) ist für Kinder, Jugendliche und Erwachsene ab 5 Jahren zugelassen. Vorübergehende Nebenwirkungen sind Schmerzen an der Einstichstelle. Auch kann es zu Kopfschmerzen oder Muskelschmerzen kommen – , dies aber meist nur leicht. Impfkomplikationen wie eine Herzmuskelentzündung sind sehr selten.

Für einen vollständigen Impfschutz sind 2 Impfungen im Abstand von drei bis sechs Wochen nötig.

Allen Personen ab 12 Jahren wird eine Auffrischimpfung mit einer dritten Impfung empfohlen.

Durch die Impfung entstehen keine Coronaviren.

Weitere Informationen (deutsch):

https://www.gesundheitsinformation.de/der-impfstoff-comirnaty-biontech-pfizer-zur-impfung-gegen-corona.html

https://www.gesundheitsinformation.de/der-impfstoff-comirnaty-biontech-pfizer-zur-corona-impfung-fuer-kinder-und-jugendliche.html

https://www.gesundheitsinformation.de/der-impfstoff-comirnaty-biontech-pfizer-zur-corona-impfung-fuer-kinder-unter-12-jahren.html


Spikevax (Moderna Biotech) von Moderna

Vorübergehende Nebenwirkungen sind Schmerzen an der Einstichstelle. Auch kann es zu Kopfschmerzen oder Muskelschmerzen kommen – , dies aber meist nur leicht.

Für einen vollständigen Impfschutz sind zwei Impfungen im Abstand von vier bis sechs Wochen nötig.

Allen Personen ab 12 Jahren wird eine Auffrischimpfung mit einer dritten Impfung empfohlen.

Durch die Impfung entstehen keine Coronaviren.

Weitere Informationen (deutsch):

https://www.gesundheitsinformation.de/der-impfstoff-spikevax-moderna-biotech-zur-impfung-gegen-corona.html

https://www.gesundheitsinformation.de/der-impfstoff-spikevax-moderna-biotech-zur-corona-impfung-fuer-kinder-und-jugendliche.html


Vektor-basierte Impfstoffe

Vaxzevria von AstraZeneca

Vaxzevria (AstraZeneca) ist ein Impfstoff gegen das Corona-Virus SARS-CoV-2. Dieser Impfstoff ist für Erwachsene ab 18 Jahren zugelassen. Empfohlen ist Vaxzevria nur für Personen über 60 Jahre. Seit Ende 2021 wird Vaxzevria nicht mehr an Arztpraxen ausgeliefert.

Vorübergehende Nebenwirkungen der Impfungen wie Schmerzen an der Einstichstelle, und Beschwerden wie Fieber, Kopfschmerzen oder Muskelschmerzen sind zwar häufig, bleiben aber meist leicht. Impfkomplikationen wie Blutgerinnsel an ungewöhnlichen Stellen sind sehr selten.

Nach 3 Monaten wird eine Auffrischimpfung mit einem mRNA-Impfstoff empfohlen.  Weitere Informationen (deutsch):

https://www.gesundheitsinformation.de/der-impfstoff-vaxzevria-astrazeneca-zur-impfung-gegen-corona.html


Impfstoff Janssen (Ad26.COV2.S, Janssen-Cilag/Johnson und Johnson)

Dieser Impfstoff ist für Erwachsene ab 18 Jahren zugelassen. Empfohlen ist der Impfstoff Janssen nur für Personen ab 60 Jahren. 

Vorübergehende Nebenwirkungen der Impfungen wie Schmerzen an der Einstichstelle und Beschwerden wie Kopf- und Muskelschmerzen sowie Fieber sind zwar häufig, bleiben aber meist leicht. Impfkomplikationen wie Blutgerinnsel an ungewöhnlichen Stellen sind sehr selten.

Der Impfstoff Janssen wurde anfangs nur einmal geimpft. Für einen vollständigen Impfsschutz ist inzwischen eine zweite Impfung nötig. Empfohlen wird dafür ein mRNA-Impfstoff. Nach weiteren 3 Monaten wird eine Auffrischimpfung empfohlen. 

Weitere Informationen (deutsch):

https://www.gesundheitsinformation.de/der-impfstoff-janssen-janssen-cilag-johnson-und-johnson-zur-impfung-gegen-corona.html


Protein-Impfstoffe

Nuvaxovid

Dieser Impfstoff ist für Erwachsene ab 18 Jahren zugelassen.

Nuvaxovid (NVX-CoV2373, Hersteller: Novavax) ist ein Impfstoff gegen das Corona-Virus SARS-CoV-2.

Vorübergehende Nebenwirkungen sind Schmerzen an der Einstichstelle. Auch kann es zu Kopfschmerzen oder Muskelschmerzen kommen – , dies aber meist nur leicht.

Für einen vollständigen Impfschutz sind 2 Impfungen im Abstand von (mindestens) drei Wochen nötig.

Weitere Informationen (deutsch):

https://www.gesundheitsinformation.de/der-impfstoff-nuvaxovid-novavax-zur-impfung-gegen-corona.html

Impfnachweis:

Eine erfolgte Corona-Schutzimpfung wird in Ihrem Impfpass erfasst. Sollten Sie keinen Impfpass haben, erhalten Sie eine Ersatzbestätigung. Zusätzlich kann die Impfung in Ihrem Handy als digitaler Impfausweis (mit QR-Code) hinterlegt werden. Dazu gibt es die „Corona Warn App“.


Quellen / weitere Informationen:

https://www.gesundheitsinformation.de/covid-19-coronavirus-krankheit.html

https://www.infektionsschutz.de/coronavirus/schutzimpfung/ablauf-und-impfnachweis/#c15506


Redaktion: Nicole Hagen

4 comments
  1. Gibt es Infos zu KreuzImpfungen mit Impfstoffen die in der Ukraine verwendet wurden mit den o.g. hier übliche Impfstoffen ?
    Ich nehme an, man kann mischen, aber es wäre besser , man könnte dazu Infos verteilen, fpr die Menschen, die in der Ukraine bisher nur 1 oder 2 Impfungen erhalten haben.
    Vielen Dank

    1. Hallo, wir haben bei der STIKO nachgefragt. Das ist die Antwort: Menschen, die in der Ukraine bereits einmal oder auch mehrfach mit CoronaVac gegen Covid-19Covid-19 Die durch Sars-CoV-2 ausgelöste Atemwegskrankheit wird "Covid-19" (Coronavirus-Disease-2019) genannt. geimpft wurden, müssen in Deutschland noch einmal damit beginnen, den Impfschutz gegen die Krankheit aufzubauen. Warum?
      In der EU ist CoronaVac nicht als Impfstoff zugelassen. Die erneute Impfserie soll in einem Mindestabstand von mehr als 28 Tagen zur letzten Impfstoffdosis begonnen werden. Nach zwei Impfungen gilt man dann wieder als „Geimpft“.
      Es kann zu den genannten Nebenwirkungen kommen – siehe unserer Liste weiter unten.
      Genutzt werden alle in der EU zugelassenen Impfstoffe – siehe Liste weiter unten im Text.

      Die Langfassung, Links und Infos zu den zugelassenen Impfstoffen: https://medwatch.de/2022/03/04/impfung-corona-ukraine/

  2. Lieben Dank für die hilfreiche Zusammenstellung sowie die Übersetzungen. Ich würde mich freuen, wenn die Liste um STIKO-Hinweise bezüglich Vorinfektionen / Impfung nach / vor Genesung sowie den STIKO-Empfehlungen bezüglich der Kinderimpfungen (5-11 J.) erweitert werden würde. Gerne kann ich dazu aus ärztlicher Sicht inhaltlich beisteuern.

    Viele Grüße aus Bochum,
    Serhat Sönmez

    1. Hallo Herr Sönmez, danke für Ihren Hinweis. Diese Zusatzinfos sind in Arbeit, wir denken, dass es kommende Woche einen Text dazu geben wird.
      Herzlicher Gruß, Nicola Kuhrt