Die große Strahlenpanik Wie Mobilfunkgegner Angst vor 5G verbreiten

Foto eines Funkmasts
(Foto: Pixabay / Bearbeitung: Felix Huesmann)

Eduard Meßmer steht an einem sonnigen Septembertag auf der Wiese vor dem Berliner Reichstag und spricht. Vor seinem Rednerpult sind ein paar Hundert Gleichgesinnte versammelt, sie alle eint die Angst. Angst vor etwas, das niemand sehen kann, von dem jedoch manche behaupten, sie könnten es spüren – und es mache sie krank.

Meßmer ist der Initiator einer Petition an den Deutschen Bundestag, die sich gegen die Einführung des neuen Mobilfunkstandards 5G richtet. Diese fünfte Generation des Mobilfunks ist angetreten, die technologisierte Weltgesellschaft auf eine neue Evolutionsstufe zu heben. Fabriken sollen noch stärker vernetzt werden können, Maschinen miteinander kommunizieren. Schon in wenigen Jahrzehnten sollen wir uns auf der Autobahn zurücklehnen können, während uns ein Elektroauto ganz autonom ans Ziel bringt.

Meßmer und seinen Mitstreitern macht diese Vision Angst. Nicht so sehr wegen der selbstfahrenden Autos, sondern vielmehr wegen der dafür benötigten Funkverbindungen. 5G bringe allerlei Gesundheitsrisiken mit sich, sagen sie. Am Tag nach der Demo im Regierungsviertel sitzt Meßmer als Petent vor dem Petitionsausschuss des Bundestages und konkretisiert seine Befürchtungen: Er sorge sich vor allem um ein erhöhtes Krebsrisiko. Auch schon vor 5G seien die Krebsraten in Deutschland durch den Mobilfunk bereits angestiegen.

Meßmer ist mit seinen Sorgen nicht allein. Fast die Hälfte der Deutschen glaubt laut einer repräsentativen Umfrage des Bundesamts für Strahlenschutz fälschlicherweise, dass Handystrahlung das Erbgut schädigt. Dass derartige Behauptungen überhaupt Glaubwürdigkeit genießen, hat auch mit Anti-Mobilfunk-Lobbygruppen zu tun, die unwissenschaftlich mit Studienergebnissen hantieren. Mit Ärzten, die Ängste streuen und dann mit der Behandlung vermeintlicher Mobilfunkschäden Geld verdienen. Und mit Medien, die obskure Behauptungen von Mobilfunkgegnern mit derselben Ernsthaftigkeit behandeln, wie den aktuellen wissenschaftlichen Forschungsstand. Ein Überblick.


Falschmeldungen, Verschwörungstheorien und Horrorszenarien

Im Gegensatz zu vielen Behauptungen, die 5G-Gegner derzeit im Internet verbreiten, klingen Meßmers Befürchtungen noch fast harmlos. Gerade in den sozialen Medien finden sich eine Vielzahl an Falschinformationen und Verschwörungstheorien über den neuen Mobilfunkstandard: Im November 2018 sorgt eine Schreckensmeldung aus der niederländischen Hauptstadt Den Haag für Aufsehen, verbreitet unter anderem von dem traditionell faktenarmen Portal „Epoch Times“. Durch einen 5G-Test seien hunderte Vögel gestorben, heißt es dort.

Tatsächlich wurden in einem Park in der Stadt mehrfach Dutzende tote Stare gefunden. Opfer eines 5G-Experiments wurden sie jedoch nicht. Derartige Tests gab es dort zu diesem Zeitpunkt nicht einmal, wie die Stadtverwaltung dem österreichischen Portal „Mimikama“ mitteilte. Stattdessen starben die Vögel offenbar, weil sie giftige Pflanzenteile gefressen hatten, wie eine toxikologische Untersuchung ergab. Auch mehr als ein Jahr nachdem die Behauptung vom Vogelsterben durch 5G widerlegt wurde, steht der Artikel der „Epoch Times“ ohne Korrektur weiterhin im Netz.

Eine ähnliche Behauptung aus dem kalifornischen Sierra Madre macht ebenfalls seit mehreren Monaten die Runde. Ein Video soll angeblich zeigen, wie Bienen dort zwischen zwei 5G-Sendemasten verenden. Auch das ist ganz offenkundig falsch – denn in Sierra Madre stehen gar keine 5G-Sendeanlagen.

„Weil wir Antennen sind“

Einer der internationalen Kronzeugen für die vermeintliche 5G-Bedrohung ist der Brite David Icke. Schenkt man ihm Glauben, dann ist der neue Mobilfunkstandard eigentlich eine Waffe. „Es wird vom Militär verwendet“, sagt er in einem Interview. „Diese Technologie wird verwendet, um Menschenmengen auseinander zu treiben.“ Und mehr noch: Der menschliche Körper sende und empfange selbst elektromagnetische Signale und werde durch Funkwellen in seinem Wohlbefinden gestört. „Du kannst die Wahrnehmung von Menschen von außen beeinflussen, indem du diese Frequenzen sendest, mit denen wir interagieren, weil wir Antennen sind.“

Screenshot aus einem Video mit David Icke

David Icke ist weder Physiker noch Biologe oder Mediziner. Seine Ausführungen zur Wirkweise von Funkstrahlung entbehren jeder wissenschaftlichen Grundlage. Icke ist vielmehr ein ehemaliger Fußballprofi, der sich seit den Neunzigerjahren als Publizist und Redner in Sachen Weltverschwörungstheorien verdingt. Seine wohl bekannteste und zugleich wirrste Erzählung besagt, die Erde würde heimlich von außerirdischen Reptilienwesen beherrscht, die die Form von Menschen annehmen können. Königin Elizabeth, George W. Bush und die Clintons? Für David Icke ganz klar formwandelnde Reptilien aus dem All. In rechtsesoterischen Kreisen, in Teilen der Impfgegner-Szene und auch unter einigen 5G-Gegnern gilt er dennoch als glaubwürdige Quelle.

Ist Mobilfunk gefährlich?

Doch lauert uns mit der Einführung von 5G tatsächlich eine Gefahr auf? Werden wir durch den bereits bestehenden Mobilfunk schon seit Jahrzehnten gesundheitsschädlichen Strahlen ausgesetzt?

Die zuständige Behörde sagt: Nein. „Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) weist darauf hin, dass es unterhalb geltender Grenzwerte keinen Nachweis für gesundheitliche Auswirkungen des Mobilfunks gibt“, teilte das BfS anlässlich der Internationalen Funkausstellung im September mit. Und: „Das gilt auch für 5G.“

Dennoch rät das Bundesamt dazu, die Strahlenbelastung zu minimieren, indem etwa Headsets und Freisprechanlagen verwendet werden und das Handy bei aktiver Verbindung nicht zu oft direkt an den Kopf gehalten wird.

Alexander Lerchl, Professor für Biologie und Wissenschaftsethik an der privaten Jacobs University in Bremen, sagt: „Es gibt keinen rationalen Grund, anzunehmen, dass Mobilfunkstrahlung gesundheitsschädlich ist.“ Denn auch wenn das Wort Strahlung erst einmal gefährlich klingt, besteht zwischen Mobilfunkstrahlung und anderer, nachweislich krebserregender Strahlung, ein großer Unterschied. Bei Mobilfunk handelt es sich um sogenannte nichtionisierende Strahlung. Der einzige nachgewiesene Effekt nichtionisierender Mobilfunkstrahlung ist eine Erwärmung. Zu diesem Schluss kam auch das „Deutsche Mobilfunk Forschungsprogramm“ des Bundesamts für Strahlenschutz nach mehrjährigen Untersuchungen im Jahr 2008. Dass sich der Körper etwa durch das Telefonieren mit dem Handy merklich erwärmt, werde jedoch durch die bestehenden Grenzwerte sicher ausgeschlossen, sagt Alexander Lerchl. „Andere Effekte als dieser thermische Effekt sind bisher nicht nachgewiesen.“

Als ionisierende Strahlung wird dagegen etwa Röntgenstrahlung, Strahlung durch radioaktives Material, oder auch die UV-Strahlung des Sonnenlichts bezeichnet. Die kann „Elektronen aus Atomen oder Molekülen herauslösen und dadurch zu chemischen Veränderungen im Sinne von Mutationen führen“, erklärt Lerchl.  „Das ist durch Mobilfunk, also durch nichtionisierende Strahlung, aber völlig unmöglich.“

Rosinenpickerei in den Studiendatenbanken

Dennoch berufen sich Mobilfunkgegner immer wieder auf wissenschaftliche Studien, die ihre Bedenken belegen sollen. Vor dem Petitionsausschuss des Bundestages verweist Eduard Meßmer etwa auf die Mobilfunkkritiker-Initiative „Diagnose:Funk“, die einschlägige Studien aus dem EMF-Portal der Universität Aachen auswerte.

Das Portal erfasst systematisch wissenschaftliche Forschungsdaten über die Auswirkungen elektromagnetischer Felder und fasst sie auf deutsch und englisch zusammen. Die Projektleiterin des EMF-Portals, Sarah Drießen, kommt dabei allerdings zu einem anderen Ergebnis als Meßmer und „Diagnose:Funk“. Wie Lerchl sagt auch sie: Nach derzeitigem Forschungsstand gebe es keinen Grund zur Annahme, dass Mobilfunkstrahlung unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte krank macht. Belegt sei lediglich der thermische Effekt.

„Es gibt trotzdem jede Menge Studien, die auch Langzeitwirkungen unabhängig von dieser thermischen Wirkung untersucht haben“, sagt sie. „Einfach um mal zu gucken, ob es nicht auch andere Wirkungen geben könnte, die bei einer langanhaltenden Exposition auftreten könnten.“ Unter diesen Studien gebe es viele, „die irgendwelche Hinweise auf irgendwelche Wirkungen gefunden haben“, erklärt die Biologin. „Es gibt darunter gute Studien und schlechte Studien. Jeder untersucht einfach irgendwas, und in der Summe kommt dann auch irgendwann irgendwo etwas raus.“

Kritiker, sagt Drießen, würden sich aus tausenden Studien genau jene herauspicken, die ihnen scheinbar Recht geben und sagen: „Oh schaut doch mal, hier gibt es hunderte Studien, die irgendwas gefunden haben.“ Die Mehrheit an Studien, die zu gegenteiligen Ergebnissen kommen, würde dabei nicht beachtet.

Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) der Weltgesundheitsorganisation hat 2011 Studien ausgewertet, die einen möglichen Zusammenhang zwischen Handystrahlung und Krebs untersucht haben. Am Ende stand die Einschätzung: Mobilfunkstrahlung ist möglicherweise krebserregend.

„Das klingt schwierig nachzuvollziehen“, sagt die Biologin Drießen, „aber die Einstufung spiegelt im Prinzip genau die Datenlage wieder: Die ist nämlich inkonsistent. Das heißt, es gibt ein paar Studien, die darauf hindeuten, aber wir haben auch viele Studien, die keinen Zusammenhang finden.“ Auch das Bundesamt für Strahlenschutz weist darauf hin, dass die Klassifizierung durch die IARC keineswegs bedeute, dass eine krebserregende Wirkung des Mobilfunks nachgewiesen sei. Die Behörde spricht von „begrenzten Anhaltspunkten“ in einem kleinen Teil der untersuchten Studien. Die Studien des „Deutschen Mobilfunk Programms“ seien den Hinweisen auf mögliche krebserregende Wirkungen nachgegangen und hätten diese nicht bestätigen können.

Alexander Lerchl hält die Einstufung durch die IARC für wenig hilfreich. „Möglicherweise krebserregend ist alles mögliche“, sagt er. „Bis vor ein paar Jahren war auch Kaffee noch in dieser Kategorie. Immer noch so kategorisiert sind bestimmte eingelegte Gemüsesorten.“ Die Organisation habe die Einstufung außerdem „nur auf Handys am Körper bezogen, und nicht auf Mobilfunk-Basisstationen. Zur Immission tragen Mobiltelefone am meisten bei und Mobilfunkmasten nur einen geringen Bruchteil.“

5G ist gar nicht so neu

Auch die Einführung des neuen Mobilfunkstandards bereitet Lerchl und Drießen keine Sorgen. „Die Frequenzen, die für 5G zur Zeit eingesetzt werden, sind nicht neu. Das einzige, was sich ändert, ist zunächst das Protokoll, das eine viel schnellere Übertragung großer Datenmengen zulässt”, erklärt Alexander Lerchl. In Zukunft sollen weitere Frequenzen in den Bereichen zwischen 26 und 28 Gigahertz und über 40 Gigahertz hinzukommen. Manche Frequenzen in diesem Bereich würden heute bereits für den Richtfunk genutzt, sagt Lerchl. Völlig neu sei ihre Verwendung deshalb auch nicht.

Sarah Drießen hält es dennoch für wichtig, dass diese Frequenzbereiche weiter erforscht werden. „In dem Bereich wissen wir deutlich weniger“, sagt sie. Was bekannt ist: Hohe Frequenzen dringen weniger tief in den Körper ein, als niedrige. Die Strahlung wird deshalb schon in der Haut absorbiert. Wie das auf den Körper wirkt, will ein von Alexander Lerchl geleitetes Team in den kommenden Jahren an der Jacobs-University in Bremen erforschen. Anhand von Zellkulturen der Haut wollen die Forscher untersuchen, ob sich Geninformationen durch die elektromagnetische Strahlung der 5G-Frequenzen verändern. Finanziert wird das Forschungsprojekt vom Bundesamt für Strahlenschutz.

Zweifelhafte Unterstützung aus der Wissenschaft

Der beruhigenden Einschätzung von Fach-Wissenschaftlern und staatlichen Stellen zum Trotz stehen Mobilfunkkritiker und 5G-Gegner wie Eduard Meßmer gar nicht so allein auf weiter Flur. Unterstützung erhalten sie auch von Wissenschaftlern und Ärzten, die allerdings oft auch nicht vom Fach sind.

Zur Anhörung vor dem Petitionsausschuss brachte Meßmer etwa Wilfried Kühling mit, Professor für Raum- und Umweltplanung und Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats beim Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND). Auf dem Demo am Tag zuvor hielt auch Klaus Buchner eine Rede, Physik-Professor, Europaabgeordneter der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) und passionierter Mobilfunkkritiker. Initiativen wie „Diagnose:Funk“ berufen sich außerdem nicht nur auf handverlesene Studien, sondern auch auf Petitionen und Appelle von Wissenschaftlern. Einer davon ist der „EMF Scientist Appeal“, ein Appell an die Vereinten Nationen und die Weltgesundheitsorganisation. Darin ist etwa von einem erhöhten Krebsrisiko und genetischen Schäden durch Mobilfunk selbst unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte die Rede.

Unterschrieben ist der Appell von rund 250 Wissenschaftlern aus 43 Ländern, die laut eigener Aussage die biologischen und gesundheitlichen Auswirkungen elektromagnetischer Felder untersuchen. Ein Blick auf die deutschen Unterzeichnern zeigt: Es sind teilweise fachfremde Wissenschaftler und Ärzte, außerdem ein Professor, dessen vielbeachtete Studie über vermeintliche Erbgutschäden durch Mobilfunkstrahlung an der Medizinischen Universität Wien wegen Fälschungsvorwürfen in die Kritik geraten war und anschließend nicht von unabhängigen Studien bestätigt wurde. Mindestens einer der deutschen Unterzeichner verdient Geld mit dem Verkauf von Gerätschaften, die gegen „Elektrosmog“ schützen sollen.

Menschen sollen unter Elektrohypersensibilität leiden

In Stuttgart macht unterdessen ein Ärzte-Arbeitskreis von sich reden. Im Oktober demonstrierten die Mediziner gegen die Einführung von 5G und überreichten der Landesregierung einen offenen Brief. Darin warnen sie nicht nur vor 5G, sondern berichten auch von ihren Patienten, die unter „Elektrohypersensibilität“ litten, die durch „eine ständig wachsende Exposition gegenüber technischen elektromagnetischen Feldern“ ausgelöst werde. Fünf bis zehn Prozent der Bevölkerung sei betroffen. Die angeführten Symptome: Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Tinnitus, Konzentrationsschwierigkeiten, Nervosität, Herzrhythmusstörungen, Burn-Out und mehr.

Studien des Bundesamts für Strahlenschutz zeigen hingegen, dass sich nur knapp zwei Prozent der Bevölkerung als „elektrosensibel“ bezeichnen. Bislang konnte außerdem kein ursächlicher Zusammenhang zwischen elektromagnetischen Feldern und den beschriebenen Effekten nachgewiesen werden. Zu diesem Schluss kommt auch die Weltgesundheitsorganisation.

Mehrere der Ärzte, die den Stuttgarter offenen Brief unterschrieben haben, haben sich auf die Behandlung vermeintlich „elektrosensibler“ Patienten spezialisiert und treten in der Szene der Mobilfunkkritiker als Redner auf. Ein Teil der Unterzeichner bietet als Naturheilkundler auch eine Reihe anderer nicht evidenzbasierter Therapien an.

Medienphänomen Elektrosensibilität

Dass derartige Behauptungen von 5G-Gegnern und Mobilfunkkritikern auch über die Esoterik-Szene hinaus Glaubwürdigkeit genießen, hat auch mit der jahrelangen Berichterstattung vieler Medien zu tun.

Vor allem Einzelschicksale vermeintlich „Elektrosensibler“ sind ein beliebter Gegenstand in Reportagen und Fernsehbeiträgen. Ein regelrechter Promi unter den „Elektrosensiblen“ ist Ulrich Weiner. Schon als Kind war Weiner vom Funk beeindruckt, später verdiente er sein Geld mit den immer populärer werdenden Mobiltelefonen. Heute lebt er laut eigener Darstellung bereits seit mehr als 15 Jahren in einem Wohnwagen, fährt durch das Land, immer auf der Suche nach einem der letzten verbleibenden Funklöcher.

Der Mobilfunk habe ihn krank gemacht sagt Weiner. Er könne sich der Strahlung nur kurze Zeit aussetzen, dann bekomme er Konzentrationsschwierigkeiten, Sprachprobleme, breche irgendwann zusammen. Trotz seines Leidens fährt er aber auch in Städte und hält dort Vorträge – oftmals in einen vermeintlichen Strahlenschutzanzug gekleidet.

Seine Geschichte scheint für viele Fernsehsender geradezu perfekt. Die öffentlich-rechtlichen Sender SWR, MDR und WDR haben sich ihr gewidmet, auch SAT1 und das Pro7-Magazin Galileo haben über Weiner berichtet. In vielen Beiträgen wird kaum ein kritischer oder zweifelnder Ton erhoben.

In einem Beitrag der SWR-Landesschau Baden-Württemberg aus den 2000er Jahren wird Weiners „Elektrosensibilität“ etwa unhinterfragt als Fakt dargestellt. Statt einer kritischen Einordnung wird sein Arzt Joachim Mutter befragt. Dieser ist in der Szene der Mobilfunkkritiker und Esoteriker kein Unbekannter: Er hielt beispielsweise einen Vortrag bei der „Anti Zensur Koalition“ (AZK), einem Verschwörungstheorie-Gipfel des Schweizer Sektengründers Ivo Sasek. Auch Mutters einstiger Patient Ulrich Weiner war dort bereits als Redner zu Gast.

Der MDR-Sachsenspiegel begleitete Weiner im Jahr 2004, als der auf seiner Suche nach Funklöchern in Sachsen unterwegs war. Statt kritischer Einordnung gibt es auch hier ein Interview mit einem Arzt Weiners, Hans-C. Scheiner, der unhinterfragt erklären durfte, dass Handystrahlung auch in niedrigen Dosen „eindeutig krebserregend“ sei. Auch der im Jahr 2012 verstorbene Scheiner war Mobilfunkgegner und Redner auf Ivo Saseks „AZK“.

Noch im Oktober 2019 widmete sich ausgerechnet der „Tagesschau-Wissenscheck” der Frage, ob „Elektrosmog“ schädlich sei. Mobilfunkkritiker Wilfried Kühling behauptet darin in einem eingespielten Beitrag, Studien seien eindeutig, die eine Krebswirkung des Mobilfunks zeigen. In einem Interview erklärt Forscherin Sarah Drießen anschließend, dass das nicht stimmt. Zum Schluss geht es im „Wissenscheck“ um Elektrosensibilität. Anmoderiert mit den Worten: „Ich nutze das Handy täglich und bin ja auch auf der Arbeit auch etwa hier im Studio von elektromagnetischer Strahlung umgeben. Ob die gut oder schlecht ist, das spüre ich nicht. Es gibt aber auch Menschen, bei denen das ganz anders ist. Die spüren das. Die sind elektrosensibel.“

Im nachfolgenden Beitrag wird zunächst eine Frau porträtiert, die unter „Elektrosensibilität” leidet. Darin heißt es über die Betroffenen: „Ihnen macht vor allem die hochfrequente Strahlung von Mobilfunk, WLAN, oder Schnurlostelefonen zu schaffen. Diese funken auf der gleichen Frequenz wie eine Mikrowelle, nur weniger stark.“ Das klingt gefährlich.

Anschließend kommt der Arzt, Naturheilkundler und „Achtsamkeitslehrer“ Harald Banzhaf zu Wort. Er gehört zu den Unterzeichnern des Stuttgarter offenen Briefs, ist Mobilfunkkritiker und hat sich auf die Behandlung „Elektrosensibler“ spezialisiert.

Am Ende erwähnt der Sprecher des Beitrags, dass die Weltgesundheitsorganisation „das Leiden“ nicht anerkenne, weil bisher nicht eindeutig nachgewiesen sei, dass elektromagnetische Strahlung die Ursache für die Beschwerden ist.

Das „false balance“-Problem

Der Forschungsstand ist eindeutig. Der „Wissenscheck“ stellt jedoch „beide Positionen“ gleichberechtigt nebeneinander. „Auch wenn das Phänomen nicht als Krankheit gilt, ist die Zahl der Betroffenen so groß, dass wir es in der Sendung thematisieren wollten“, teilt die stellvertretende Tagesschau24-Leiterin Claudia Stocksieker auf MedWatch-Anfrage mit.

Man habe sich im Sprechertext „bewusst für distanzierende Formulierungen“ entschieden, um zu verdeutlichen, „dass die Redaktion sich die Auffassung nicht zu eigen macht“. Stocksieker schreibt: „Wir sind überzeugt davon, dass unsere Zuschauerinnen und Zuschauer dadurch verstehen, dass das eben keine unumstößlichen Fakten sind, sondern dass viele Medizinerinnen und Mediziner/Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler das anders sehen und es durchaus Diskussionen darüber gibt.“

So liefert die Sendung ein Anschauungsbeispiel für die Gefahr der „false balance“, der falschen Gleichgewichtung konträrer Positionen im Journalismus. Was den Klimawandel anbelangt oder die angebliche Autismus-Gefahr durch Masern-Impfungen, hat der professionelle Journalismus diese „false balance“ in weiten Teilen hinter sich gelassen. Was vermeintliche Auswirkungen des Mobilfunks angeht, besteht offenbar Nachholbedarf.

Redaktionsteam

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52 Kommentare zu „Wie Mobilfunkgegner Angst vor 5G verbreiten

  1. Bullshit! Klar macht das krank, und klar das die Medien die von der elite abhängig sind dies verleugnen. Studien werden privat finanziert und haben nix mit der Wahrheit zu tun sondern mit dem was die Öffentlichkeit denken soll.

    1. Hallo Pohl, die Studie, die Herr Prof. Lerchl verantwortet, wird vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) finanziert. Auch das im Artikel genannte Deutsche Mobilfunk Forschungsprogramm war ein Forschungsprojekt des BfS. An anderer Stelle bezieht sich der Artikel auf Studien der Weltgesundheitsorganisation. Dass Studien, die keine gesundheitsschädigende Wirkung des Mobilfunks nachweisen konnten, stets privat finanziert (und deshalb etwa von Lobby-Interessen geleitet) seien, ist schlichtweg falsch.

      Ihre Anschuldigung, die Medien würden lügen, weil sie von einer “Elite” abhängig seien, erscheint mir doch sehr hanebüchen. Von welcher Elite sollen die Medien denn abhängig sein? Ein kleiner Hinweis: Wer hinter MedWatch steckt, und wie sich MedWatch finanziert, finden Sie hier transparent aufgeschlüsselt: https://medwatch.de/was-ist-medwatch/transparenz/

      Freundliche Grüße,
      Felix Huesmann

      1. Das BfS lässt das ICNIRP (reiner Lobbyverein der Mobilfunkindustrie) kostenlos mit im Gebäude sein Büro unterhalten und hat obendrein noch einen Mitarbeiter Abgestellt der denen die Verwaltung macht. Des Weiteren bekommt die ICNIRP 100.000 € Fördergeld vom Staat. Der Staat selbst verdient Milliarden mit der Lizenzvergabe. Der Staat hat hier schon längst jegliche Neutralität verloren!
        Übrigens hat Lerchel in einer Studie die er widerlegen wollte, diese bestätigen müssen das Mobilfunk bei Ratten bestehenden Krebs im Wachstum beschleunigt.

  2. Dieser Artikel besteht weder aus Fakten noch sind Daten genannt worden, noch werden die Grenzwerte objektiv thematisiert, die die Verträglichkeit von Mensch und natur, glaubhaft machen.
    Sie verallgemeinern und relativieren nur, es gibt unzählige unabhängige Studien, Aufzeichnungen von Testversuchen ,wo erhebliche neurologische schäden durch diese Strahlung verursacht wurden.
    Sie lassen bewusst Fakten weg. Das ist Desinformation! Ps ich Frage mich wer hier von Lobbyisten profitiert ,bei solch einen pro 5g Text.
    Ich bitte um objektive Berichterstattung und um klar Stellung

  3. Stefan Weinert, 88212 Ravensburg, Theologe, Publizist, Konflikt- und Case Manager
    (Bitte verwechseln Sie mich nicht mit dem im Artikel genannten Herrn Uli Weiner.)
    ————————————————————————————————–
    “Wie das auf den Körper wirkt, will ein von Alexander Lerchl geleitetes Team in den kommenden Jahren an der Jacobs-University in Bremen erforschen. Anhand von Zellkulturen der Haut wollen die Forscher untersuchen, ob sich Geninformationen durch die elektromagnetische Strahlung der 5G-Frequenzen verändern. Finanziert wird das Forschungsprojekt vom Bundesamt für Strahlenschutz.” – Schon allein diese Passage aus dem obigen Bericht zeigt, worum es eigentlich geht. Die Forschungen und Untersuchungen in Sachen 5G und ihre Auswirkungen auf Mensch, Fauna und Flora sind noch gar nicht abgeschlossen. Und doch soll 5G implementiert werden Als 5G-Gegner habe ich es aufgegeben, meine Argumente den Befürwortern von 5G um die Ohren zu schlagen, weil dann genau das geschieht, was wir in diesem Artikel von Satz zu Satz, von Absatz zu Absatz serviert bekommen! Deshalb habe ich vor etwa einem Monat den Hebel umgelegt, und der Politik sowie den vier Mobilfunkanbietern die “Inhaftungnahme” bezüglich eventueller zukünftiger Schäden durch die Implementierung angekündigt. Denn solange nicht eindeutig, explizit und endgültig durch ein von beiden Seiten akzeptiertes Gutachten geklärt ist, wie es sich wirklich mit der 5G-Mobilfunktechnik (es handelt sich hier nicht nur um ein bloßes Upgrade von 4G/LTE, sondern um etwas NEUES) verhält, machen sich Politik und Wirtschaft in Sachen “Gemeinwohl” und “Vorsorgepflicht” eventuell strafbar und können von durch 5G Geschädigte in Haftung genommen werden. Sowohl in meiner Petition “NO5G” (knapp 5.000 Unterschriften), als auch in der der “Inhaftungnahme” bleibe ich stets sachlich, fair und auch korrekturbereit, bzw kritikfähig, was heißt, dass ich auch die andere Seite ernst nehme. Ich habe mir die Zeit genommen, diesen Artikel in Gänze zu lesen und würde es daher als fair empfinden, wenn die Leser/innen sich auch mit dem Text der “Inhaftung-Petition” befassen würden. Sie hat mittlerweile knapp 2.000 Unterschriften und ist hier zu finden:
    https://www.change.org/p/der-deutsche-staat-5g-ank%C3%BCndigung-der-inhaftungnahme-des-deutschen-staates-und-der-vier-mobilfunkanbieter

    Mit umweltfreundlichen Grüßen,
    Stefan Weinert, 88212 Ravensburg (BaWü)

    1. Ihr Zitat: “es handelt sich hier nicht nur um ein bloßes Upgrade von 4G/LTE, sondern um etwas NEUES”
      Was wäre das denn NEUES?
      Es handelt sich um elektromagnetische Wellen (Strahlung) mit einer Frequenz und Wellenlänge und das im nicht ionisierenden Bereich, wie auch mit der G4 Technik oder einem Mikrowellenherd oder Radiofunk.
      Diese G4 oder G5 “Strahlung” kann Wärme erzeugen, aber in einem Bereich der von Laien schwer messbar ist, weil sehr schwach.
      Als die Menschen im 19. Jahrhundert in den ersten Eisenbahnen Geschwindigkeiten von über 30 oder 40 km/h erfahren hatten, glaubten auch einige zu wissen, dass diese hohen Geschwindigkeiten der Gesundheit abträglich sind.
      Und das kann ja auch sein. Ist ja bis heute nicht bewiesen.
      Mit diesem Wissen, dass die Ungefährlichkeit dieser hohen Geschwindigkeiten unbewiesen ist, können Sie nun auch auf Geschwindigkeiten über 30 oder 40 km/h verzichten.

      1. Unter dem Begriff Upgrade versteht man die Erweiterung oder auch die nach einem Kauf erfolgende Verbesserung des Funktionsumfangs. Damit geht eine höhere Performance einher, ohne dass ein neues Produkt erworben wird. Vielfach werden die Begriffe Update und Upgrade synonym verwendet. Das ist nicht korrekt, da es Unterschiede gibt. So sorgt ein Update für kleinere Nachbesserungen oder beseitigt Fehler, wogegen ein Upgrade in der deutschen Übersetzung Aufrüstung bedeutet. Aber beide Begriffe passen bei 4G —> 5G nicht. — Ich möchte Sie an dieser Stelle nicht groß belehren, sondern überlasse es Ihnen, sich die Ravensburger Petition “NO5G” *) mit ihren zahlreichen sachlichen Updates und Informationen zu 5G anzuschauen. Nur soweit zwei lebenswichtige Punkte.

        *) https://www.change.org/p/oberbürgermeister-no5g-in-ravensburg-und-deutschlandweit-klima-vor-kapital-verzicht-statt-verstrahlung

        a. Die Formulierung “ohne dass ein neues Produkt erworben wird” (s. o. bei Upgrade) passt eben bei 5G überhaupt nicht. Der Konsument muss, wenn er 5G auch nutzen will, sich entsprechende neue 5G-fähige Geräte für den Haushalt, die Freizeit, das Vergnügen, die Mobilität zu legen. Das ist nicht nur ein Milliardengeschäft für die Wirtschaft, sondern es wird nach Schätzungen in die Billionen Euro/USD/Yen gehen.

        b. Die 5G-Mobilfunkstrahlung ist 100-fach intensiver, als die bisherige 4G/LTE, hat aber nur 1/5 der Reichweite. Reichte bisher eine Funkmastdichte von 1 bis 1,5 Kilometer pro Mast, müsste die zukünftige Taktung bei 150 bis 250 Meter pro Sendemast/Sender liegen. Es müssen also schätzungsweise bundesweit 50.000 neue Masten/Sender installiert werden.

        Diese beiden Punkte zeigen, dass die Implementierung der neuen 5G-Mobilfunkstrahlung samt ihrer für sie notwendigen Infrastruktur, unkalkulierbare und noch nicht ausgeforschte Risiken für den Menschen, die Fauna und Flora (Bioethik) mit sich bringen würde. Niemals ist das “nur ein Upgrade”!

  4. Sehr geehrter Herr Lohrmann,
    zur Datenlage aus wissenschaftlichen Studien verweise ich zunächst einmal auf etwas, das bereits im Text steht, nämlich auf folgende Aussage von Dr. Sarah Drießen:

    “„Es gibt trotzdem jede Menge Studien, die auch Langzeitwirkungen unabhängig von dieser thermischen Wirkung untersucht haben“, sagt sie. „Einfach um mal zu gucken, ob es nicht auch andere Wirkungen geben könnte, die bei einer langanhaltenden Exposition auftreten könnten.“ Unter diesen Studien gebe es viele, „die irgendwelche Hinweise auf irgendwelche Wirkungen gefunden haben“, erklärt die Biologin. „Es gibt darunter gute Studien und schlechte Studien. Jeder untersucht einfach irgendwas, und in der Summe kommt dann auch irgendwann irgendwo etwas raus.“

    Kritiker, sagt Drießen, würden sich aus tausenden Studien genau jene herauspicken, die ihnen scheinbar Recht geben und sagen: „Oh schaut doch mal, hier gibt es hunderte Studien, die irgendwas gefunden haben.“ Die Mehrheit an Studien, die zu gegenteiligen Ergebnissen kommen, würde dabei nicht beachtet.”

    Zur Festlegung der Grenzwerte hier noch der Hinweis auf die Ausführungen des Bundesamts für Strahlenschutz: https://www.bfs.de/DE/themen/emf/mobilfunk/schutz/recht/grenzwerte.html

    Ich kann Ihnen im Übrigen versichern, dass ich von keinen Lobbyisten profitiere.

    Freundliche Grüße,
    Felix Huesmann

  5. Endlich schreibt Mao jemand ausführlich über dieses Thema. Es ist ja nachweisbar, dass 5G eben grade nicht schädlich is, was ich mir schon länger gedacht habe. WLAN gibt es schon viel länger und die Frequenz kann man zumindest teilweise vergleichen mit 5G und da sagt auch keiner was, im Gegenteil, da gibt es schon genug Hotspots. Wir leben im 21. Jahrhundert im Jahr 2020 fast und da wird es Zeit, endlich 5G einzuführen. Nur weil irgendwas früher üblich war, ist es noch lang nicht besser. Also kann man nicht aus Ehrfurcht vor früher beim 1G Netz bleiben, genauso wenig bei 2G, das ist halt nicht mehr zeitgemäß. Zum Glück hat sich bei 4G keiner beeindruckenden lassen sonst gäbe es heute nicht schon so viel 4G, aber meineserachtens immer noch zu wenig. Dass nämlich innerhalb von 10 Jahren kein flächendeckender Ausbau möglich ist, si wie bei 2G, dass liegt sicher auch an so manchem Kritiker. Ich hoffe, die Netzbetreiber und die Regierung lässt sich nicht von dem unqualifizierten Geschwätz der Mobilfunk und 5G Gegner beeindrucken, für deren Bedenken es keinerlei stichhaltigen Argumente gibt, auch, wenn sie als solche vorgebracht werden.

    1. Ich frage mich wieso so viel Geld in 5G und das Marketing drum herum gesteckt wird, wenn es nur für Industrie Spezialfälle gebraucht wird. Kaum ein normaler Verbraucher braucht jetzt mehr als 100mbit Download und das ist mit 4G locker drin, mit viel Luft nach oben, sogar überall in DE, wenn weiter stetig ausgebaut wird. Die 5G-Frequenzen werden doch so leicht geblockt, dass schon ein Baum einen großen Teil der Bandbreite blocken kann, die 5G Masten müssen also alle Nase lang aufgezogen werden, was den Ausbau extrem teuer macht. Wo kommt da der ganze Druck her? Kann man nicht z.B. warten bis es Konkurrenten gibt die es mit Huawei aufnehmen können, bevor man den Ausbau/ die Technik “notgedrungen” zu einem großen Teil den Chinesen überlässt?

  6. Viel Rauch um nichts. Bis es es bei uns soweit ist mit 5G, sind andere Länder garantiert schon Jahre dabei, man kann die Bevölkerungen dort also als eine Art Versuchskaninchen betrachten. Wenn es tatsächlich so schädlich oder unschädlich ist, wie behauptet, wird es sich dort zeigen.

  7. Wir werden die Wahrheit wohl erst wissen, wenn es – wieder mal – zu spät ist.

    “Die Erwachsenen der modernen Gesellschaft sind nicht erwachsen”, faßte Erich Fromm das Problem in einem Satz zusammen, welches von etlichen anderen Autoren ebenfalls thematisiert worden ist:

    – “Menschheitsneurose”; S. Freud; “Das Unbehagen in der Kultur”;
    – “Die Krankheit der Gesellschaft”; W. Kütemeyer;
    – “Der eindimensionale Mensch”; H. Marcuse;
    – “Gesellschaftsneurose” / “Kakokratie”; H. Oberth;
    – “Massenneurose”; W. Schiesches;
    – “Dysgnosie”; Heinz von Förster; “Wissen und Gewissen”;
    – “Neurotische Verwahrlosung”; Chr. Meves; “Manipulierte Maßlosigkeit”;
    – “Emotionale Pest” / “Biopathie”; W. Reich; “Christsmord”;
    – “Latente Angst. Das Tabu der Abwehrgesellschaft”; R. Taéni;
    – “Angst im Kapitalismus”; D. Duhm;
    usw.

    In der Soziologie ist am besten der Begriff “kollektive Neurose” bekannt, jedoch kaum das wahre Ausmaß dieser weitestgehend unerkannten Pandemie – deren Ausbrechen “schon” auch in der Bibel dargestellt wird und mit Begriffen wie “Sünde”, “Übel” und “Böse” bezeichnet. Bei Moses gibt es einen deutlichen Hinweis auf eine kollektive Störung seines Volks – im “Tanz um das goldene Kalb”.

    Ohne Erkenntnis und grundlegend-natürliche Heilung wird diese schlimmste Krankheit auch den Untergang der gegenwärtigen “Hochkultur” bewirken (s.: O. Spengler: “Der Untergang des Abendlandes”) und letztlich das Aussterben der befallenen Population. Derzeit sind es nahe 100% der “zivilisierten Gesellschaft”.

  8. Kopfschmerzen, Hautbrennen, Unwohlsein, Erschöpfung, Schlafstörungen, bei sehr hoher Exposition auch Schwindelgefühle, Übelkeit und Ganzkörperschmerzen.

    Ich bin mit diesen Erscheinungen betroffen von Elektrohypersensibilität und könnte Ihnen mit einem Blindversuch genau das nachweisen. Ich höre auf meinen Körper und sage Ihnen wo es sehr strahlt und danach nehmen wir das Messgerät zur Kontrolle!
    Ich finde es eine Unverschämtheit den betroffenen Menschen mit Symptomen diese Tatsachen als möglicherweise ersponnen anzudichten.

    Fakt ist, es wird eine riesige Menge Geld verdient mit Mobilfunk. Und Fakt ist, alles andere ist den Betreibern und dem Staat egal.

    Im Übrigen, wenn Sie mich fragen, habe ich kaum Ahnung von den technischen Details, ob nun 4G, 5G…. ich kann Ihnen aber anhand meines Körpers sagen, was schlimm wirkt und was nicht. Und es erscheint logisch, dass etwas, das durch alles geht, auch einen Einfluss auf unsere sensiblen Nervensysteme hat.

    Meine Beobachtung ist auch, dass nach langer Exposition auch Gesunde, die diese Technik lange genutzt haben, Unverträglichkeiten entwickeln…. insofern, lieber Autor, vielleicht können Sie persönliche Erfahrungen in ein paar Jahren selbst machen und auch alle anderen Strahlungstechnikverrückten. Das ist übrigens keine Beleidigung, sondern ver-rückt meine ich wörtlich. Bei gesundem Menschenverstand würde sich das Individuum um körperliche Unversehrtheit bemühen und das Vorsorgeprinzip des Staates greifen. Tut es aber nicht.
    Aber wir wissen ja, das Nikotin, Asbest, Glyphosat auch nicht gefährlich sind…. oder?

    Die Diffamierung Betroffener zeigt Wirkung in der öffentlichen Debatte, allerdings können Sie sicher sein, dass viele Betroffenen wie ich in ihrem Umfeld normal damit umgehen. Freunde, aber auch Seminarteilnehmer und Kunden, bitte ich, Rücksicht zu nehmen und auf Flugmodus oder Aus zu schalten. Und die Leute machen das gern, denn sie wollen niemandem schaden. Seit 10 Jahren gehe ich offen mit dieser Krankheit um, und mittlerweile kennt fast jeder jemanden, dem es auch so geht. Zumindest hier, wo ich lebe, ist das Tabu EHS längst gebrochen.
    Nur unsere Ärzte haben Angst, etwas derartiges zu diagnostizieren.
    Sie haben Angst, ihre Glaubwürdigkeit zu verlieren, wenn sie Kranke ernst nehmen. Wenn das mal nicht ideologisch bedingt ist.
    Weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

  9. VW argumentiert öffentlich damit, SUV´s mit Diesel und Benzin deswegen weiterhin zu bauen, um mit den Einnahmen die E-Mobilität zu finanzieren, obwohl diese neuen KFZ dann noch oft mehr als zwanzig Jahre genutzt werden. Durch Steuervergünstigungen werden diese dann bevorzugt von Firmen genutzt. Es fährt meist nur eine Person, die dann über das Fahrzeuggewicht noch unnötig viel Energie verbraucht. Bei den E-SUV´s wird das ähnlich sein. Wir brauchen deshalb und aus anderem Verbrauch daher insgesamt viel zu viel Energie. Der Bedarf wird jetzt durch 5G noch stark erhöht. Die Anzahl der Windräder wird deshalb noch weiter steigen müssen. Wenn die steigende Weltbevölkerung so leben will, ist das das Ende unserer schönen Landschaften. Jede kleine Erfindung muss sofort gewinnbringend ausgeschlachtet werden, ohne ihren Nutzen zu prüfen. Wir sind Sklaven der Technik, der Finanzmärkte und vieler unsinniger Bedürfnisse geworden, zu dumm, schwachsinnige Religonsinhalte, Fakenews, Kriege und Manipulation zu ungesundem Leben zu untersagen. Wichtig ist nur, Vollbeschäftigung, Einkommen, Steuern und Sozialabgaben zu generien, egal womit. Eine offensichtlich derart nutzlose und aufwendige Existenz wird jetzt zum rasenden Selbsläufer. Wie traurig

  10. Es ist doch ganz einfach, wir Wirbeltiere und alle anderen Unterarten haben kein Organ das mit derart niederfrequenten Strahlen (Blödsinn, es sind elektromagnetische Wellen) irgendetwas anfangen kann, das beginnt nun erstmal bei Röntgenstrahlung und höheren Frequenzen. Mir tun die Menschen leid, die dieses schauderhafte Bildungssystem hervorbringt. Ohne jedes Grundwissen in Physik, Biologie, Chemie und auch Elektrotechnik wird einfach nachgeplappert was irgendwelche “Heilsbringer” herunterbeten. Alle ach so gefährlichen Frequenzbereiche liefert uns tagtäglich der Weltraum und insbesondere unsere liebe Sonne, die strahlt in allen Bereichen, von Niederfrequenz bis zur Gammastrahlung, die nun wirklich schädlich ist, ein Handy hat aber sowas nicht. Es ist wie immer, was neues, und hier ist wirklich nichts neues, von den Sendefrequenzen her, macht nun mal Angst. Den chinesischen Topanbieter auszuschließen verschiebt doch das scheinbare Problem nur zeitlich nach hinten. Diese primitive Diskussion gibt es doch in ihrer Dummheit nur in Deutschland, andere sind da viel offener und wissen dass es keinerlei Krebsrisiko gibt. Aber Verschwörungstheorien haben es mit einer wenig gebildeten Gesellschaft immer leicht, siehe z. B. Mondlandung…

  11. Die Sachlage ist doch ganz klar, seit über 10 Jahren: Es geht hier nur um eingebildete Kranke:

    https://www.teltarif.de/mobilfunk-strahlung-auswirkungen-interphone-studie/news/38758.html
    Zitat: “So klagten Anwohner, in deren Umfeld ein Mobilfunkmast errichtet wurde,
    plötzlich über Kopfschmerzen und Schlafstörungen – obwohl die Antenne zu
    diesem Zeitpunkt noch gar nicht in Betrieb war.”.
    Das heißt was da wirksam ist, ist allein das Bild einer Antenne oder von einem Mobilfunkmasten, nicht die elektromagnetischen Wellen davon.
    Und das die Sonne über eine Milliarde mal stärkere elektromagnetische Strahlungsleistungsdichten bei den Leuten erzeugt, wenn sie im Sonnenschein sind, ignorieren sie einfach; die haben davon überhaupt keine Ahnung.

  12. Ich kann das Ganze als Laie nicht beurteilen, stufe aber diesen Artikel als einseitig ein.

    Statt ein paar offensichtliche Scharlatane unter den Kritikern des Mobilfunks darzustellen, hätten die Autoren sich mit der Begründung des Appells der rund 250 Wissenschaftler auseinandersetzen können, taten es aber nicht.
    Stattdessen wird der Appell mit dem “Argument” abgetan “Es sind teilweise fachfremde Wissenschaftler und Ärzte“.
    Und was ist mit den anderen – sind das alles Scharlatane?

    Unseriös auch, wenn die Einstufung „möglicherweise krebserregend“ damit abgetan wird, dass bis vor ein paar Jahren auch Kaffee noch in dieser Kategorie war.
    Bei der Klassifizierung von Kaffee als “möglicherweise krebserregend” durch die WHO (2) ging es um signifikante Auffälligkeiten vor allem bei Instant-Kaffee – und bei Versuchstieren, denen ausschließlich Instant-Kaffee zur Nahrungsauf­nahme verabreicht wurde.

    Das Gemüse & Gurken – Argument ist ebenso eine Verharmlosung wie das Kaffee-Argument. Es handelt sich nicht um Gemüse an sich, sondern um einen Fermentierungsprozess in asiatischen Ländern, bei dem krebserregende Substanzen entstehen: http://www.inchem.org/documents/iarc/vol56/02-pick.html

    Das BfS wird zitiert, aber es wird folgende Aussage weggelassen: “Allerdings gibt es weiterhin noch Unsicherheiten hinsichtlich möglicher langfristiger Wirkung hochfrequenter elektromagnetischer Felder auf den Menschen und insbesondere auf Kinder.“

    Außerdem: “Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) empfiehlt generell, die persönliche Strahlenbelastung zu minimieren, um mögliche, aber bisher nicht erkannte gesund-heitliche Risiken gering zu halten.”

    1. Lieber Herr Grauer,
      den Behauptungen aus besagtem Appell widmet sich der Text vor allem aus einem Grund nicht explizit: Es sind die selben, um die es an anderer Stelle bereits detailliert geht. Verstehen Sie deshalb die Abschnitte “Ist Mobilfunk gefährlich?” und “Rosinenpickerei in den Studiendatenbanken” gerne auch als Auseinandersetzung mit den Inhalten des Appells.
      Viele Grüße,
      Felix Huesmann

  13. In der Zeitschrift “Funkamateur”, Hefte 7 und 8/2013 (!), wurde ein Artikel “Können Radiowellen eine Krebserkrankung auslösen?” veröffentlicht. Klar könnte man dem Autor Befangenheit vorwerfen. Nach Lektüre des Textes allerdings nicht mehr. Sachlich geschrieben und rechnerisch belegt. Kein Gelaber. Grob zusammengefasst: Erst oberhalb des Spektrums des sichtbaren Lichtes wird es gefährlich.
    Ich bin auch nicht für 5G. Weil ich mir nicht schon wieder neue Technik kaufen will. Und weil ich autonom fahrende Fahrzeuge (für die 5G ja so dringend gebraucht wird), die in Wirklichkeit durch 5G vernetzt und damit ferngesteuert sind, nicht für autonom halte.
    5G kann meinetwegen kommen, wenn 4G flächendeckend vorhanden und die dafür verwendete Technik viele Jahre später verschlissen ist.

  14. “Fast die Hälfte der Deutschen glaubt laut einer repräsentativen Umfrage des Bundesamts für Strahlenschutz fälschlicherweise, dass Handystrahlung das Erbgut schädigt.” Schön das der Hälfte der Bevölkerung ihr Glaube/Glauben als Falsch eingestuft wird. Was soll diese Aussage ? Herrn Huesman entweder glaubt die Bevölkerung zum beispiel an die unbefleckte Empfängniss aber das Sie oder das Bundesamt das nun als falschen Glauben diskriminieren wollen ist doch weder journalistisch wertvoll noch Ihrer Argumentation förderlich und eher nicht überzeugend.

  15. Die ganze Strahlung ist gut und schön, ob 4G oder 5G. Was mich am meisten stört ist die Tatsache das es für einen “Vollausbau” von 5G nicht alle 10 km sondern alle 2 km (Durchschnitt!) einen Sendemasten braucht. Um ein bestimmter Bereich (z.B. 10 km x 10km) abzustrahlen mit 4G reichen dann 4 Antennen, um den selben Bereich mit 5G abzustrahlen braucht man (min.) 25 Antennen. Wenn es jetzt schon schwierig ist bei 4G einen Standort für Masten zu finden, wie wird es dann mit 5G. Wer Interesse daran hat soll mal die Sendefrequenzen von 5G anschauen, und die Reichweite dieser Frequenzen. Das ist reine Physik, und dies kann nur entweder mit mehr Masten oder mehr Leistung abgefangen werden!

  16. Hallo Felix, danke, dass du dich eines komplexen Themas annimmst. Ich persönlich bin kein Gegner neuer Technologien. Ich bin aber ein Freund von „Erst forschen, dann anwenden“, so wie es z.B. im Pharmasektor üblich ist. Dort wird gern mal 10 Jahre geforscht, bevor ein Medikament, das nur eine sehr begrenzte Anzahl Menschen betrifft (!), auf den Markt kommt. Bei 5G geht es um den gesamten Erdball – jeden Winkel, Mensch, Tier, Pflanze. Das ist, sagen wir mal vorsichtig, ein sehr ambitioniertes Projekt.

    Konsens ist: Die hohen Frequenzen der Zukunft sind grossteils wenig erforscht.
    (Obwohl ich diesbzgl. in deinem Text einen ironischen Ton herauslese: Einige der geplanten Frequenzen Richtung 100 GHz sind tatsächlich längst als Waffe im Einsatz. USA und UK benutzen das sog. „active denial system“, um Menschengruppen durch gefühlte Verbrennungen zu zerstreuen und kontrollieren. Es wird im Nahen Osten und gegen Demonstranten im eigenen Land angewandt. Das berichten Zeugen und Whistleblower. Andererseits ist es öffentliches Wissen, das jeder recherchieren kann. Das nur am Rande.)

    Dein Vertrauen in Regierungsorganisationen wie das BfS in allen Ehren. Ich muss sagen: Man braucht schon viel Grundvertrauen, um anzunehmen, dass 1) zunächst ein billionenschwerer Hardwareausbau über Deutschland bzw. Planet und Weltall rollt, 2) Jahre später evtl. Langzeitschäden bemerkt werden und 3) schliesslich alles einfach wieder abgebaut wird, so à la „Sorry Leute, das war leider nix“.
    Die Geschichte zeigt, dass es (wie bei Tabak, Glyphosat, Atomkraft, Asbest u.a.) eher eine jahrzehntelange Vertuschung mit aggressiven Gegenkampagnen, Gegenstudien, Bestechung und hemmungsloser Propaganda gäbe, um Investitionen und Machtverhältnisse zu schützen. Das ist nicht Verschwörungstheorie, sondern kühle Abwägung aufgrund historischer Erfahrung.

    Eine Verständnisfrage hab ich noch: Du sprichst in deinem Artikel viel von „fachfremden Forschern und Ärzten“. Warum ist Prof. Buchner als Physiker fachfremd? Warum ist Prof. Kühling als Vorsitzender des wiss. Beirats des BUND fachfremd?

    Zum Thema Grenzwerte möchte ich abschliessend zwei Statements zitieren, aus der „Neuen Juristischen Wochenschrift“ und bzgl. EU-Parlament. Ich halte beide für nicht fachfremd:

    “Unsere Grenzwerte aus der 26. BImSchV stammen noch aus dem Jahr 1997, also aus einer Zeit, in der an schnelles Internet noch nicht zu denken war. Der Staat ist daher aufgerufen, umgehend eine Überarbeitung der 26. BImSchV zu starten, bei der die vielen internationalen Studien, die eine Gefährdung der menschlichen Gesundheit und der Umwelt durch Mobilfunkstrahlung nahelegen, Berücksichtigung finden.”
    (Neue Juristische Wochenschrift 28/2019, Prof. Dr. Hans-Jürgen Müggenborg, Fachanwalt Verwaltungsrecht RWTH Aachen und Uni Kassel)

    „Das Europäische Parlament stellt fest, dass die Grenzwerte für die Exposition der Bevölkerung gegenüber elektromagnetischen Feldern (0 Hz bis 300 GHz) “nicht mehr aktuell” sind, da sie seit 1999 nicht mehr angepasst wurden. Sie trügen damit weder den Entwicklungen der Kommunikationstechnologien Rechnung, noch den von der Europäischen Umweltagentur ausgesprochenen Empfehlungen oder den strengeren Emissionsnormen, die z. B. von Belgien, Italien, Schweiz, Frankreich, Polen oder Österreich festgelegt wurden.
    Auch würden sie besonders schutzbedürftigen Gruppen, z.B. Schwangeren, Neugeborenen und Kindern, nicht gerecht.“
https://www.diagnose-funk.org/publikationen/artikel/detail?newsid=620

    Man könnte viele weitere Aspekte diskutieren, wie z.B. den massiv erhöhten Energieverbrauch der „Smart Cities“ oder die anti-demokratische Anmutung des 5G-Rollouts. Aber das sprengt den Rahmen.
    Eine „false balance“ sehe ich jedenfalls nicht – fundierte kritische Analysen grosser Medien wie im Tagesspiegel 2019 („Wie gesundheitsschädlich ist 5G wirklich?“) oder auf Deutschlandfunk („Gesundheitsrisiko 5G und der zweifelhafte Umgang mit der Strahlungsgefahr“) muss man suchen wie die Nadel im Heuhaufen.
    Beste Grüsse, JF

    1. Hallo Jan,
      zu Ihrem Hinweis auf die militärische Nutzung von hochfrequenter Strahlung: Ja, solche Systeme gibt es. Die greifen auf den hinlänglichen thermischen Effekt zurück. Genauso wie auch Mikrowellen-Öfen. Bei beiden Anwendungen kommt es natürlich nicht nur auf die Frequenzbereiche an, sondern auf die Intensität/Leistung.
      Den Begriff “fachfremd” benutze ich in meinem Text im Übrigen genau einmal. Und zwar um den “wissenschaftlichen Appell” einzuordnen. Die akademischen Disziplinen von Herrn Buchner und Herrn Kühling sind im Text nachzulesen, keinen der beiden bezeichne ich dort als fachfremd.
      Viele Grüße,
      Felix Huesmann

  17. Ich bin seit ca.20 Jahren Baubiologe und messe fast täglich Hochfrequente und Niederfrequente Strahlungen in Wohnungen, Häusern und Büros.
    Ich erlebe fast täglich, wie Menschen, insbesondere Kinder undÄltere und seltsamerweise vorwiegend Frauen , unter Elektrosmog leiden. Und ich möchte garnicht über das Thema Krebs sprechen. Das ist ja schwer zu beweisen. Aber Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Epileptische Anfälle, Abgeschlagenheit, Tagesmüdigkeit, Hyperaktivität usw. werden meiner Meinung nach auch durch Elektrosmog mit verursacht. Ich merke es daran, dass nach einer Abschirmung oder Abschaltung der Quellen viele Menschen doch sehr viel besser Schlafen oder andere Gesundheitsprobleme verschwinden. Gerade bei Kindern ist es sehr eindrucksvoll zu beobachten. Laut verschiedener Krankenkassen, haben sich doch z. B. die Schalfstörungen in den letzten 10 Jahre verdoppelt.Warum denn? Das kann man doch nicht leugnen.Meinen sie das kommt nur durch erhöhten Stress? Und das die elektromagnetische Strahlung keine DNA Brüche verursacht mag ja sein. Aber das es viele Köperfunktionen beeinflusst, ist doch nicht von der Hand zu weisen. Neurologische Effekte sind doch nachgewiesen, wie beispielsweise Hirnstromveränderungen, Melatoninprduktion usw. Und das diese Beeinflussung wiederum schlimme Krankheiten auslösen kann, ist auch nicht einfach auszublenden. Oder verursacht zum Beispiel Asbest DNA Brüche um Krebs auszulösen? Ich habe eine Spiegel TV Sendung aus dem Jahre 4.12.2006 noch in Erinnerung. Also vor mehr als 13 Jahre wurde dort das Thema schon sehr wissentschaftlich behandelt. Kann sich jeder ansehen die Zellenteilung und die geplatzten Eiweismoleküle im Gehirn von Ratten unterhalb der Grenzwerte. Alles Lüge? Alles nicht wahr? Das ist nicht nur die eine oder die andere Belastung. Das ist der Strahlensalat aus allen Frequenzen, der das Faß zum überlaufen bringt.

  18. “Dennoch rät das Bundesamt dazu, die Strahlenbelastung zu minimieren, indem etwa Headsets und Freisprechanlagen verwendet werden und das Handy bei aktiver Verbindung nicht zu oft direkt an den Kopf gehalten wird.” Danach erfährt man, daß der einzige Effekt die Erwärmung sei! Wie nun?

  19. Die Politiker, Lobbyisten, Wirtschafts-Funktionäre und alle dieser neuen 5G-Technik positiv gegenüberstehenden Ignoranten, denken eindeutig nur an den sogenannten Fortschritt, das angebliche Wachstum und den einträglichen Profit, was mit dieser allen Bürgern direkt einverleibten Zusatz-Bestrahlung einhergeht.
    Es wurden und werden Gefälligkeitsgutachten erstellt, willkürliche “Grenzwerte” als Toleranz-Schwellen – wie es beliebt und für die Langzeitstrategie ihrer Befürworter richtig erscheint – einfach angepasst, um die Menschen in Sicherheit zu wiegen. Das aber ist der infame und fatale Irrtum schlechthin.
    Wie sagte schon Albert Einstein: “Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.”

  20. Interessanter Artikel. Mal abgesehen davon, dass ich es verfrüht finde, irgendeine Gesundheitliche Einschätzung zu 5G bzw. den höheren Frequenzen abzugeben, gibt es da einen anderen Artikel, der auf technischer Ebene erklärt, warum 5G nicht das bringen wird, was versprochen wird.

    Der Artikel ist recht ausführlich und eher technisch ausgelegt, aber es gibt einige wichtige Kernthesen:
    – Die versprochenen schnelleren Datenraten sind nur in einem sehr kleinen Radius um den Sendemast möglich (weniger als 900m). Für den ländlichen Raum ist 5G deshalb unrentabel, da jedes einzelne Dorf eine Sendestation benötigte.
    – Es ist deshalb sehr wahrscheinlich, dass 5G niemals flächendeckend verfügbar sein wird. Selbst mit 2G, der normalen GSM-Telefonie ist das bis heute, fast 30 Jahre nach Einführung, nicht der Fall.
    – Der technische Aufwand, die Datenraten in Gebieten mit vielen Clients (Ballungsräume) zu liefern, ist immens. Es ist technisch möglich, jedoch sehr unwahrscheinlich, dass die Netzanbieter ihre Basisstationen derart ausbauen werden.
    – Latenzen von unter 1ms sind bei Funkverbindungen unwahrscheinlich und reines Marketing.

    Es spricht viel dafür, dass 5G nicht das bringen wird, was es verspricht. W-LAN ist eine Technik, die ähnliche Anforderungen mit weniger Aufwand löst und obendrein keine Umstellung der bisherigen Endgeräte erfordert.

    https://www.golem.de/news/netzwerke-warum-5g-nicht-das-bessere-wi-fi-ist-1912-145178.html

  21. Ich denke nicht das die Technologie als solches krank machen kann. Eher der unkontrollierbare und natürlich auch gewollten Massenverbreitende Umgang krank macht. Wenn ich so manche Leute morgens an der Bahnhaltestelle beobachte…in einer Hand den Kaffee, in der anderen das angebissene Frühstück, zwischen Kinn und Schulter das Handy und während dessen in die Bahn einsteigen. Da kann einem nur noch schlecht werden. Menschen glotzen permanent auf ihre Wischphones, nehmen sich gegenseitig gar nicht mehr wahr, erschaffen sich ihre eigene mediengemachte Blase und merken dabei gar nicht wie ihr Leben an ihnen vorüberzieht. Man könnte glauben, wir leben in einer riesigen Bibliothek in der es eigentlich ganz ruhig sein sollte. Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Müssen wir ja nun nicht unbedingt alles nachmachen was Medien (ganz gleich Welche) einem vormachen.
    Und auch dieser Hype wird irgendwann vorbei sein. Wenn mehr und mehr Menschen begreifen, das gut dosierte Technologie mehr Lebensqualität bedeutet. Stattdessen wird ein Teil der Menschen in den Industrienationen immer fauler. Wofür wiederum andere Menschen auf der anderen Seite der Erdkugel im Dreck schuften, damit sie ein noch nicht mal annähernd Menschenwürdiges Leben führen dürfen
    Es gibt ja noch nicht einmal selbstfahrende Züge oder Straßenbahnen, da werden einem Visionen vom selbstfahrenden E-Auto ins Hirn eingeredet um gesellschaftliche Akzeptanz für diese Themen zu gewinnen. Jetzt brauchen wir nur noch auf den nächsten Wissenschaftler der Industrie zu warten, der behauptet, die neue Technologie sei auch noch energiesparender als die alte.
    Und letztendlich geht es wieder einmal darum im Dinge zu verkaufen um wieder einmal mehr Geld zu verdienen. Stellt sich immer wieder diese eine Frage „Wie wollen wir Morgen leben?“ wird sie schon vielerorts diskutiert.
    Ich persönlich möchte nicht in einer total isolierten Welt leben, in der Maschinen dir jeden Wunsch von den Lippen ablesen. Mal krass ausgedrückt: Ich pinkel ins Klo und kurz darauf kommt ein Anruf vom Arzt oder der Krankenkasse. „Ich solle mehr Sport treiben oder der Gleichen.“

    Ich hoffe das meine Sichtweise über diese Diskussion so manchen zum nachdenken anregt.
    Liebe Grüße 😉

  22. Wie zuvor schon jemand kommentierte: Erst forschen, dann anwenden – das wäre tatsächlich der richtige Weg.
    Deswegen ist der Appell von über 400 Medizinern und Wissenschaftlern richtig; das können nicht alles “Fachfremde” und “Rosinenpicker” sein, wie es der Autor darstellt.
    Immerhin: Die Präsidentin des Bundesamtes für Strahlenschutz, Inge Paulini, sagte am 25.2.2019 in der 3sat-Sendung nano: „Die Personengruppen, die wir besonders im Fokus haben, die besonders schützenswert sind – sind Kinder, Säuglinge, Kranke, alte Menschen. Der Ausbau der 5G-Netze sollte auf jeden Fall so erfolgen, dass sensible Orte, Orte, wo diese Menschen sich aufhalten – Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser – dass die erst mal ausgenommen werden.“ (siehe 3sat-Video ab Minute 2:20, http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=79212)

  23. Ich frage mich immer wo die vielen elektrosensiblen Menschen alle sind? Ich kenne keinen… Sollte dieses Problem tatsächlich existieren, mit 5-10% Häufigkeit, wie oft behauptet, so sollte ja die gesamte Bevölkerung gleichverteilt betroffen sein, d.h. jeder 10te, auch Lieschen Müller von nebenan, quasi jeder 10te den man kennt. Doch wo sind sie? Ich kann diese Frage beantworten: es sind nur die Menschen elektrosensibel die es auch sein wollen (Nocebo-Effekt) und das entsprechende Weltbild dazu haben und sich in einer bestimmten Community bewegen. Kurioserweise handelt es sich um dieselben Menschen, die ohnehin verschwörungstheoretisch angehaucht sind und auch durch Chemtrails krank geworden sind und Impfschäden erlitten haben. Warum bekommt eine bestimmte kleine Community alle Pseudo-Krankheiten auf einmal und der Rest der Bevölkerung nichts, sollte nicht alles irgendwie dann gleichverteilt vorkommen? (Rhetorische Frage)
    Man sollte sich innerhalb dieser Community mal fragen warum nur Seinesgleichen Beschwerden hat aber sonst keiner…

    1. Sie ordnen elektrohypersensible Menschen in die “Community verschwörungstheoretisch angehaucht” ein.
      Der Physiker und Informatik-Professor Mario Babilon, der an der Hochschule Stuttgart lehrt, ist sicher nicht “verschwörungstheoretisch angehaucht”, aber trotzdem elektrohypersensibel.
      Hier in einem ZDF-Beitrag ab Minute 1:06 : https://mobilfunkstuttgart.de/er-kann-in-stuttgart-nicht-mehr-leben-zdf-doku-02-04-2017-mit-stuttgarter-physikprofessor/

      1. Ob Herr Babilon so angehaucht ist kann ich nicht sagen, wohl eher nicht, daher würde ich meine Aussage von “nur” auf “mehrheitlich” korrigieren. Allerdings ist auch Herr Babilon nicht immun gegen das Phänomen welches ab 5:40 erklärt wird.
        Die Aussage “…er fing an sich zu testen, schaltete das WLAN aus und dann schlief er besser…” ist sehr typisch, hier spielt schon die Erwartungshaltung eine Rolle, insbesondere wenn Menschen verzweifelt sind. Die Frage ist, schläft er auch besser wenn er nicht weiß ob das WLAN ausgeschaltet ist? Und das Ganze dann auch reproduzierbar und bei Doppelverblindung? Das sollte er als Wissenschaflter mal untersuchen und ist auch sehr einfach durchzuführen. Stattdessen müßen die Studenten in der Informatikvorlesung ihre Handys und wlan ausschalten, weil der Prof Kopfschmerzen hat, das ist peinlich.

        1. Anerkennenswert, dass Sie ihre Aussage von “nur” auf “mehrheitlich korrigieren.
          Dann schreiben Sie “Das sollte er als Wissenschaflter mal untersuchen und ist auch sehr einfach durchzuführen”. – Glauben Sie ernsthaft, ein Informatik-Professor geht nicht so vor?
          Das von Pr0f. Lerchl ab Minute 5:40 beschrieben Phänomän gibt es sicher. Manche Leute bekommen Symptome, weil sie glauben, sie seien unter dem Einfluss einer Strahlenquelle, auch wenn das gar nicht der Fall ist. Aber hier gilt sinngemäß das Gleiche, wie beim Placebo-Effekt bei Medikamenten: Wenn es bei manchen Versuchspersonen einen Placebo-Effekt bei Einahme eine Placebos statt des Medikaments gibt, heißt das nicht, dass das Medikament unwirksam ist.
          Zu Prof. Lerchl, der das Phänomen ab 5:40 erklärt: Er arbeitet für das “Informationszentrum Mobilfunk (IZMF)” der Telekom Deutschland und Telefónica Germany. Ich empfehle die Lektüre von “WHO lehnt Prof. Lerchl’s Mitarbeit ab” https://www.diagnose-funk.org/publikationen/artikel/detail?newsid=355
          Zu Fälschungsvorwürfen empfehle ich noch: https://www.diagnose-funk.org/publikationen/artikel/detail?newsid=857

        2. Anerkennenswert, dass Sie ihre Aussage von “nur” auf “mehrheitlich korrigieren.
          Dann schreiben Sie “Das sollte er als Wissenschaflter mal untersuchen und ist auch sehr einfach durchzuführen”. – Glauben Sie ernsthaft, ein Informatik-Professor geht nicht so vor?
          Das von Pr0f. Lerchl ab Minute 5:40 beschrieben Phänomän gibt es sicher. Manche Leute bekommen Symptome, weil sie glauben, sie seien unter dem Einfluss einer Strahlenquelle, auch wenn das gar nicht der Fall ist. Aber hier gilt sinngemäß das Gleiche, wie beim Placebo-Effekt bei Medikamenten: Wenn es bei manchen Versuchspersonen einen Placebo-Effekt bei Einahme eine Placebos statt des Medikaments gibt, heißt das nicht, dass das Medikament unwirksam ist.
          Zu Prof. Lerchl, der das Phänomen ab 5:40 erklärt: Er arbeitet für das “Informationszentrum Mobilfunk (IZMF)” der Telekom Deutschland und Telefónica Germany. Ich empfehle die Lektüre von “WHO lehnt Prof. Lerchl’s Mitarbeit ab” https://www.diagnose-funk.org/publikationen/artikel/detail?newsid=355
          Zu Fälschungsvorwürfen empfehle ich noch: https://www.diagnose-funk.org/publikationen/artikel/detail?newsid=857

        3. 2. Versuch, kürzer zu antworten:
          Anerkennenswert, dass Sie ihre Aussage von “nur” auf “mehrheitlich korrigieren.
          Dann schreiben Sie “Das sollte er als Wissenschaflter mal untersuchen und ist auch sehr einfach durchzuführen”. – Glauben Sie ernsthaft, ein Informatik-Professor geht nicht so vor?
          Das von Pr0f. Lerchl ab Minute 5:40 beschrieben Phänomän gibt es sicher. Manche Leute bekommen Symptome, weil sie glauben, sie seien unter dem Einfluss einer Strahlenquelle, auch wenn das gar nicht der Fall ist. Aber hier gilt sinngemäß das Gleiche, wie beim Placebo-Effekt bei Medikamenten: Wenn es bei manchen Versuchspersonen einen Placebo-Effekt bei Einahme eine Placebos statt des Medikaments gibt, heißt das nicht, dass das Medikament unwirksam ist.
          Zu Prof. Lerchl, der das Phänomen ab 5:40 erklärt: Er arbeitet für das “Informationszentrum Mobilfunk (IZMF)” der Telekom Deutschland und Telefónica Germany.

          1. Ja ich glaube ernsthaft, dass er so nicht vorgegangen ist, sonst hätte er die Ergebnisse zeigen und verifizieren lassen können. Es konnte aber auch sonst noch nie wissenschaftlich nachgewiesen werden, dass Menschen elektromagnetische Strahlungsquellen fühlen/erkennen können. Bezüglich des Placeboeffekts bzw. Nocebo, haben Sie vollkommen recht, sollte der Prof. bei einem solchen Versuch scheitern, wäre lediglich nachgewiesen, dass er selbst nicht sensibel ist, der Effekt jedoch dennoch existieren kann. Für den endgültigen Nachweis benötigt man natürlich die entsprechende Anzahl an Teilnehmern, Randomisierung, Kontrollgruppen etc., deren Ergebnisse dann statistisch signifikant eine Existenz des Effekts bestätigen, bisherige Studien dieser Art konnten das jedoch nicht.

  24. Ich möchte mal was zur sogenannten “Rosinenpickerei” im Artikel sagen. Es ist ja verständlich, wenn beispielsweise 99 Studien auf dem Markt sind die im Auftrag der Mobilfunkindustrie erstellt wurden, aber nur eine von einem wirtschaftsunabhängigen Institut, dass die unabhängige Studie eher auch die negativen Auswirkungen beschreiben wird. Und es ist genauso klar, dass in den 99 Studien der Auftrag die Unschädlichkeit deutlich zu machen Vorrang hat. Das heisst aber im Umkehrschluss nicht, dass die eine unabhängige Studie falsch ist, nur weil sie allein dasteht.

  25. Ihre Einschätzung zum “Argument” der sogenannten “Rosinenpickerei” teile ich. Die über 400 Mediziner und Naturwissenschaftler, die den “INTERNATIONAL APPEAL – Stop 5G on Earth and in Space” unterstützen, können nicht allesamt Rosinenpicker und “fachfremd” sein.

  26. Nach Aufrüstung einer schon bestehenden GSM-Mobilfunkbasisstation ca. 100 m vom Anwesen entfernt mit UMTS, bekam ich im Dezember 2004 nie gekannte gesundheitliche Beschwerden. Ich hatte selbst ein Handy, benutzte es aber selten. Keine Ahnung, wieso plötzlich solche Beschwerden. Es wird schon wieder besser werden. Nach ca. 6 Wochen kam jemand bei mir vorbei mit Unterlagen der Stadt, mit denen derjenige wenig anfangen konnte. Da ich lange bei der Flugsicherung war, fiel mir dies etwas leichter und ich sah, dass UMTS dazu kam und die 200 Grad Sektorantenne ziemlich exakt auf mein steiles querstehendes Dach läuft.
    Damals merkte ich, Handys waren ja auch noch seltener, in öffentlichen Verkehrsmitteln noch wenig. Diese heute noch zu nutzen ist ein Problem.
    Übrigens habe ich meinen Handyvertrag sofort gekündigt und seither keines mehr benutzt.
    Ich verweise auf das Fact Sheet 296 WHO zu Elektrohypersensibilität:
    https://www.who.int/peh-emf/publications/facts/ehs_fs_296_german.pdf
    Zusammengefasst in etwa:
    1. Die empfundenen Beschwerden sind mit keiner bisher bekannten Krankheit
    vereinbar.
    2. Patienten untersuchen, auch ob im Vorfeld psychische Erkrankungen sind, nur die Symptome behandeln, nicht die Strahlung verringern wie der Patient es für nötig hält, weder am Arbeitsplatz noch im persönlichen Umfeld.
    3. Überprüft werden soll, ob etwa Staubbelastungen Lärm, flackerndes Licht vorliegt.
    Ich bin nach 33-jähriger Tätigkeit in den beiden Area-Control-Centern der Flugsicherung, zuständig für die sichere Abwicklung des Luftverkehrs im süddeutschen Luftraum unbesehen als Phobikerin, also Angst vor Funk und Antennen beurteilt. Ich darf versichern, dass dort nicht mit Hellsehen und Bambustrommel gearbeitet wird. Beschwerden hatte ich nicht – sie traten auf nach Aufrüstung mit UMTS. Seither kamen noch drei LTEs hinzu – Antennenbeginn 12,90 m ü/Gr.
    Das Leben ist schwer geworden. Schlafen in Abschirmdecken, seit 15 Jahren keine Tasse Kaffee mehr im Garten, darin nur noch kaputte Bäume. Die Bahncard50 habe ich schweren Herzens aufgegeben, denn es ist ja nicht möglich einen in etwa funkfreien Waggon mitzuführen. Kein genüsslicher Stadtbummel, nichts mehr. Ein Eingriff ins Leben, den ich mir nie hätte vorstellen können. Übrigens scheint es außer Krebs keine Krankheiten zu geben.
    Verseuchung des erdnahen Umfeldes mit zehntausenden Satelliten-Antennen usw. Wie sagt doch Fact Sheet 296 WHO in etwa: Regierungen sollen vermitteln, dass der Wirkmechanismus nicht gefunden ist. Da man angeblich bis heute nichts weiß, wird dies m.E. auch so weitergehen.

  27. Es ist wirklich eine Schande, dass die vielen betroffenen Menschen nicht wirklich angehört werden. Stattdessen geben sich viele NICHT-Betroffenen große Mühe diese Leute zu diffamieren, mundtot zu machen, als psychisch krank darzustellen oder als verschwörungsthoeretikern die Glaubwürdigkeit zu entziehen. Aber die Mobilfunkindustrie und ihre Lobbyisten im Amt für Strahlenschutz, die sind natürlich 100% glaubwürdig. Sie tun das alles nur zum Wohle des Volkes und der gesamten Menschheit. Und selbstverständlich würden sie uns es auch sofort mitteilen, wenn es irgeneine Art von gesundheitliche Beeinträchtigung gäbe. Das haben die großen Industrien und auch unsere Regierung schon immer gemacht. Sie waren doch immer ehrlich zu den Menschen. Nein, das Problem ist, dass wir uns fast alle in kürzester Zeit völlig abhängig gemacht haben von dieser Technologie. Und jetzt will sich niemand mehr seine Spielzeuge wegnehmen lassen. dabei gehts doch grundsätzlich nur darum erstmal ein paar vernüftige Grenzwerte festzulegen. Die die Menschen auch tatsächlich schützen und nicht hauptsächlich den Geldbeutel der Industrie schonen. Das geht aber nicht solange andere Effekte (außer dem themischen) einfach weggelogen werden.

  28. Diese Verstrahlung unserer schönen Erde wird weitergehen ohne Rücksicht auf Verluste, das ist nach 15 Jahren leidvoller Erfahrung mit dieser Technik meine feste Meinung. Die ersten 180 von 42000 Funksatelliten allein durch SpaceX Elon Musk sind bereits bis in 550 km Höhe ausgebracht, das entspricht in etwa einer Entfernung von München nach Budapest. Die gepulste elektromagnetische Befeldung muss nicht nur direkt auf der Erde erfolgen, sondern auch noch von oben. Auswirkung auf unsere Erde, Menschen, Tiere und Pflanzen wird m.E. Jahrzehnte nicht zugegeben werden, wenn überhaupt jemals, denn hier sind Dinge durchzuziehen, die so immense Summen verschlingen, dass diese wohl mehr dem militärischen Sektor zuzuordnen sind. Grundlage des Ganzen ist, die Menschheit rund um die Uhr mit allem und jedem, auch unnützesten Dingen von Funktechnik abhängig zu machen. Am besten gelingt dies schon bei Kindern – früh übt sich……

    1. Hallo Frau Weber. Dem stimme ich ganz zu und möchte ergänzend sagen, dass es nicht nur um Abhängkeiten geht. Das ganze System ermöglich dann auch eine vollständige und umfassende Überwachung von jedem einzelnen Menschen auf dieser Erde.

  29. Die Überwachung ist in China offensichtlich schon im Gange, und die überwiegende Mehrheit findet dies sogar gut und schön. Bei uns gibt es aber doch vereinzelt Widerstand, der meines Erachtens im Laufe der Zeit versiegen wird, denn Kinder und Jugendliche, die ohne Smartphone völlig verloren sind, kommen nach. Gesundheitliche Auswirkungen auf die Menschen wird es offiziell mMn Jahrzehnte nicht geben, denn die Grundlagen hierfür sind festzementiert.
    1. Absolute Trennlinie zwischen ionisierender und nicht ionisierender Strahlung.
    2. Der festgelegte Grenzwert orientiert sich nur an Wärme. Darunter gibt es keine Auswirkungen – bis heute. M.E. kann man sich noch lange Zeit auf das “bis heute” stützen.
    3. Evtl. aufschlussreiche Tierversuche sind mMn völlig unnütz, denn im Endeffekt wird stets angeführt, dass diese nicht 1 zu 1 auf den Menschen übertragbar sind. In Bezug auf Erkenntnisse über Mobilfunkauswirkungen könnte man diese Studien unterlassen und den Labortieren einiges ersparen.
    4. Als Krankheit und Beeinträchtigung des Daseins gilt Krebs. Von anderen Krankheiten ist selten die Rede.
    5. Epidemiologische Studien sind kaum durchführbar, da es keine unbefeldeten Gegenden mehr gibt. Ansonsten gibt es Krebscluster immer wieder, heißt es.
    6. Menschen, die unter Funk leiden sind Phobiker, haben Angst vor Mobilfunkbasisstationen und Funk. Lt. WHO Fact Sheet 296 soll die Strahlung nicht verringert werden.
    7. Untersuchungen an Pflanzen (Bäumen) erfolgen nicht, trotz aller Hinweise. Hier könnte man eben schlecht von Angst vor Masten sprechen.

    Meines Erachtens gibt es keinen Ausweg. Mir tun die Kinder leid, die schon in frühester Kindheit mit dieser Technik leben müssen. Sie sind diejenigen, die durch Fehlentwicklungen und Krankheit schlussendlich den Beweis erbringen werden.

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