Unsere RechercheDebatte um Heilpraktiker

Heilpraktiker Klaus R. stand in Sommer 2019 in Krefeld vor Gericht, weil drei seiner Krebspatienten im Sommer 2016 kurz nach seiner Therapie mit dem Mittel 3-Brompyruvat verstarben. R. sagt aus, dass ihm leidtäte, was passiert ist – dass er es sich aber nicht erklären könne. Laut Anklage war eine Waage ungeeignet, mit der ein wissenschaftlich nicht erforschtes Mittel abgewogen hat.

  1. Trotz Kritik der Gesundheitspolitiker

    FDP-Fraktion stimmt für Erhalt des Heilpraktikerberufs

    Hinnerk Feldwisch-Drentrup Hinnerk Feldwisch-Drentrup

    Noch Ende vergangenen Jahres hatten die Gesundheitspolitiker der FDP-Bundestagsfraktion gefordert, den Heilpraktiker-Beruf abzuschaffen. „Die Krux ist, dass der Anschein erweckt wird, Heilpraktiker seien heilkundig – in Wahrheit sind sie nur darauf getestet, dass sie nicht gefährlich sind“, erklärte die FDP-Gesundheitspolitikerin Katrin Helling-Plahr damals. „Dies ist ein Widerspruch zwischen staatlich gesetztem Schein und der Realität“, hieß es in einem Positionspapier, das von der FDP-Bundestagsgruppe Gesundheit verabschiedet wurde.

  2. Prozess gegen Heilpraktiker wegen Tod von Krebspatienten

    „Die Leute standen im Grunde ja schon am Rand“

    Hinnerk Feldwisch-Drentrup Hinnerk Feldwisch-Drentrup

    Beim dritten Verhandlungstag im Prozess gegen den Heilpraktiker Klaus R. ging es beim Landgericht Krefeld am heutigen Freitag um die Aufklärung der Patienten über ein möglicherweise krebserregendes „Krebsmittel“ und die Behandlung der später Verstorbenen. Außerdem Thema: Die Auswirkung der Arbeit von R. als Heilpraktiker auf seine familiäre Situation.