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Impfung für Kinder Corona-Impfung schützt Kinder

Corona-Impfung: Ein Mädchen wird geimpft.
Corona-Impfung: Ein Mädchen wird geimpft. Foto: Irina Tiumentseva / Pexels Ein Mädchen wird geimpft.

Corona-Impfung

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Update (25.5. 2022):

Am CoronavirusCoronavirus Name der Virusfamilie, zu der auch das Virus Sars-CoV-2 gehört. erkranken noch immer viele Menschen. Die aktuell verbreitete Variante Omikron verursacht zwar seltener schwer krankmachende Verläufe als das ursprüngliche Coronavirus. Dennoch müssen bestimmte vorerkrankte Menschen einen potenziell lebensbedrohlichen Verlauf fürchten. Auch Kinder erkranken und stecken ihre Mitmenschen an. In seltenen Fällen erkranken auch sie schwer – insbesondere dann, wenn sie vorerkrankt sind.
Unter allen medizinischen Maßnahmen bietet die Impfung den besten Schutz vor einer Erkrankung. Bei der Corona-Impfung entstehen keine Viren. Sie hilft dem Immunsystem, sich im Fall einer Infektion mit Corona gezielt gegen das Virus zu wehren. Impfungen gehören zu den sichersten und wirksamsten Mitteln der Medizin: Dank ihnen konnte die Kindersterblichkeit in den letzten 30 Jahren halbiert werden, erklärt Daniela Angetter von der ÖAW (Österreichische Akademie der Wissenschaften).

Wo gibt es Corona-Impfungen?

In Deutschland ist die Corona-Impfung kostenlos. Einerseits bieten zentrale Ankunftsstellen Impfungen an. Dort sind Ärzte und Impfstoffe oft begrenzt. In den meisten Fällen sollen Kinder zuerst geimpft werden, außer bei dem Coronavirus: Weil vorerkrankte und ältere Menschen öfter schwer erkranken als Kinder, sollen diese noch vor den Kindern geimpft werden.
Außerhalb der Ankunftsstellen können Ärzte in jeder Stadt Deutschlands impfen. Eine Anmeldung ist per direktem Anruf in einer Arzt-Praxis oder unter der Telefonnummer 116 117 möglich. Auch einige Apotheken dürfen mittlerweile gegen Corona impfen – allerdings nur, wenn die Patienten über 18 Jahre alt sind.

Jugendliche ab zwölf: Impfen wie Erwachsene

Die meisten Corona-Impfstoffe, die in der Ukraine gebräuchlich sind – z.B. CoronaVac und Covaxin – werden in Deutschland nicht geimpft. Alle Erwachsenen unter 30 Jahren erhalten hier den Impfstoff Comirnaty von Biontech/Pfizer.

Wer über 12 Jahre alt und noch nicht geimpft ist, sollte sich und seine Mitmenschen durch eine Impfung mit Comirnaty vor dem Coronavirus schützen. Dafür sind zwei Impfungen im Abstand von drei bis sechs Wochen nötig.

Wer in der Ukraine bereits gegen Corona geimpft worden ist, etwa mit den Impfstoffen Covaxin/BBV152, Covilo/BIBP-CorV, CoronaVac oder Sputnik V, sollte drei Monate nach der letzten Corona-Impfung zusätzlich mit Comirnaty geimpft werden. Wies ein Labor in der Zwischenzeit nach, dass sich ein Kind mit SARS-CoV-2Sars-CoV-2 Die WHO gab dem neuartigen Coronavirus den Namen "Sars-CoV-2" ("Severe Acute Respiratory Syndrome"-Coronavirus-2). Mit der Bezeichnung ist das Virus gemeint, das Symptome verursachen kann, aber nicht muss.  Da es zunächst keinen Namen hatte, sprach man in den ersten Wochen vom "neuartigen Coronavirus"- infiziert hatte, sollte ebenfalls frühestens drei Monate nach der Corona-Diagnose wieder geimpft werden.

Dieselben Empfehlungen geben Experten in Deutschland auch Erwachsenen. Erwachsene und Kinder ab zwölf Jahren erhalten die gleiche Comirnaty-Dosis. Der einzige Unterschied: Für Erwachsene ab 30 Jahren kommt neben Comirnaty noch Spikevax von Moderna in Frage.

Und Kinder unter zwölf Jahren?

Ärzte raten, gesunde Kinder zwischen fünf und elf Jahren mit einer einzelnen Impfdosis Comirnaty vor dem Coronavirus zu schützen. Experten gehen davon aus, dass von allen Bevölkerungsgruppen Kinder am häufigsten bereits einmal mit SARS-CoV-2 infiziert wurden. Eine Impf-Dosis nach der Erkrankung ist für sie sicher und bereitet ihr Immunsystem besser auf einen erneuten Kontakt mit dem Coronavirus vor.

Die Experten prüfen in den kommenden Monaten, ob diese Empfehlung auch bei einer möglichen neuen Corona-Welle im Herbst noch gelten soll. Es ist möglich, dass sie dann empfehlen, Kinder noch ein weiteres Mal zu impfen.

Haben Kinder zwischen fünf und elf Jahren ein hohes Risiko, nach einer Infektion mit dem Coronavirus einen schweren COVID-19Covid-19 Die durch Sars-CoV-2 ausgelöste Atemwegskrankheit wird "Covid-19" (Coronavirus-Disease-2019) genannt.-Verlauf zu erleiden, sollten Sie zwei Corona-Impfungen und eine Auffrischimpfung mit Comirnaty erhalten. Dasselbe raten Ärzte Kindern, die in engem Kontakt mit Menschen stehen, denen ein schwerer Krankheitsverlauf im Infektionsfall drohen würde.

Eine höhere Gefahr schwer krank zu werden haben zum Beispiel Kinder mit starkem Übergewicht, angeborenen Herzfehlern, chronischen Lungenerkrankungen oder Trisomie 21. Auch Kinder mit Tumorerkrankungen oder Diabetes Mellitus mit schlecht eingestelltem Blutzucker haben ein höheres Risiko. Das Gleiche gilt für Kinder, die Medikamente einnehmen, die ihr Immunsystem unterdrücken.

Kinder unter zwölf Jahren bekommen einen speziellen Comirnaty-Kinderimpfstoff. Er ist schwächer dosiert als der, den Jugendliche und Erwachsene erhalten.

Für noch jüngere Kinder ist bislang noch kein Corona-Impfstoff zugelassen. Die Hersteller untersuchen derzeit, wie der Impfstoff Kinder in diesem Alter vor Corona schützt und wie sicher er ist. In bestimmten Fällen impfen manche Ärzte bereits Kinder unter fünf Jahren.

Risiken und Nebenwirkungen von Corona-Impfungen sehr selten

Der Impfstoff Comirnaty ist sicher und bietet einen guten Schutz. Seit er eingesetzt wird, gab es keine Signale, die auf etwas anderes hindeuten. Wie viele andere Impfstoffe löst er einige Tage nach der Impfung bei manchen Patienten Schmerzen an der Einstichstelle oder Fieber aus. Diese Reaktion zeigt, dass das Immunsystem auf den Impfstoff reagiert. Nach wenigen Tagen verschwinden die Reaktionen restlos.

Bei anderen Impfstoffen und auch Comirnaty wurde berichtet, dass in extrem seltenen Fällen Herzmuskelentzündungen bei Kindern aufgetreten sind. Die Gefahr war aber höher, nach einer Coronavirus-Erkrankung eine Herzmuskelentzündung zu entwickeln.

Auch bei Kindern zwischen fünf und elf Jahren wurden nur extrem selten schwere Nebenwirkungen beobachtet, und zwar in 0,0024 Prozent der Fälle. Jedes Kind überlebte den Vorfall, fast jedes ohne Folgen.

Wichtige Informationen (auf Deutsch)

https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/COVID-Impfen/FAQ_Liste_Impfung_Kinder_Jugendliche.html
https://www.zusammengegencorona.de/faqs/spezifische-personengruppen/corona-schutzimpfung-ab-5-jahren/

Wichtige Informationen (auf Ukrainisch bzw. Russisch)

https://medwatch.de/2022/03/04/impfung-corona-ukraine/


Redaktion: Nicole Hagen

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