Liebscher & Bracht Das große Versprechen von der Heilung ohne Operation

Foto: Röntgenaufnahme der Knie
Kann sehr schmerzhaften sein: Etwa ein Drittel der Männer und knapp der Hälfte der Frauen über 65 Jahre bekommen Arthrose etwa in den Knien. Foto: Pixabay

Das Autoren-Duo Liebscher & Bracht hat angeblich einen „Jahrhundertirrtum der Medizin“ aufgedeckt und bieten im Internet teure Hilfsmittel gegen Arthrose an. Das Problem: Irreführende Aussagen schüren Misstrauen in die Medizin, die Verantwortung für ihre Genesung wird subtil auf die Patienten geschoben.  

„Mich hat das Versprechen begeistert, um eine Operation herumzukommen“, sagt Heinz Wessinghage. Der 83-Jährige kämpfte jahrelang mit Tipps, Übungen und speziellen Physiotherapien von Liebscher & Bracht gegen seine Beschwerden an. Jahre des Schmerzes, die hätten vermieden werden können – wie Wessinghage heute weiß.

Der 83-Jährige war sein ganzes Leben sportlich. Noch vor drei Jahren ging er regelmäßig Laufen. Doch dann ging es ihm ähnlich wie etwa einem Drittel der Männer und knapp der Hälfte der Frauen über 65 Jahre – er bekam Arthrose. „Ich hatte Schmerzen in der Hüfte. Zunächst nur gelegentlich, dann immer häufiger und später waren sie so schlimm, dass ich nicht mehr schlafen konnte.“ Der ehemalige Zeitungredakteur für Sport konnte nur noch mit Stock gehen, an Joggen oder nur Spaziergänge war nicht mehr zu denken. Ärzte rieten ihm zu einer Hüft-Prothese. „Aber ich war misstrauisch. Man hört und liest so viel über unangebrachte Operationen.“ Er stieß im Internet auf die Webseite von Liebscher & Bracht und war angetan.

„Die Bücher und die Tipps sagten mir, dass ich das Problem mit Übungen, Nahrungsergänzungsmitteln und Physiotherapie selbst in den Griff bekomme.“ Ein Physiotherapeut, der nach Liebscher &Bracht arbeitet, beschied ihm, er brauche keine Hüft-Operation. „Ich vertraute dem Therapeuten. Nach jeder Sitzung war ich optimistisch und fühlte mich besser – allerdings hielt dieser Effekt immer nur wenige Stunden an.“

Als es Wessinghage dann im vergangenen Jahr immer schlechter ging und verschiedene andere Erkrankungen hinzukamen, ließ er sich doch eine Hüftprothese in einer Klinik einsetzen – mit durchschlagendem Erfolg. „Es war unglaublich, nach einer Woche war ich schmerzfrei. Ich hätte mir Vieles erspart, wenn ich mich gleich hätte operieren lassen.“

Skandal suggeriert: Gibt es die Arthrose-Lüge?

Davon abgehalten haben ihn die Methoden und Theorien von Liebscher & Bracht. „Die Arthrose-Lüge“ heißt das Buch von Roland Liebscher-Bracht und der Ärztin Petra Bracht. Der Titel suggeriert einen Skandal: Werden wir über die wahren Ursachen der Arthrose belogen? Beruhen gängige Therapien auf einer absichtlichen Täuschung der Medizinindustrie?

Nach Liebscher & Bracht gibt es tatsächlich zwei Realitäten zur Behandlung von Arthrose und Schmerzen. Die „herkömmliche Sichtweise“ der Medizin und diejenige des Autoren-Duos.

Ihre Sichtweise verkünden Roland Liebscher-Bracht und seine Frau nicht nur in Büchern, sondern auch auf ihrem Youtube-Kanal, der enorm erfolgreich ist: Mehr als 1,21 Millionen Abonnenten sind angemeldet, manche Clips wurden fast eine Million Mal aufgerufen. Die Videos tragen oft geheimnisvoll anmutende Titel wie „Kopfschmerzen – DAS hat dir noch niemand verraten.“ Zahlreiche Videos zeigen Anleitungen für Übungen, die gegen Schmerzen helfen sollen. Diese kostenlosen Übungen sind sozusagen der Einstieg. Verschiedene deutschsprachige Tageszeitungen kritisierten bereits die fehlende wissenschaftliche Beweislage für die Thesen von Liebscher und Bracht.

Auf ihre Kritiker reagieren sie auf ihrer Homepage mit dem Verweis, was man denn mit ein paar kostenlosen Übungen schon falsch machen könne. Tatsächlich sind die Übungen kostenlos, alles was damit verknüpft ist, ist hingegen kostenpflichtig. Im Online-Shop gibt es ein großes Angebot an Produkten: Etwa verschiedene Faszienrollen – Übungshilfen aus Schaumstoff oder ähnlichen Materialien – die im Set etwa 179,90 Euro kosten und „Rückenretter“ heißen.

Daneben können Interessierte auch Bücher, Filme und hochpreisige Nahrungsergänzungsmittel erwerben – am besten gleich im Abonnement. Ein weiterer Zweig des Geschäftsmodells ist eine Ausbildung in der Liebscher & Bracht – „Schmerztherapie“ für Physiotherapeuten, Heilpraktiker und Ärzte.

Für Liebscher und Bracht ist die Frage, wie Arthrose entsteht, schnell beantwortet:

Schmerzen und Arthrose entstehen durch die Nicht-Benutzung unseres Körpers, verstärkt durch schädigende Ernährung. Die Spannung der Muskeln und Faszien steigt. Knorpel und Bandscheiben werden überlastet, verschleißen und degenerieren. Die Faszien verfilzen.

Darüber hinaus entstünden die Schmerzen nicht durch den Verschleiß des Gelenkknorpels an sich, dies sei der „Jahrhundertirrtum“ der Medizin. Die wahre Ursache seien Verspannungen der Muskeln und Faszien, die das Gehirn dann registriere. Das Ergebnis dieser Gedankengänge ist dann eine Art Theoriegebäude, in dem nur Liebscher & Bracht-Übungen, sowie eine vegane und zuckerfreie Ernährung mit den Liebscher & Bracht-Nahrungsergänzungsmitteln die Heilung bringen. Dabei gibt es keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass Tierprodukte und Zucker als einzelne Lebensmittelkomponenten Arthrose begünstigen.

„Wenn es um ihre Gesundheit geht, sind Menschen leicht zu verunsichern“, sagt Johannes Flechtenmacher. Der Orthopäde aus Karlsruhe und Präsident des Berufsverbands für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU) behandelt täglich Patienten mit Arthrose und hat selten eine einfache Lösung mit garantierter Schmerzfreiheit anzubieten.

Arthrose ist eine komplexe Krankheit und nicht auf eine simple Ursache zurückzuführen. „Da es keine eindeutigen Laborergebnisse gibt, ist eine Indikationsstellung, also die Frage, ob und welche Therapie sinnvoll ist, hier schwieriger als bei vielen anderen Krankheiten.“ Dies spiele Liebscher & Bracht in die Hände, fügt er hinzu.

Arthrose ist die häufigste Gelenkerkrankung überhaupt, der wichtigste Risikofaktor ist das Alter: Je älter also eine Gesellschaft, desto häufiger kommt Arthrose vor. Häufig, aber nicht immer, macht sich die Krankheit ab einem gewissen Alter mit Schmerzen in Knie und Hüften, in den Händen oder anderen Wirbelgelenken bemerkbar.

Arthrose: Selten einfache Lösungen im Angebot

Begünstigt wird die Erkrankung durch Gelenkfehlstellungen, Übergewicht, alte Verletzungen und Bewegungsmangel, die über Jahre hinweg die schützenden Knorpelkappen der Gelenke schädigen. Auch eine gewisse genetisch bedingte Neigung zu Arthrosen ist eine von der Medizin benannte Ursache. „Arthrose ist wahrscheinlich keine einheitliche Krankheit, sondern die biologische Endstrecke verschiedener Entwicklungen und Verletzungen“, sagt Flechtenmacher. Aus diesem Grund bietet die Medizin verschiedene Behandlungsmethoden, manchmal auch eine Operation an – je nach Situation und Ausgangspunkt des Patienten. So können viele Patienten wieder schmerzfrei oder zumindest annähernd frei von Schmerz leben. Eine grundlegende Heilung des Gelenkknorpels kann jedoch kein seriöser Arzt in Aussicht stellen.

„Liebscher & Bracht hingegen bringen den Menschen eine simple Erklärung für ihre Schmerzen und eine Vision für ein schmerzfreies Leben in greifbarer Nähe – wer möchte das nicht?“, betont Johannes Flechtenmacher. Was diese Vision bei Heinz Wessinghage bewirkt hat, beschreibt er so: „Da meine Schmerzen ja laut Liebscher & Bracht durch die Übungen hätten besser werden müssen, hatte ich oft ein schlechtes Gewissen. Ich glaubte, ich sei selbst schuld, dass es mir nicht besser geht.“ Auch sein Physiotherapeut habe so argumentiert.

Liebscher und Bracht üben außerdem weitere Kritik an der schulmedizinischen Sicht auf Arthrose: Die beiden Autoren mutmaßen, dass am wissenschaftlich belegten Risikofaktor Übergewicht etwas nicht stimmen könne: „Die Arthrose der Sprunggelenke ist deutlich seltener als die der Hüft- und Kniegelenke. Auf die Sprunggelenke wirkt jedoch das meiste Gewicht ein, sie müssten also stärker gefährdet sein als Knie und Hüfte.“

Dabei lassen Liebscher & Bracht außer Acht, dass Übergewicht nicht nur als bloßes Gewicht auf die Gelenke drückt. Zusätzlich schütten bestimmte Fettzellen Botenstoffe aus, die Entzündungen im Körper und damit auch Arthrosen begünstigen. Wichtig ist also die Reduktion des Gewichts für Betroffene. Und nicht, dass sie auf tierische Produkte oder Zucker verzichten. Im Gegenteil: Radikaler Verzicht auf einzelne Lebensmittelgruppen birgt wiederum Gefahren für die Gesundheit.

Eigene Forschung zu Arthrose?

Belege für die Mutmaßungen und Behauptungen von Liebscher & Bracht gibt es keine. Zwar schreiben und sprechen sie immer wieder von „eigener Forschung“. Doch es ist keine einzige wissenschaftliche Arbeit in einer anerkannten Publikation zu finden. Darüber hinaus ist Petra Bracht zwar Ärztin, Roland Liebscher-Bracht hingegen hat sein Maschinenbau-Studium nicht abgeschlossen.

Auf Anfrage von Medwatch weisen Liebscher und Bracht die Kritik von sich und schicken eine ganze Reihe Links zu Publikationen mit, die ihre Sichtweise untermauern sollen. So schreiben sie:

„Die von uns von Beginn an aufgezeigte Ursache für die Entstehung von Arthrose und Schmerzen, nämlich der nicht vollständig genutzte Gelenkwinkel, sowie die Widersprüche in der klassischen schulmedizinischen Sicht der Arthrose, die Arthrose nur beschreiben aber nicht erklären kann, wurde schon vor Jahren wissenschaftlich bestätigt.”

Als Beleg führen Liebscher und Bracht eine Studie an, die allerdings gar keine ist, sondern nur die Hypothese eines einzelnen Autors aus dem Jahr 1994. „Diese Hypothese wurde in keiner einzigen Nachfolgearbeit bestätigt, sondern widerlegt“, erklärt Johannes Flechtenmacher. „Und dass eine zur Diskussion gestellte Hypothese kein zitierfähiges Studienergebnis darstellt, sollte wohl klar sein.“

Interessanterweise empfehlen Liebscher & Bracht in ihrem Buch außerdem Dinge als Neuheit, die längst Standard der normalen medizinischen Praxis sind. „Viele Aussagen kann man nicht bestreiten: Bewegung tut den Gelenken gut, die meisten Menschen bewegen sich zu wenig, Arthrose verursacht nicht zwingend Schmerzen“, berichtet Orthopäde Flechtenmacher. „Doch das alles ist seit Jahren wissenschaftlicher Konsens und  kein neues Erklärungsmodell.“

Kritik an Liebscher & Bracht: Qualitätspartner springt bei

Auch nennen Liebscher und Bracht Arbeiten des niederländischen Forschers Simon Mastbergen. Diese zeigen, dass sich nicht nur der „Knorpelverschleiß stoppen lässt, wenn der Gelenkspalt aufgedehnt wird, sondern sich das Knorpelgewebe sogar regenerieren kann.“ Was sie dabei nicht erwähnen: Mastbergen arbeitet zwar an Geweberegeneration bei Gelenkerkrankungen, insbesondere Arthrose. Nach eigenen Angaben sind aber „wichtige Höhepunkte unserer Arbeit die Entwicklung und Validierung eines einzigartigen Modells für Arthrose bei Hunden. (…) In jüngerer Zeit haben wir dieses Modell auf die Ratte ausgedehnt.“ Seine Arbeit unterstützt somit nicht direkt die Empfehlungen von Liebscher und Bracht. Er betreibt reine Grundlagenforschung, an Hunden und Ratten. Derartige Ergebnisse lassen sich nicht einfach auf den Menschen übertragen.

Zudem untersuchte Mastbergen in den von Liebscher und Bracht zitierten Studien in Wahrheit einen operativen Ansatz: „Darüber hinaus war unsere Gruppe die erste, die Gelenkdistraktion bei der Behandlung schwerer Arthrose einsetzte. Mit dieser Operationstechnik konnten wir zeigen, dass eine intrinsische Knorpelreparatur möglich ist, die lange Zeit als unmöglich angesehen wurde.“

Interessanterweise antworten nicht nur Liebscher & Bracht auf die Anfrage von MedWatch. Auch der Unfallchirurg Egbert Ritter hat unaufgefordert einen langen Brief geschrieben, in dem er die Arbeit des Duos lobt. Liebscher und Bracht schicken diesen der Einfachheit halber direkt mit. Kein Wunder, Ritter ist auf der Webseite von Liebscher & Bracht auch als „Qualitätspartner“ und erfolgreicher Teilnehmer der Ausbildungsgänge ausgewiesen.

Ritter berichtet in seinem Brief von seinen ausnehmend positiven Erfahrungen mit der Schmerztherapie von Liebscher & Bracht. Also habe er Kontakt mit der Universität Salzburg und Graz aufgenommen und 2019 eine Test-Studie begonnen: Bei zwanzig „schulmedizinisch aufgegebenen“ Patienten seien Knieschmerzen mit Dehnübungen stark reduziert worden. „Das Ergebnis war überwältigend und hat uns selbst überrascht“, schreibt Ritter. Zwar berichtete der ORF über diese laufende Studie an der Universität Salzburg 2019. Die Ergebnisse sind aber nirgendwo zu finden, offenbar wurden sie nicht publiziert. Eine valide wissenschaftliche Aussagekraft hätte die Studie aber ohnehin nicht – dafür sind zwanzig Patienten viel zu wenige.

Vitamine bei Arthrose: Zu hoch dosiert

Liebscher & Bracht empfehlen in ihrem Liebscher & Bracht -Shop auch verschiedene Nahrungsergänzungsmittel wie „Vitamin D3“, „Q10+“ oder „Basen+“. „Basen+“ diene der aktiven Entsäuerung und bringe Harmonie in den Säure-Basen-Haushalt, so steht es auf der Webseite. Die Theorie von der basischen Ernährung, bei der die Säuren im Körper mit basischen Lebensmitteln wie Blumenkohl in Schach gehalten werden sollen, gibt es schon seit 1913. Bis heute fehlt für diese Lehre nicht nur ein Wirksamkeitsnachweis, es existiert noch nicht einmal ein halbwegs plausibler Mechanismus im Körper, mit dem sich solch eine Theorie erklären ließe. Der Körper reguliert das Säure-Basen-Verhältnis in Blut und Gewebe selbstständig.

Auf den fehlenden Wirksamkeitsnachweis der basischen Ernährung angesprochen, antwortet Roland Bracht: „Unsere Erfahrung ist eine ganz andere. Vor allem Schmerzpatienten reagieren hervorragend auf eine Frischkost-pflanzenbasierte Ernährung.“

Der Orthopäde Johannes Flechtenmacher ist kritisch: „Einseitige Erklärungen zu den Krankheitsursachen und simple Therapieansätze ohne individuelle Beratung greifen bei der Arthrose zu kurz. Wenn den Menschen dann auch noch Geld aus der Tasche gezogen wird, ist das sehr bedenklich.“

Nahrungsergängsungsmittel gegen Arthrose? Produkte im Liebscher & Bracht-Shop

Tanja Wolf von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen sieht bei den Nahrungsergänzungsmitteln sogar Verstöße gegen die gesetzliche Nahrungsergänzungsmittelverordnung und die Lebensmittelinformationsverordnung. Liebscher & Bracht bewerben die Nahrungsergänzungsmitteln unter anderem mit folgender Passage:

“Für die optimale Versorgung mit Mikronährstoffen reicht der bloße Genuss von Obst und Gemüse heute aber nicht mehr aus. Längst macht sich die landwirtschaftliche Verwendung von Pestiziden in der abnehmenden Qualität der Lebensmittel bemerkbar: Waren Obst und Gemüse einst wertvolle Mikronährstoff-Quellen, zeigt sich heute, dass der Gehalt der wertvollen Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe immer weiter sinkt. Dieser Rückgang an natürlichen Mikronährstoffen im Obst und Gemüse ist fatal. (…)“

Die Nahrungsmittelergänzungsmittelverordnung verbietet die Behauptung und Unterstellung, dass bei einer ausgewogenen Ernährung die Zufuhr angemessener Nährstoffmengen nicht möglich sei.

Als wäre das nicht genug, könnte die Einnahme der Mittel teils möglicherweise sogar schädlich sein. Sie sind in manchen Präparaten zu hoch dosiert: „Bei den Bestandteilen von „Basen+“ scheint teilweise die empfohlene Höchstmenge überschritten zu werden. Diese beträgt zum Beispiel für Kalium 500 Milligramm. Das Präparat enthält jedoch 540 Milligramm“, sagt die Expertin für Verbraucherschutz im digitalen Gesundheitsmarkt Tanja Wolf.  

Heinz Wessinghage hat einmal viel Geld ausgegeben für Hilfsmittel und Nahrungsergänzungsmittel von Liebscher & Bracht. Zusätzlich haben die Theorien und Empfehlungen ihn sogar dazu gebracht, die helfende Operation lange hinauszuschieben. Er hat eine persönliche, wenngleich natürlich nicht für jeden passende Empfehlung: „Wenn mehrere Ärzte ein künstliches Hüftgelenk empfehlen, machen Sie es. Meine Arthrose war viel schmerzhafter als die Operation.“ Sein Gehstock liegt schon lange wieder im Keller.  

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9 Kommentare zu „Das große Versprechen von der Heilung ohne Operation

  1. Also, ich bin komplett anderer Meinung als Herr Wessinghage. Bin 63 und leide an einer schweren Hüftathrose. 3 Jahre lang konnte ich kaum laufen und hatte auch starke Schmerzen in der Nacht. War bei 6 Orthopäden alle außer einem haben sofort zur Op geraten. Gottseidank hab ich das nicht machen lassen.. Durch das viele sitzen sind meine ganzen Muskeln verkürzt und verfilzt, deswegen hat sich eine Arthrose bei mir entwickelt. Durch .2 Übungen von Liebscher und Pracht bin ich fast schmerzfrei und kann wieder prima laufen. Meine Lebensqualität ist um 80% gestiegen. Und es hat mich keinen Cent gekostet.
    Im Übrigen ist nicht nur Liebscher und Pracht einen anderen Weg bei der Arthrose gegangen, sondern mittlerweile auch viele andere Psychotherapeuten, selbst Orthopäden empfehlen ähnliches wie Liebscher und Bracht. Fakt ist auch, ein künstliches Hüftgelenk nutzt sich ebenso ab wie ein natürliches und die Muskeln verkürzen erneut wieder, wenn die Ursache (vieles Sitzen, falscher Sport, Übergewicht …) nicht behoben wird. Dann sind die Schmerzen wieder da.
    Das schwierige bei Liebscher und Bracht ist die richtigen Übung zu finden. Ein Physio Vorort hat mich da bei der Auswahl der Übungen von Liebscher und Bracht unterstützt. Und das hat sich ausgezahlt. Kann wieder ganz normal gehen und nachts gut schlafen.
    2 Freunde von mir, haben sich an der Hüfte operieren lassen. Beide können seither nicht mehr vernünftig laufen und bei einem kommt der stechende Schmerz auch wieder. Ich würde mich an der Hüfte nur dann operieren lassen, wenn die Hüftpfanne zerstört wäre oder der Muskelschmerz so extrem ist, dass ich nicht mehr schlafen kann. Aber in der Regel kann das Liebscher und Bracht mit seinen Übungen verhindern. Bei mir hat’s auf jeden Fall sehr gut geholfen.

    1. Hallo Herr Metzler,
      dass Bewegung und Dehnübungen gegen Arthroseschmerzen helfen können, ist unbestritten. Auch Schulmediziner raten zu mehr Bewegung bei Arthrose. Auch ist eine Operation nicht für jeden eine gute Lösung, das ist von Patient zu Patient verschieden – auch in der Schulmedizin. Was bei Liebscher und Bracht jedoch kritisch ist, ist die Werbung mit einem angeblich ganz neuen Erklärungsansatz und der Vorwurf einer Lüge an die Medizin. Mit diesen Aussagen verkaufen Liebscher und Bracht viele Produkte, Lehrgänge und Nahrungsergänzungsmittel, die bestenfalls keinen Nutzen haben.

      Beste Grüße,
      Judith Blage

      1. Danke das sehe ich ähnlich . Bin aufgrund von 4 OPERATIONEN AM Knie durch viel angelesenes Wissen mittlerweile zur Knieexpertin geworden. ,iebscher und Bracht habe ich immer auch kritisch gesehen, Arthrose kann muss sich aber nicht immer gleich schmerzhaft äußern. Es kommt immer auch auf den Grad der Knorpelschädigu g an und ob der Knochen schon Anbauen sogenannte Osteopathen am erkrankten Randbereich des Knochens gebildet hat. Ob es eine Achsabweichung gibt und diesbezüglich die Gelenkpartner ungleichmäßig bei der Bewegung belastet. Und noch so vieles mehr was hier aber zu weit führen würde. Ab einembestimmten Leidensdruck und Schmerzen die auch in Ruhe anhalten ist die Implantation eines Teiles einer Prothese oder je nach Schädigung auch eine Komplettendoprothese der sicherere Weg zu einem schmerzfreien Leben und die Rückgewinnung der Lebensqualität.

  2. Meine Erfahrung als 52 jähriger mit Liebscher & Bracht ist sehr positiv. Allerdings muss ich zugeben, dass ich nicht akut unter Arthrose leide sondern Berufsbedingt unter (akutem) Bewegungsmangel. Es handelt sich um leichte ISG Probleme, Knie und Rücken “Zipperlein”
    Wenn ich die Übungen (Engpassdehnungen) von L&B regelmäßig mache
    gehen diese “Zipperlein” auf ein angenehmes Maß zurück. Ich verbinde es noch mit Sport (Laufen und Krafttraining) in Maßen.ein ISG-Thema haben in der Vergangenheit 2 Physios und 2 Orthopäden nicht hinbekommen.
    Von den Kosten finde ich es nicht übertrieben, es waren 2 Bücher ca. 40Euro Hilfsmittel ca. 150.- und mittlerweile ein Online Abo für die Übungen für 12.- (Monat).
    Durch diese positive Erfahrung habe ich auch die Ernährung umgestellt, hier kann ich die Rezepte von Petra Bracht auch empfehlen, wobei wir auch andere verwenden.
    Es wird das Intervallfasten empfohlen welches mir sehr geholfen hat. Mittlerweile 8kg weniger Gewicht und mehr Energie und Wohlbefinden.
    Diese Bücher lagen preislich bei ca. 60-80.–
    Zu Nahrungsergänzungspräparaten kann ich nichts sagen da ich diese selbst grundsätzlich ablehne.
    Beim Lesen des Artikels habe ich mir Gedanken über die Kosten und den Aufwand eines Implantats gemacht.
    Zugegeben für mich wäre es kostenlos weil meine KV dafür aufkommt, allerdings sollte man speziell die Praxis der künstlichen Hüften als Geschäftsmodell in Deutschland auch beleuchten. Hierzu gibt es einige kritische Recherchen.
    z.B. https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Experten-warnen-Hueftprothesen-oft-ueberfluessig,huefte252.html

    Allgemein haben wir meiner Meinung nach ein gesellschaftliches Problem d.h. Ernährung, Bewegung und Stress.
    Daraus resultieren die Zivilisationskrankheiten zu der wahrscheinlich auch ein Stück weit Arthrose gehört
    Oft ist es mit Sicherheit auch zu spät um mit Alternativen ein Implantat zu vermeiden.
    Deshalb finde ich es gut Alternativen zur Schulmedizin zu haben.
    Letztendlich muss jedoch jeder selbst wissen was und wie viel er in seinem Gesundheit investiert bzw. wem er vertraut.

  3. Ich habe schon bevor Liebscher/Bracht seine Ernährungszusatzmittel angeboten hat meine Ernährung umgestellt d.h. ja nicht das man keinen Zucker und nichts mehr vom Tier ist. Aber ich habe es sehr eingeschränkt und es geht mir damit wesentlich besser ob das nun wissenschaftlich bewiesen ist ist mir egal mir geht es damit besser und wenn man sein Gehirn einschaltet braucht es keine Wissenschaftliche Studien das ist einfach logisch. Weniger Zucker ist eher ein politisches Thema da ja viele daran verdienen und die Politik zuschaut wie sich alle krank essen. Die Übungen helfen mir im Alltag wenn es da und dort zwickt es schadet mir auf jeden Fall nicht.Es steht jedem frei sich operieren zu lassen wenn es dann erforderlich ist. Es ist aber auch bekannt das in Deutschland gerne und zu häufig operiert wird. Also liegt Liebscher/Bracht hier nicht so falsch.

  4. „Dabei gibt es keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass Tierprodukte als einzelne Lebensmittelkomponenten Arthrose begünstigen.” Das ist eine Lüge !!! Es gibt unzählige Studien, die aufzeigen dass der Konsum von Tierqualerzeugnissen*, allen voran Fleisch/Fleischprodukte, Arthrose (und zahlreiche weitere Zivilisationskrankheiten**) in signifikantem Maße verursacht, Stichwort: Arachidonsäure! Warum werden solche Lügen verbreitet?

    *Milch/Milchprodukte, Fleisch/Fleischprodukte, Eier, Fisch…

    **Krebs, Diabetes (inkl. Typ I-> Fütterung mit artfremder Säuglingsnahrung [Milch/Milchprodukte] in der Kindheit-> Zerstörung der Funktion/Fähigkeit der BSD Insulin zu produzieren), Hypertonie, Atherosklerose, Herzinfarkt, weitere kardiovaskuläre Erkrankungen, Apoplex, Osteoporose, Rheuma, Gicht, MS, Arthrose, Demenz/Alzheimer, Adipositas, Allergien, Akne, Migräne, usw…

    1. Hallo “Unbequeme Wahrheit”,
      tatsächlich gibt es keine seriösen wissenschaftlichen Belege dafür, dass Fleisch- oder Milchprodukte Arthrose verursachen, wie Sie schreiben. Tatsächlich ist aber belegt, dass Übergewicht ein wichtiger Risikofaktor ist, so steht es auch im Artikel. Wie Übergewicht entsteht, ist sehr unterschiedlich: Das kann durch einen hohen Fleischkonsum entstehen oder auch durch ein Zuviel an Zucker oder anderer Nahrungsbestandteile.

      Beste Grüße,
      Judith Blage

  5. hallo,

    dann sollte aber auch im text stehen, das viele patienten probleme haben mit dem gelenkersatz. bakterien, lose teile usw., das sind einige tausende im jahr … 🙁

    frage: wo findet man studien über die wirksamkeit von gelenkersatz und wie/wo werden diese produkte abgenommen, getestet usw.

    danke und gruß

Wir freuen uns über kritische Kommentare, Feedback und Vorschläge. Wir bitten darum, Kommentare sachlich zu halten und auf Beleidigungen zu verzichten – und behalten uns vor, Kommentare ansonsten nicht zu veröffentlichen. Bitte belegen Sie Ihre Aussagen nach Möglichkeit auch mit Links oder anderen Verweisen. Wir prüfen alle Kommentare vorab und schalten sie frei - insbesondere am Abend oder am Wochenende geschieht dies teils zeitverzögert. Besten Dank und schöne Grüße vom MedWatch-Team!

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